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  • Der Koblenzer Uni-Campus ist Land der Ideen

    Koblenz. Die Universität in Koblenz will einerseits mehr Existenzgründer hervorbringen, andererseits die Kontakte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ausbauen - und zwar in allen vier Fachbereichen. Genau aus diesem Grund wurde der sogenannte Transfertag ins Leben gerufen, der beide Seiten ins Gespräch bringen soll.

    Uni-Präsident Prof. Dr. Roman Heiligenthal (Mitte) freute sich ganz besonders über den Erfolg des neuen Instituts. Zum Siegerbild versammelten sich Professoren, Institutsmitarbeiter und Vertreter der Förderer auf dem Metternicher Campus.
    Uni-Präsident Prof. Dr. Roman Heiligenthal (Mitte) freute sich ganz besonders über den Erfolg des neuen Instituts. Zum Siegerbild versammelten sich Professoren, Institutsmitarbeiter und Vertreter der Förderer auf dem Metternicher Campus.
    Foto: Reinhard Kallenbach

    Von unserem Mitarbeiter Reinhard Kallenbach

    "Sehr hochwertig", so das Fazit von Prof. Dr. Harald von Kortzfleisch über die Präsentationen von jungen Unternehmen, Initiativen und Einrichtungen. Der Chef des Instituts für Unternehmertum und internationalen Transfer wies auch auf ausgefallene Ideen hin, die sich eben nicht nur auf den großen Bereich Informatik und Naturwissenschaften bezogen. So hat der Ansatz des jungen Vereins "Koblenz lernt", Kinder und Jugendliche mit studentischer Nachhilfe zu unterstützen, weite Kreise gezogen. 6000 Schüler haben inzwischen an die Studenten geschrieben und um Hilfe gebeten. In einem weiteren Angebot wachsen Kunst und virtuelle Welten zusammen. Denn die Plattform Myndu vereint Künstler und potenzielle Auftraggeber. Die beiden Beispiele zeigen: Auf dem Koblenzer Campus bewegt sich einiges, zumal es neben dem Gründungsbüro und der Zusammenarbeit mit dem benachbarten Technologiezentrum Koblenz weitere Orientierungsangebote gibt. Mit KoUnity wurde sogar eine studentische Unternehmensberatung ins Leben gerufen, zudem zeigten die beiden Koblenzer Wirtschaftskammern, dass sie an einer engen Zusammenarbeit mit Gründern interessiert sind.

    Zum zweiten Koblenzer Transfertag gehörte neben den Kurzpräsentationen und einer kleinen Kontaktmesse auch eine Preisverleihung. Denn der neue Masterstudiengang Web Science des Koblenzer Institute for Web Science and Technologies (WeST) landete in der Kategorie "Bildung" des bundesweiten Wettbewerbs "Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen" ganz oben. "Das Angebot ist bundesweit einzigartig", hob Rüdiger Noack bei der Preisverleihung am Ende des Transfertags hervor. Der Laudator, Marktregionsleiter beim Hauptsponsor Deutsche Bank, fügte hinzu: "Die Ideen in den Köpfen der Menschen sind der wichtigste Rohstoff in Deutschland." Und genau deshalb heißt das Leitmotiv der diesjährigen Runde "Stadt, Land, Netz! Innovationen für eine digitale Welt". Der Ansatz der Universität passte genau, weil das Potenzial von Digitalisierung und Vernetzung genutzt und vorangetrieben wird.

    Sowohl das Institut, als auch der neue Masterstudiengang wollen Antworten auf die Frage geben, wie das Internet technisch weiterentwickelt werden kann. Und nicht nur das. Entwickelt werden außerdem Ansätze, wie die Zusammenarbeit der wissenschaftlichen Disziplinen untereinander verbessert werden kann.

    Die ideelle Auszeichnung, die in ein Buch über die besten Ideen 2015 aufgenommen wird, nahm Prof. Dr. Steffen Staab, Initiator und Leiter des Studiengangs sowie Direktor des Instituts WeST, entgegen. Bei der kleinen Zeremonie wurde deutlich, dass die Preisträger das Internet eben nicht nur als technisches Phänomen sehen. Die Akteure haben den Blick auf die Wirkung auf die gesamte Gesellschaft. Deshalb stehen im Studiengang nicht mathematische Methoden im Mittelpunkt, sondern auch die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Künftige Internetexperten werden interdisziplinär ausbildet. Mit diesem Ansatz übernimmt die Uni eine Vorreiterstellung, was sogar in Asien aufmerksam verfolgt wird.

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