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  • Großer Ärger in Vallendar: Festnetzanschluss war eine Woche tot

    Vallendar. Stinksauer auf die Deutsche Telekom ist Heinz Hahn aus Vallendar. Der Inhaber eines Friseursalons konnte eine Woche nicht über seinen Festnetzanschluss telefonieren. Nach der Umstellung auf schnelles Internet und von ISDN auf Internet-Telefonie hörten Anrufer, diese Anschlussnummer sei nicht vergeben.

    Der Friseursalon von Heinz Hahn in Vallendar war eine Woche telefonisch nicht über das Festnetz erreichbar. Über einen Aushang in seinem Schaufenster machte er auf eine Mobilnummer aufmerksam.
    Der Friseursalon von Heinz Hahn in Vallendar war eine Woche telefonisch nicht über das Festnetz erreichbar. Über einen Aushang in seinem Schaufenster machte er auf eine Mobilnummer aufmerksam.
    Foto: Winfried Scholz

    Von unserem Mitarbeiter Winfried Scholz

    Wie unsere Recherchen ergaben, ist die Familie Hahn kein Einzelfall. Heinz Hahn klagt: "Durch den Ausfall konnten Kunden keine Termine reservieren, die Rufumleitung auf das Mobiltelefon klappte nicht mehr, und im Laden funktionierte das EC-Lesegerät nicht mehr. Einige Leute dachten sogar, unser Geschäft wäre ganz geschlossen. Dadurch verspürten wir einen deutlichen Umsatzrückgang." Hahn wirft der Telekom geschäftsschädigendes Verhalten vor und wettert: "Das ist Diktatur in der Demokratie." Hahn begründet dies so: "Ich brauche kein schnelles Internet. Aber uns wurde gesagt, wir müssen umstellen, da ISDN abgeschaltet wird."

    Bei einem Besuch im Mülheim-Kärlicher Telekomshop im vergangenen November sei man auf die geplante technische Umstellung aufmerksam gemacht und es sei dringend empfohlen worden: "Je früher Sie sich entscheiden, um so schneller geht es mit der Umstellung." Hahn schloss einen neuen Vertrag ab, einschließlich eines Zusatzes, der einen Entstörungsdienst innerhalb von acht Stunden garantieren soll und 2,99 Euro monatlich extra kostet.

    Nachdem ein Techniker am 22. Februar den neuen Router installiert hatte, ging der Ärger los. Heinz Hahn berichtet, zunächst habe es fünf Stunden gedauert, bis eine bestimmte Leuchtdiode nicht mehr blinkte und die Konfiguration vorgenommen werden konnte. Danach funktionierten weder Telefon noch Internet. Es folgte eine nervenaufreibende Woche mit rund 40 Anrufen per Handy an verschiedene Stellen des Riesenkonzerns. Margit Hahn erinnert sich: "Es war mehr als frustrierend. Uns wurde geantwortet, unser Anschluss sei ja nicht erreichbar - es liege eventuell ein Systemfehler vor - man arbeite an dem Problem - wir hätten besser einen Acht-Stunden-Entstörungsdienst mitbestellen sollen - die Telekom könne uns keine Auskunft geben - wir sollten lediglich warten." Des Öfteren seien die Mitarbeiter am Telefon sehr unfreundlich gewesen und hätten einfach aufgelegt. Heinz Hahn resümiert: "Ich habe den Eindruck, die Telekom ist auf die Umstellungsaktion nicht richtig vorbereitet." Wie er inzwischen erfahren habe, gab es auch andere Betroffene. Ein Vallendarer Arzt sei ganze drei Wochen nicht erreichbar gewesen. Beim Ehepaar Döhn aus Vallendar hat es "nur" fünf Tage gedauert. Die Döhns haben ähnlich schlechte Erfahrungen mit dem Service der Telekom gemacht: "Die Leute waren bei Nachfragen oft sehr barsch und haben einfach aufgelegt", berichtet Ingeborg Döhn im Gespräch mit unserer Zeitung.

    Vier Tage nach schriftlicher Anfrage äußerte sich ein Telekom-Pressesprecher per E-Mail: "Dem Ausfall des Anschlusses des Kunden vom 22. bis 29. Februar lag ein technischer Fehler zugrunde, den unsere Techniker behoben haben. Meine Kollegen vom Kundenservice haben Kontakt mit Herrn Hahn aufgenommen. Für die entstandenen Unannehmlichkeiten bitten wir um Entschuldigung." Auch wenn es leider manchmal zu Reklamationen komme, würde der Kundenservice der Telekom regelmäßig ausgezeichnet. Durch die vielen Anstrengungen der vergangenen Jahre habe man mittlerweile die höchste Kundenzufriedenheit im Telekommunikationsmarkt erreicht.

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    Nina Borowski

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