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    RegionDieseldiebe pumpen so viele Tanks leer wie nie

    Mit den Spritpreisen steigt auch die Zahl der Dieseldiebstähle. Der Dieselklau wird ein immer größeres Problem in der Region: So viele Diebstähle wie seit mindestens fünf Jahren nicht sind im ersten Quartal 2012 gemeldet worden.

    130 Anzeigen hat die Polizei im Bereich des Präsidiums Koblenz gezählt. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es von Januar bis März nur 99 Fälle, 2007 gar nur 26.

    "Vor allem am Wochenende, wenn alle Lkw auf dem Hof stehen, wird verstärkt Kraftstoff gestohlen. Auch die Polizei wird dem nicht mehr Herr", sagt Stefan Frank, Geschäftsleiter der Koblenzer Spedition Frank. In größere Tanks, die auf Transporter geladen wurden, pumpen die offenbar gut organisierten Verbrecher Diesel aus den Tanks, aber auch aus den Fahrzeugen des Unternehmens. "Mindestens 5000 Euro Schaden sind uns bislang in diesem Jahr schon entstanden", ärgert sich Stefan Frank. Mit verstärkten Sicherheitsmaßnahmen hofft er, die Diesel-Diebstähle eindämmen zu können.

    Laut Polizeiangaben liegen die Mengen des entwendeten Kraftstoffs, der in 95 Prozent aller Fälle Diesel ist, zwischen 100 und 500 Liter. "In Einzelfällen werden aber auch 1000 Liter gestohlen", bestätigt der Koblenzer Polizei-Pressesprecher Helmut Zirfas. Den von Januar bis März 2012 entstandenen Gesamtschaden im Bereich des Polizeipräsidiums schätzt er auf knapp 50 000 Euro.

    Nicht nur Speditionen, Busunternehmen, Steinbrüche und Baustellen, sondern auch geparkte Lastwagen werden immer häufiger Ziel der Dieseldiebe. Während der Fahrer in der Kabine schläft, wird der Tank leer gezapft. Im Bereich der A 61 wurden von Januar bis März 2012 sieben Fälle gemeldet.

    Einer, der erleben musste, wie sich nachts Diebe am Tank seines Lasters zu schaffen machten, ist Fred Lehmann. Der Fernfahrer, der bei der Mayener Spedition Rathscheck arbeitet, konnte allerdings den Diebstahl verhindern. "Der Tank war schon offen und der Kanister bereit, aber als ich herauskam, sind sie abgehauen", schildert Lehmann die Situation.

    Dennoch hat auch er schon seinen Lkw leer vorgefunden. "Ich hatte mein Fahrzeug im Bereich der alten B 9 in Urmitz abgestellt, da fehlten morgens um 2 Uhr bereits einmal 200 und ein anderes Mal 700 Liter Diesel. Das hat Überhand genommen in der vergangenen Zeit", schildert der Berufsfahrer, der seinen Lastwagen jetzt auf einem abgeschlossenen Gelände parkt. Mehr Polizeipräsenz in den Gewerbegebieten, insbesondere in der Nacht von Sonntag auf Montag, würde Lehmann sich wünschen.

    Katharina Demleitner

    Koblenz
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