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  • Kandidatenporträt Wahlkreis 8: Michael Maaß tritt für die Partei Die Linke an

    Koblenz/Lahnstein. Geld für wichtige Projekte sei massenhaft vorhanden, es müsse nur anders verteilt und besser eingesetzt werden: Davon ist Michael Maaß, der für die Linkspartei im Wahlkreis Koblenz-Lahnstein antritt, überzeugt.

    Von unserem Redakteur 
Andreas Galonska

    Der 50-Jährige, der lange im Vertriebsaußendienst tätig war, hat sich nach einem Jahr Arbeitslosigkeit als Berater in der Telekommunikation selbstständig gemacht. „Ich wäre schon sehr glücklich, wenn wir wieder einen Spitzensteuersatz wie unter Helmut Kohl hätten“, sagt Michael Maaß. Vertretern von CDU und SPD wirft er vor, dass sie im Land wie im Bund an der Macht sind, aber nicht an den entscheidenden Stellschrauben drehen wollen. Der Linkspolitiker will Geld und dessen Verteilung immer wieder thematisieren: „Man muss sich vor Augen führen, dass 62 Personen allein so viel Eigentum besitzen wie der gesamte Rest der Menschheit.“ Viele der Reichsten wüssten gar nicht mehr, „wohin mit dem ganzen Geld“. Die auch in Rheinland-Pfalz beschlossene Schuldenbremse hält Maaß für einen großen Fehler.

    Konkret müsse in der Region entschieden werden, wo man die Prioritäten setzen will. „Auch wenn ich mir keine Freunde mache, so bin ich gegen die Mittelrheinbrücke“, macht der Direktkandidat klar. „Wenn man jetzt mit rund 150 Millionen Euro Kosten rechnet, dann werden das später eher 250 Millionen für die Brücke.“ Stattdessen sollten eher in die Schulen investiert werden, der Sinn der Mittelrheinbrücke erschließt sich nicht für ihn. „Eine kostenlose Fähre wäre die bessere Lösung“, findet Michael Maaß.

    RZ-Wahlfragebogen: Michael Maaß antwortet

    Beim Thema Flüchtlinge sieht er die Integration als Herausforderung an. „Das Miteinander ist eine Bereicherung“, hebt er hervor. Flüchtlinge könnten gerade kleinere Orte dadurch beleben, dass sie beispielsweise Tante-Emma-Läden in den Dörfern wieder zum Leben erwecken. Ebenso könnte eine oft verloren gegangene Kneipenkultur durch ausländische Betreiber wieder in Schwung kommen. Mediziner unter den Flüchtlingen könnten in ländlichen Gebieten eingesetzt werden und damit das Problem der mangelnden ärztlichen Versorgung dämpfen. Für Michael Maaß kann in der Rhein-Lahn-Region auf dem Gebiet des Tourismus noch viel verbessert werden. „Hinweisschilder zu Sehenswürdigkeiten sollten alle unbedingt mehrsprachig sein“, regt er mit Blick auf die zahlreichen Gäste aus den Niederlanden ein. Außerdem könnten Hotels und Pensionen eine Erneuerungskur verkraften. „Oft werden Zimmer mit dem Charme der 70er-Jahre angeboten“, beklagt er.

    Der Kandidat der Linken setzt in der Schulpolitik darauf, dass die Klassen kleiner und die Schulen besser ausgestattet werden sollten. Privatgymnasien sollten keine staatliche Unterstützung erhalten. Maaß lehnt das TTIP-Abkommen ab und kritisiert scharf, dass Details zu dem Vertrag von gewählten Abgeordneten nur unter hohen Auflagen eingesehen werden können. Maaß war Mitglied der SPD, bis er wegen Gerhard Schröders Kurs, vor allem der Agenda 2010, austrat. Der Anhänger Oskar Lafontaines folgte dem früheren SPD-Genossen in die Linkspartei, für die er 2014 als Landratskandidat antrat, aber nur den dritten Platz hinter Frank Puchtler und Günter Groß errang. „Politik soll praxisbezogen sein. Außerdem sollten wir definieren, wo wir in 20 Jahren sein wollen“, betont er. Seine Ziele: „Ich bin für eine gerechtere Gesellschaft, in der Frieden, Wohlstand und Freiheit herrschen.“

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