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    VorstadtDinos und Affen bevölkern das Schaufenster

    Links ist die Urzeit, rechts die Neuzeit. In einem Schaufenster in der Vorstadt tummeln sich Jahrtausende Menschheits-, oder besser Tiergeschichte. Geschaffen hat diese Welt Sören Mähne. Er ist neun.

    Sören Mähne stellt seinen eigenen Zoo aus: Der Neunjährige fertigt filigrane Tiere aus Knete, Fimo und Ton. Zurzeit sind einige seiner Arbeiten im Schaufenster in der Frankenstraße 55 zu sehen.
    Sören Mähne stellt seinen eigenen Zoo aus: Der Neunjährige fertigt filigrane Tiere aus Knete, Fimo und Ton. Zurzeit sind einige seiner Arbeiten im Schaufenster in der Frankenstraße 55 zu sehen.
    Foto: Doris Schneider

    Von unserer Redakteurin Doris Schneider

    Äußerst detailgetreu fertigt der Drittklässler die Tiere, oft nach Fotos, oft aber auch nach Beobachtungen. "Der Zoo ist sein zweites Zuhause", sagt seine Mutter Veronika Mähne lachend. Dass der Junge gern und auch sehr begabt knetet, das haben seine Eltern schon gemerkt, als er etwa drei Jahre alt war. Seitdem hat er vieles geschaffen - und auch immer wieder zerstört. "Aus den Sachen knete ich irgendwann wieder neue", sagt er achselzuckend. Keine Kunstwerke für die Ewigkeit.

    Nur manches bleibt erhalten. Zwei Schimpansen werden aus dem Schaufenster in der Frankenstraße in den Neuwieder Zoo umziehen. Die hat Sören der Tierpflegerin versprochen, die er oft dort trifft. Dass die Tiere überhaupt eine Weile in der Vorstadt ausgestellt waren, "das war Mamas Idee", sagt Sören. "Das stimmt. Ich finde das gut, was er macht, wir könnten das nie!", sagt Veronika Mähne, und Sörens Papa Olaf Gottschau nickt. Das Hobby, ja fast schon die Leidenschaft ihres Sohnes fördern die Eltern gern. Das Fenster, hinter dem das Büro des selbstständigen Grafikdesigners und Texters Christian Ganser steckt, stellt dieser seit gut einem Jahr Leuten zur Verfügung, die ein besonderes Hobby oder außergewöhnliche Dinge präsentieren wollen.

    Ein Teil der Tiere ist aus Knete, ein anderer aus Fimo, ein dritter aus Ton gefertigt. Mit diesem Material kommt Sören aber nicht so gut klar, er kann damit nicht so fein arbeiten. Denn die Details sind dem Neunjährigen wichtig, die Stacheln auf dem Rücken des Dino, die zarten Finger des Affen, der einen Holzstab umfasst, mit dem er aus einem Behälter Leckereien herauskratzt. Intuitiv erfasst er die richtigen Proportionen, ruckzuck ist etwas fertig, sagt sein Vater ein bisschen staunend: "In 10, 15 Minuten steht der Dinosaurier."

    In dieser Woche hat Sören bei einem Trickfilmworkshop an der Hochschule mitgemacht. Da wurden Figuren geknetet, ein Bild gemacht, ein Detail verändert, wieder ein Bild gemacht. Dabei stand ihm das Kneten aber zu wenig im Mittelpunkt, sagt er. Wie im Übrigen auch in der Schule: Im Kunstunterricht malen die Kinder, ab und zu basteln sie auch mal. Mit Knete wird da nicht gearbeitet - "leider!" Da könnte Sören ganz sicher die eine oder andere Eins "abstauben".

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