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  • BUND hat keine Einwände gegen Radweg zwischen Lay und Moselweiß

    Koblenz. Der lang erwartete Radweg zwischen Lay und Moselweiß soll endlich gebaut werden. Das Planfeststellungsverfahren läuft, Mittel werden bereitgestellt - und 2017 soll der Bau entlang der B 49 endlich beginnen, heißt es bislang. Anders als es vielleicht zu erwarten gewesen wäre, haben auch Naturschützer bislang keine gravierenden Einwände.

    Bislang müssen Radfahrer auf der B 49 fahren, um von Lay nach Moselweiß zu kommen. Ein Radweg soll dies ändern - und auch wenn ein Teil der Ufervegetation und der alten Trockenmauern am Weinberg dafür weichen muss, befürworten Naturschützer den Bau: Die Sicherheit habe Vorrang.
    Bislang müssen Radfahrer auf der B 49 fahren, um von Lay nach Moselweiß zu kommen. Ein Radweg soll dies ändern - und auch wenn ein Teil der Ufervegetation und der alten Trockenmauern am Weinberg dafür weichen muss, befürworten Naturschützer den Bau: Die Sicherheit habe Vorrang.
    Foto: Christoph Bröder

    Denn der Bau des Radwegs bringt auch einen erheblichen Eingriff in den Uferbereich zwischen den beiden Moselstadtteilen mit sich - ein Lebensraum, der oft als schützenswert gilt. Doch die Koblenzer Kreisgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), des größten deutschen Umweltverbands, erklärt jetzt in einer Pressemitteilung: "Es sind zwar Eingriffe in die Natur geplant, aber diese sind noch akzeptabel und angemessen ausgleichbar."

    Der Koblenzer BUND-Vorsitzende Egbert Bialk betont, dass die Sicherheit der Menschen Vorrang habe - bislang müssen die Radfahrer hier auf der Bundesstraße fahren, zusammen mit Autos und Co. Deshalb fordert er: "Die unrühmliche endlose Geschichte um den Radweg muss bald seinen Abschluss finden. Lay muss sicher angebunden werden." Wichtig ist den Naturschützern auch die weitere Anbindung des Ratwegs an die anderen Wege an der Mosel und durch die Beatusstraße an den Hauptbahnhof. "Koblenz und seine Ortsteile brauchen ein leistungsfähiges und sicheres Wegenetz! Landes- und Bundesmittel müssen hierfür vorrangig zur Verfügung gestellt werden, das erwarten wir von der neuen Regierung statt teurer Großprojekte", so der BUND.

    Die Planung des Radwegs zwischen Moselweiß und Lay, die 2009 wegen zu vieler Widersprüche schon einmal eingestellt wurde, sieht so aus: Auf 2,9 Kilometern Länge - beginnend an der Gülser Brücke und endend vor dem Ortseingang Lay nahe der Einmündung Legiastraße - soll die Straße durchgängig auf 6,50 Metern Breite ausgebaut werden. Moselseitig kommt ein 2,50 Meter breiter Geh- und Radweg hinzu, durch einen 1 Meter breiten Seitenstreifen vom Autoverkehr getrennt.

    Weil der Platz für die Verbreiterung fehlt, wird hangseitig die teils marode Trockenmauer etwas zurückgesetzt und durch naturnahe Gabionen ersetzt. An der Mosel ist auf mehreren Hundert Metern Länge teilweise ein die Uferböschung überragender Kragarm erforderlich, so der BUND. Dass Teile der Uferbüsche und rund zwei Dutzend Bäume gerodet werden sollen, bedauern die Naturschützer, ebenso wie den Wegfall der alten Trockenmauern am Weinberg, die wichtige Lebensräume für Eidechsen sind.

    Aber: Die Rodung der Pflanzen am Ufer soll durch Neuanpflanzungen ausgeglichen werden, und die Trockenmauern werden laut Planung durch neue Gabionen ersetzt. "Insgesamt und wegen der Vorteile für die Sicherheit durch den Rad- und Fußweg ist das akzeptabel", so der BUND. "Umweltschutz ist schließlich auch Menschenschutz." Noch nicht zufrieden ist der Verband hingegen mit dem bisherigen Anschluss am Ortseingang Lay, wo der neue Weg enden soll, und die Fortführung moselaufwärts. "Diese muss gemeinsam mit anderen Körperschaften bis Dieblich und zur Brücke Niederfell-Kobern fortgeführt werden", fordert Bialk. Die Fortführung des Wegs in Koblenz ist aus Sicht des BUND bisher ebenfalls suboptimal: Der bisherige Radweg entlang des Moselstausees sei zunächst auf der falschen Straßenseite angeordnet, wo viele Ausfahrten und Querstraßen einmünden, die den Radverkehr unterbrechen. "Der derzeit reine Gehweg am Moselufer muss deshalb für Radfahrer freigegeben und in Teilabschnitten verbreitert werden." sem

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