40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Koblenz
  • » Kandidatenporträt Wahlkreis 12: Susanne Rausch-Preißler tritt für die FDP an
  • Kandidatenporträt Wahlkreis 12: Susanne Rausch-Preißler tritt für die FDP an

    Die RZ stellt nach und nach Kandidaten vor, die in den Wahlkreisen an Rhein und Mosel antreten. Susanne Rausch-Preißler kandidiert für die FDP.

    Foto: afu

    Von unserer Redakteurin Anne Fuhrmann

    Region. Zu einem Zeitpunkt, als viele die FDP bereits abgeschrieben hatten, ging es für Susanne Rausch-Preißler bei den Freien Demokraten erst so richtig los. "Ich bin 2013 nach der verlorenen Bundestagswahl eingetreten", sagt die 44-Jährige aus Anschau. Zuvor hatte sich die selbstständige Unternehmerin nicht aktiv in der Politik eingebracht. Aber sie glaubte an einen Neuanfang mit Christian Lindner und wollte dabei mithelfen. Nun will die FDP-Kreisvorsitzende als Direktkandidatin im Wahlkreis 12 dafür kämpfen, dass ihre Partei künftig wieder im Landtag vertreten ist.

    Als eine ihrer Hauptaufgaben sieht sie es an, "einen "neuen Geist reinzubringen". "Ich gehe ganz praktisch an die Politik heran", meint sie. Zugute kommen ihr dabei nach ihrer Ansicht ihre beruflichen Erfahrungen. Seit mehreren Jahren ist die gebürtige Schwäbin, die im Saarland aufgewachsen ist, als freie Dozentin und Trainerin im kaufmännischen Bereich in ganz Deutschland unterwegs. Im vergangenen Jahr hat Rausch-Preißler außerdem ein Schulungsunternehmen gegründet. Zuvor hatte sie ihr IT-Systemhaus in Andernach verkauft. Das Vermitteln von Wissen an Menschen macht ihr großen Spaß, sagt sie. Zudem habe sie durch ihren Job eine verständliche Sprache gelernt. "Das unterscheidet mich sicher von denjenigen, die schon seit Jahren Politik machen und anders sprechen", ist sie überzeugt.

    RZ-Wahlfragebogen: Susanne Rausch-Preißler antwortet

    Ihr Ziel ist es zu erreichen, dass sich die Menschen wieder mehr für das politische Geschehen interessieren. Auch deswegen ist sie mit großer Motivation in den Wahlkampf eingestiegen. "Ich finde es toll, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen", sagt sie. Als sie gefragt wurde, ob sie als Direktkandidatin für die FDP antreten will, war es schon zu spät, um noch einen Platz auf der Landesliste zu ergattern. "Aber es geht mir ja um die Sache. Deshalb betreibe ich trotzdem einen engagierten Wahlkampf", betont sie. Ganz bewusst hat sie sich dafür entschieden, 2013 nach Anschau zu ziehen. "Dass es so ein junger Ort ist, macht das Dorf für mich zu etwas Besonderem", erklärt sie. Zuvor hatte Rausch-Preißler bereits in Kottenheim und Andernach gewohnt. Sie schätzt die Schönheit der Landschaft in der Vordereifel und will sich dafür einsetzen, dass sich Familien auf dem Land ihr Leben schön gestalten können. Dazu gehören für sie sowohl der Ausbau des schnellen Internets als auch eine intakte Infrastruktur, vor allem gute Straßen. Das sei auch wichtig, um den ländlichen Raum für Unternehmen interessanter zu machen. "Rheinland-Pfalz ist für Firmengründer unattraktiv", kritisiert sie. Es werde Selbstständigen zu schwer gemacht. Ein großer Teil der Bürokratie müsse vereinfacht oder abgeschafft, Behörden besser vernetzt werden. "Firmen werden oft Steine in den Weg gelegt", sagt sie. Das habe sie selbst zu spüren bekommen. Ihr Anliegen ist es deshalb, kleine und mittelständische Unternehmen sowie das Handwerk zu unterstützen.

    Damit die ländliche Region attraktiv bleibt, ist es nach Meinung der Freien Demokratin notwendig, das willkürliche Aufstellen von Windkraftanlagen einzudämmen. "Was mich aufhorchen lässt, ist, dass es sich viele Leute gefallen lassen, dass man ihnen Windräder vor die Nase setzt", sagt Rausch-Preißler. Zwar sei sie grundsätzlich für alternative Energieformen. "Ich frage mich aber, worum es so viele Anlagen sein müssen."

    Wichtig ist ihr auch die Flüchtlingssituation. "Mir gefällt, wie es im Kreis läuft. Aber man darf die Kommunen nicht mit der finanziellen Last alleine lassen", meint sie.

    RZ-Kommentar: Stabilität im Wahlkreis 12 wankt Wahlkreis 12 (Mayen): SPD jubelt, aber CDU holt das Direktmandat Wahlkreis 12, Mayen: Liveticker und Ergebnisse zur Landtagswahl 2016Kandidatenporträt Wahlkreis 12: Stefan Scheer tritt für die Freien Wähler anKandidatenporträt Wahlkreis 12: Martina Luig-Kaspari tritt für SPD anweitere Links
    Anzeige
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

    Mail

    epaper-startseite
    Anzeige
    Rhein-Zeitung Koblenz bei Facebook
    Wetter
    Mittwoch

    17°C - 32°C
    Donnerstag

    17°C - 33°C
    Freitag

    17°C - 34°C
    Samstag

    19°C - 33°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Bildergalerie: Fotos unserer Leser
    Kaiser Wilhelm und Seilbahngondel bei Sonnenuntergang. Die Aufnahme machte Thorsten Kolb aus Zirl im Spätsommer bei Sonnenuntergang an der B42 in Ehrenbreitstein.

    Mit der Kamera an Rhein und Mosel unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.

    Serie: Koblenzer Stadtgeschichte
    Koblenzer Stadt-Geschichten

    Redakteur Reinhard Kallenbach greift historische Begebenheiten der Stadt auf

    Anzeige