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    KoblenzBürgerbefragung beweist: Die Koblenzer leben gern an ihrem Eck

    97 Prozent der Koblenzer sind mit ihrer Heimatstadt zufrieden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Bürgerbefragung in 20 Städten, an der sich Koblenz bereits zum dritten Mal beteiligt hat. Lediglich 3 Prozent der Befragten wollten sich der Aussage "Ich bin zufrieden damit, in Koblenz zu leben" eher nicht oder gar nicht anschließen.

    Die Koblenzer mögen ihre Stadt. 97 Prozent der Schängel gaben bei einer aktuellen Bürgerbefragung an, dass sie mit ihrer Heimatstadt generell zufrieden sind. Trotz der großen Investitionen im Rahmen der Buga - wie hier bei St. Kastor - sind viele mit dem Angebot an Grünflächen unzufrieden.
    Die Koblenzer mögen ihre Stadt. 97 Prozent der Schängel gaben bei einer aktuellen Bürgerbefragung an, dass sie mit ihrer Heimatstadt generell zufrieden sind. Trotz der großen Investitionen im Rahmen der Buga - wie hier bei St. Kastor - sind viele mit dem Angebot an Grünflächen unzufrieden.
    Foto: Annette Hoppen

    59 Prozent dagegen stimmten sehr zu, 38 Prozent stimmten eher zu. Damit hat die Stadt in der Wertschätzung ihrer Bürger im Vergleich zur Befragung von 2009 noch einmal zulegen können. Damals lag die Zustimmung bei 93 Prozent. Und: Koblenz liegt jetzt auch über dem Vergleichswert anderer Städte.

    Über die Ergebnisse der aktuellen Befragung sprachen jetzt Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig und Manfred Pauly, Leiter der städtischen Statistikstelle, exklusiv mit der RZ. Wie bereits 2006 und 2009 nahmen 20 Städte an dem Projekt teil. Zum einen geht es dabei darum, wie zufrieden die Menschen mit ihrer Stadt, mit verschiedenen Einrichtungen darin und mit ihrem Leben sind. Zum anderen sollte ermittelt werden, welche Themen den Befragten wirklich wichtig sind. Zielgruppe sind deutsch sprechende Bürger ab 15 Jahren in Privathaushalten. Knapp 14 000 Telefongespräche wurden bundesweit von 170 geschulten Interviewern geführt. Etwa 800 Koblenzer wurden Ende 2012 und Anfang 2013 befragt.

    97 Prozent wohnen gern hier - das heißt aber noch lange nicht, dass die Schängel mit ihrer Stadt in allen Punkten glücklich sind. Sauber ist sie, zumindest tagsüber sicher, den Koblenzern kann man trauen: All dem stimmt eine breite Mehrheit zu. Und wie schon vor drei Jahren gab es beste Noten für die Gesundheitsversorgung. Ebenfalls sehr zufrieden sind die Koblenzer auch mit der Luftqualität, dem Lärmpegel, dem Einzelhandel und mit den kulturellen Einrichtungen der Stadt. Und: Aus Sicht von zwei Dritteln der Befragten sind die Ausländer, die in Koblenz wohnen, gut integriert.

    Problematischer sehen die Menschen aber etwa die Lage auf dem Arbeitsmarkt: Dass es einfach sei, in Koblenz eine Arbeit zu finden, finden nur fast genauso viele wie die, die das Gegenteil für richtig halten. Auch eine gute Wohnung zu einem vernünftigen Preis zu finden, halten viele für gar nicht so einfach. Straßen und Gebäude in der Stadt gefallen in Summe nur 53 Prozent, 47 Prozent sehen diese eher kritisch - eines der schlechtesten Ergebnisse aller 20 Städte. Beim ÖPNV haben sich zwar nur 30 Prozent kritisch geäußert. Trotzdem rangiert Koblenz damit sogar auf dem letzten Platz der teilnehmenden Städte. Auch bei der Zufriedenheit mit den Grünflächen (69 Prozent) kann Koblenz nicht mithalten und findet sich auf dem vorletzten Platz. Und: Im Gegensatz zum Tag fühlen sich viele in der Nacht nicht allzu sicher in ihrer Stadt.

    Besonders kritisch sehen die Menschen aber den Umgang der Stadt mit ihren Finanzen. "Die Stadt geht verantwortungsvoll mit ihren Mitteln um": Diesem Satz stimmen nur 32 Prozent sehr oder eher zu. 58 Prozent sehen es nicht so. Motivierendes gab es dafür für die Verwaltung: Dass Bürgern dort schnell und umkompliziert geholfen wird, meinen immerhin 69 Prozent der Befragten. Das bedeutet zum dritten Mal in Folge Platz 1.

    Eine schöne Bestätigung, wie Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig meint. Und der OB freut sich natürlich auch über die enorme Grundzufriedenheit in der Stadt. Aus seiner Sicht gibt es einige Ergebnisse der Studie, die politisch markant sind. Die Sorge um den verantwortungsvollen Umgang mit den Mitteln kann Hofmann-Göttig gut nachvollziehen, das schlechte Abschneiden überrascht ihn nicht. Schließlich haben die Menschen die großen und zum Teil hoch umstrittenen Investitionen der vergangenen Jahre im Kopf, wie den Zentralplatz, die Rhein-Mosel-Halle und den Schienenhaltepunkt Mitte. An das Ernten der Früchte gehe es aber jetzt erst. Millionenkosten auf der einen Seite - gleichzeitig aber erleben die Menschen, wie überall gespart werden muss. Hofmann-Göttig: "Es gibt einen weiteren öffentlichen Argumentationsbedarf." Die Erkenntnis müsse sich durchsetzen, dass es bereits eine Wende in den vergangenen drei Jahren gegeben habe.

    Auch das schlechte Abschneiden der Koblenzer Straßen und des ÖPNV müsse man sich genau anschauen. Allerdings immer vor dem Hintergrund der Haushaltssituation - und die ist nach wie vor alles andere als rosig.

    Von unserem Redaktionsleiter Ingo Schneider

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