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  • Strategie Wie Großmeister Sebastian Siebrecht den Koblenzern Lust auf gute Partien macht

    Ist Schach ein Kinderspiel? Profi macht Nachwuchs Lust auf Denksport [mit Video]

    Koblenz. Wie Großmeister Sebastian Siebrecht den Koblenzern Lust auf gute Partien macht. Noch bis Samstag können sich Groß und Klein im Löhr-Center am Brett versuchen.

    Lasse mag Schach. „Es gibt so viele Möglichkeiten zu ziehen“, sagt der Zehnjährige, der gerade eine Partie gegen seinen Klassenkameraden Ben spielt. Aber gibt es nicht beim Fußball zum Beispiel auch viele Möglichkeiten? „Fußball spiele ich auch“, sagt der Grundschüler und lacht.

    Großmeister Sebastian Siebrecht war älter als Lasse, als er richtig mit dem Schachspiel angefangen hat. Vorher hatte er schon ein bisschen bei Vater und Bruder zugeschaut, erzählt er, aber erst in der Schach-AG am Essener Gymnasium begann er ernsthaft mit dem Spiel. Die Faszination hat es für den 44-Jährigen nie verloren, und er ist heute überzeugter denn je: Kinder können enorm davon profitieren, wenn sie Schach spielen.

    Da ist vor allem die Konzentrationsfähigkeit, die geschult wird – für Kinder heute, die oft vor Computern sitzen, vielleicht noch wichtiger als früher. Und: Wer Schach spielt, muss Lösungsstrategien entwickeln. Das schult. Auch Kumpels von Siebrecht, die heute in führenden Positionen in großen Firmen arbeiten, bestätigen ihm, dass sie durch Schach enorm viel für ihr Leben gelernt haben.

    Der Meinung ist auch Lehrerin Christina Marx, die an der Balthasar-Neumann-Grundschule mit den Schülern Schach spielt. „Schach ist reine Mathematik“, sagt sie. „Es ist immer logisch. Und man muss Entscheidungen treffen – oft unter Zeitdruck. Das fällt den Kindern dann auch in anderen Situationen leichter.“

    Diese Überlegungen sind den Mädchen und Jungen herzlich egal. Schach macht ihnen einfach Spaß. Und die Kinder sind erstaunlich gute Gegner für den Großmeister. Denn bei der Eröffnung der Aktion „Faszination Schach“ trifft Sebastian Siebrecht auf Schüler aus der sogenannten Entdeckertagsschule. Das sind besonders begabte Dritt- und Viertklässler aller Grundschulen, die jede Woche mittwochs in der Balthasar-Neumann-Schule zusammenkommen und hier in der Gruppe anders und intensiver lernen können. Dazu gehört auch Schach – wenn sie wollen.

    Und viele wollen. Gern auch als Laufschach mit dem Rennen zur Uhr, die ein paar Meter weiter wegsteht oder am großen Bodenschachspiel, mit dem man schon Kindergartenkinder begeistern kann. Natürlich ist Schach kein einfaches Spiel, aber schon in 90 Minuten kann man die Grundzüge erklären und erste Strategien entwickeln, beweist Sieberecht bei seinen Touren durch die Einkaufscenter. Rund 19.000 Kinder hat er so schon geschult, berichtet er ein wenig stolz.

    Noch bis einschließlich Samstag ist die Mitmachausstellung Faszination Schach im Löhr-Center aufgebaut. Den ganzen Tag über können Interessierte mit renommierten Schachspielern ins Gespräch und in die Partie kommen.

    Von unserer Redakteurin Doris Schneider

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