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  • Großprojekt in Koblenz: Neubau schafft Platz für Labore des Landesuntersuchungsamts

    Koblenz. Größer, moderner, zentraler: Das Landesuntersuchungsamt wird bis 2021 in einen Neubau im Gewerbe- und Technologiepark Bubenheim umziehen. Auf einem noch nicht erschlossenen Grundstück im Bereich der Ferdinand-Nebel-Straße soll ein Gebäude mit einer Nutzfläche von rund 8500 Quadratmetern entstehen. Ziel des Großprojektes ist es vor allem, die Labortechnik zu verbessern und auszubauen. Aber auch die Mitarbeiter werden profitieren. Ihre Wege werden kürzer - und barrierefrei.

    Die Detailplanungen laufen zwar noch, aber die Eckpunkte stehen bereits fest. Bis 2021 soll der Neubau für das Landesuntersuchungsamt in Koblenz vollendet sein.
    Die Detailplanungen laufen zwar noch, aber die Eckpunkte stehen bereits fest. Bis 2021 soll der Neubau für das Landesuntersuchungsamt in Koblenz vollendet sein.
    Foto: LBB

    Von unserem Mitarbeiter Reinhard Kallenbach

    "Es gibt nicht unerhebliche Defizite", brachte es Verbraucherschutzminister Gerhard Robbers bei der Präsentation des Großprojektes am Montag auf den Punkt. Denn die bisherigen Standorte der Aufsichtsbehörde für die Kommunen im Land in der Blücherstraße, in der Neversstraße und in der Mainzer Straße sind stark sanierungsbedürftig. Außerdem gibt es zu wenig Platz für die Labors. Und es kam sogar schon vor, dass teure Technik durch einen Wasserrohrbruch zerstört wurde. Und ohne Technik geht es beim Landesuntersuchungsamt (LUA) eben nicht. Denn das LUA ist mehr als eine Aufsichtsbehörde, die über den Verbraucherschutz wacht. So werden in der hauseigenen Tierpathologie Kadaver untersucht, um Epidemien schon möglichst früh bekämpfen zu können.

    Das ist nur ein Beispiel. Denn das LUA, das jährlich rund 450 000 Proben nimmt, analysiert natürlich auch Lebensmittel mit dem Ziel, Verbraucher vor ansteckenden Krankheiten oder Schadstoffbelastungen zu schützen. Es kommt also nicht von ungefähr, dass die Experten des LUA Arzneimittel, Bekleidungen, Kosmetika, Spielzeug und Verpackungen ganz genau unter die Lupe nehmen. Dies alles erfordert hohe Investitionen in eine zeitgemäße Ausstattung. Deshalb wird auch der neue Standort alles andere als billig. Minister Robbers und LUA-Vizepräsident Heinz Pollmann gehen derzeit von einem Gesamtvolumen von 50 bis 60 Millionen Euro aus. Die Schwankungen resultieren aus der Tatsache, dass die Planungen des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), der für das Großprojekt verantwortlich zeichnet, noch in einem frühen Stadium ist.

    Dennoch gibt es bereits eine lange Vorgeschichte. "Die Überlegungen sind so alt wie das Landesuntersuchungsamt selbst", so Heinz Pollmann. Sie reichen also bis ins Jahr 2000 zurück. Vor gut einem Jahr wurde das Projekt dann konkret. LBB-Geschäftsführer Holger Basten erinnert nicht nur an die ersten Kalkulationen, sondern auch daran, dass der Bedarf in gemeinsamen Workshops mit den LUA-Mitarbeitern ermittelt wurde.

    Hinten die Labors, vorn die Schreibtische für Wissenschaftler und Laboranten: So ähnlich wird es im Neubau aussehen.
    Hinten die Labors, vorn die Schreibtische für Wissenschaftler und Laboranten: So ähnlich wird es im Neubau aussehen.
    Foto: LBB

    Aktuell arbeitet das Team um LBB-Projektleiter Stefan Schlosser an den Details. Schon im Juni soll den Gremien eine Tischvorlage zur Verfügung gestellt werden, damit die benötigten Summen "nach Maß" in den Landeshaushalt eingestellt werden können. Im Sommer 2017 soll dann der Bau beginnen. Bis dahin ist noch einiges zu erledigen. Dazu gehören die Erschließung des von der Stadt erworbenen, rund 13 000 Quadratmeter großen Grundstücks und die genehmigungsreife Planung. Derzeit sind noch einige Fragen offen. Ein Beispiel sind Details zur Gestaltung der Fassade. Auf der anderen Seite dürfte es in Sachen Architektur keine großen Überraschungen geben. Denn für den ganzen Bereich existiert ein Bebauungsplan, und am Computer kann man bereits erahnen, wie das Ganze einmal aussehen wird. Klar sind bereits die Dimensionen des 22 Meter hohen und fünfgeschossigen Standorts: Er wird rund 100 Meter lang sein und 40 Meter in die Tiefe reichen. Die ungewöhnliche Tiefe hängt mit den Labors zusammen, in denen Tageslicht sogar kontraproduktiv ist.

    Ein erstes Fazit: Der wichtigste LUA-Standort Koblenz dürfte durch das Projekt weiter aufgewertet werden, zumal auch ein Konferenzbereich fest eingeplant ist. Schon jetzt arbeiten dort 275 der insgesamt 540 Mitarbeiter, die auch an den weiteren Standorten Landau, Speyer, Mainz und Trier tätig sind.

     

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