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  • Kandidatenporträt Wahlkreis 8: Martin Kaschny tritt für die FDP an

    Die RZ stellt nach und nach Kandidaten vor, die in den Wahlkreisen an Rhein und Mosel antreten. Martin Kaschny kandidiert für die FDP.

    Foto: Karin Kring

    Von unserer Redakteurin Karin Kring

    Koblenz/Lahnstein. Er hatte schon immer Sympathien für die Freien Demokraten, für die Partei des Mittelstandes, für die Politiker, die die freie Marktwirtschaft postulieren. "Im Kern ist es das freie Unternehmertum, das dafür sorgt, dass Wirtschaft funktioniert. Das ist die Philosophie, die Kräfte freisetzt", sagt Professor Dr. Martin Kaschny, der bei der Landtagswahl als Spitzenkandidat für die FDP im linksrheinischen Wahlkreis 8 antritt.

    Ein Credo, das nicht von Ungefähr kommt, denn Kaschny, der Betrieb- und Volkswirtschaft unter anderem in Bamberg und Kanada studiert hat und an der Uni Köln promovierte, ist quasi eine Spezialist für den Mittelstand. Nachdem er bereits während seines Studiums selbstständig im IT-Bereich tätig war, hat er seit 2002 an der Hochschule Koblenz einen Lehrstuhl für Mittelstandsmanagement und Unternehmertum inne. Da war es nur naheliegend, dass er politisch seine Heimat bei der FDP findet. In den vergangenen Jahren habe die Partei unter zu vielen Individualisten in ihren Reihen gelitten, hinzugekommen sei ein schlechtes Management. Mit dem Landesvorsitzenden Volker Wissing sieht Kaschny gute Chancen, wieder in den Landtag von Rheinland-Pfalz zurückzukehren. Dazu will der Wahl-Lahnsteiner beitragen.

    RZ-Wahlfragebogen: Martin Kaschny antwortet

    Bei der Infrastruktur, für Kaschny die "Lebensader" einer Region, will er sich für alles einsetzen, was den Menschen und der Wirtschaft dient: für ein flächendeckendes Internet, gegen Bahnlärm, für bessere Straßen. Wo die Infrastruktur stimmt, da blühe auch die Wirtschaft, die der Motor für die Entwicklung sei. Rheinland-Pfalz sei beim Wirtschaftswachstum zurzeit mit Platz 16 das Schlusslicht in Deutschland. Die Mittelrheinbrücke steht ebenso auf seiner Positivliste wie die Buga 2031. Kaschny räumt aber auch ein, dass das Land nicht immer nur Schulden produzieren könne, man müsse auch einen Kassensturz machen und sehen, was möglich ist.

    Möglichkeiten zu Einsparungen sieht er viele. Zum Beispiel den Verzicht auf die Energieagentur von Ministerin Eveline Lemke, der rund 14 Millionen Euro für sinnvollere Investitionen einbringen würde, meint der FDP-Mann. Zum Beispiel in Bildung: Rheinland-Pfalz sei beim Vergleich der Grundschüler in der Pisa-Studie mit dem 13. Platz eines der Schlusslichter. Grundschulen könnten dadurch zum "Karrierekiller" werden. Kaschny will weg vom Einheitsbrei in der Bildungspolitik, er will weg vom "Einheitskind", denn "jedes Kind hat andere Talente", die gefördert werden sollten. Er denkt an ein Coaching, daran, Talente und Schwächen zu erkennen, sie zu fördern oder auszugleichen. Es sei nachgewiesen, dass die Basis für den späteren beruflichen Erfolg eines Kindes zwischen dem dritten und sechsten Lebensjahr gelegt werde, deshalb sei frühkindliche Bildung besonders wichtig. "Bildung und Infrastruktur kosten Geld, aber das zahlt sich aus", meint Kaschny. Bei der Polizei und damit am falschen Ende habe die rot-grüne Landesregierung in den vergangenen Jahren gespart. "Wir brauchen einen starken Staat, damit wir geschützt sind", sagt Kaschny. Wenn das nicht funktioniere, sei der Staat eingeschränkt und werde zum Problem für die Bürger. Sicherheit ist für Kaschny gleichbedeutend mit Freiheit. Deshalb will er eintreten für mehr Stellen bei der Polizei, mehr Polizeipräsenz vor Ort und für den Erhalt kleiner Dienststellen.

    "Rheinland-Pfalz wieder voranbringen", so fasst der FDP-Politiker Martin Kaschny seine Wahlziele zusammen. Nach fünf Jahren ohne die Freien Demokraten setzt er vor allem auf einen Wiederdereinzug in den rheinland-pfälzischen Landtag.

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