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    Kobern-GondorfGondorfer Heimatmuseum öffnet zum ersten mal seine Pforten

    Lebendige Ortsgeschichte spiegelt sich im Gondorfer Heimatmuseum. Mehr als fünf Jahre hat der Heimatverein historische Exponate mit Liebe zum Detail gesammelt und aufgearbeitet. Das Museum öffnet seine Pforten erstmals am Donnerstag, 1. Mai, ab 11 Uhr.

    Ein nostalgisches Klassenzimmer ist eines der Schmuckstücke im Gondorfer Heimatmuseum. Die Kinder des Moseldorfes fühlten sich wohl.
    Ein nostalgisches Klassenzimmer ist eines der Schmuckstücke im Gondorfer Heimatmuseum. Die Kinder des Moseldorfes fühlten sich wohl.
    Foto: Erwin Siebenborn

    Von unserem Mitarbeiter Erwin Siebenborn

    Der Heimatverein des ehemals selbstständigen Moseldorfes heißt die Besucher in der guten alten Zeit willkommen. Mehr als fünf Jahre hat der rührige Verein historische Exponate mit Liebe zum Detail gesammelt, aufgearbeitet und schließlich präsentiert. Das Museum öffnet seine Pforten erstmals am Donnerstag, 1. Mai, ab 11 Uhr.

    Die Besucher begeben sich auf eine spannende Zeitreise. In der Kinderzeit von Groß- und Urgroßeltern prägten noch noch viele kleine Geschäfte und Handwerksbetriebe das Ortsbild. Wer weiß aber, dass der erste elektrische Strom an der Untermosel in Gondorf erzeugt wurde? Schon 1901 wurden die damals üblichen Petroleumlampen durch elektrisches Licht ersetzt. Der Handwerker, Tüftler und technische Pionier Nikolaus Molitor erzeugte aus dem Wasser des Nothbachs Energie. Er konnte sogar noch Nachbarorte wie Lehmen, Niederfell und Kobern mit einer konstanten Netzspannung versorgen. Die für die damalige Zeit revolutionären technischen Geräte finden ihren verdienten Platz im Museum.

    Den Schulalltag in früheren Zeiten erlebt man im nostalgischen Klassenzimmer. Die Schulbänke sind aus echtem Holz mit einem Loch für das Tintenfass. Das Lehrerpult, alte Landkarten aus Kaisers Zeiten und das Sütterlin-Alphabet dürfen nicht fehlen. In einer vollständig eingerichteten Schuhmacher-Werkstatt hat man das Gefühl, dass der Meister nur eine kurze Pause macht. Werkzeuge wie Hammer, Messer, Zange, Wetzstein, Raspel, Heber, Quer-ahle, Nähnadeln, Aufrauer, Klingen und Putzhölzer sind noch an ihrem Platz. Auch im Frisörsalon scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Scheren, Rasiermesser, Wickler und Werkzeug könnten sofort zum Einsatz kommen.

    Eine Nähstube aus Omas Zeiten weckt Erinnerungen an hochwertige Handwerkskunst. Das mehr als 100 Jahre alte Klavier des Gondorfer Männerchores steht neben zwei Harmoniums im Musikzimmer. Ein Schmuckstück bildet das Trauzimmer. Wer sich traut, darf seinem Partner im nostalgischen Ambiente auch heute noch das Ja-Wort geben.

    In der Abteilung Landwirtschaft und Weinbau finden sich Exponate wie eine alte Getreidemühle, Tabakschneider, Dosenschließer, Zentrifugen, Besenbinder, Winzergerätschaften und viele andere Gegenstände aus vergangenen Zeiten. In der Raritätensammlung warten die 150 Jahre alten Holzkegel aus dem historischen "Gasthaus Haupt".

    Zur Eröffnung demonstrieren auf dem Von-der-Leyen-Platz Stellmacher, Bürsten- und Besenbinder, Bäcker, Spinnerinnen, Buchbinder, Seilmacher, Schmiede, Floristen, Steinmetze und Schreiner alte Handwerkskunst. Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt.

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