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    Koblenz/RegionBlitzmarathon: Autofahrer in Koblenz bleiben gelassen

    Nach etwa einer Stunde Kontrolle sieht die Bilanz mager aus - und damit höchst erfreulich.

    Auf der L 127, die am Kloster Arenberg vorbei hinab nach Ehrenbreitstein und Koblenz führt, hat allein die Warnung vor dem Blitzmarathon offenbar Wirkung gezeigt: Nur zwei Autofahrer müssen die Beamten hier am Donnerstagnachmittag herauswinken - allerdings wegen marginaler Tempoüberschreitungen. 50 Kilometer pro Stunde sind erlaubt. Einmal 60 und einmal 61 km/h schnell fuhren die Missetäter.

    Für die Polizisten der PI 1, die mit ihrem Messwagen in Arenberg Station bezogen hatten, gestaltet sich der Blitzmarathon damit äußerst ruhig. Und so liegt der Kontrollpunkt bis zum gestrigen Nachmittag auch voll im Trend. "Die Beanstandungsquote ist äußerst gering, es werden kaum Verstöße festgestellt", vermeldet das Koblenzer Polizeipräsidium am Donnerstag kurz nach Mittag in einer ersten Zwischenbilanz.

    Zeit für normale Kontrollen

    Während die Polizisten in Arenberg aus Mangel an Geschwindigkeitsübertretungen den Blitzmarathon unterdessen nutzen, um ganz normale Fahrzeugkontrollen durchzuführen - also nach Führerschein, Fahrzeugschein und etwa einem ordnungsgemäß befüllten Verbandskasten und Warndreieck zu schauen - gibt es in Koblenz und der Region aber auch vereinzelte Kontrollpunkte, an denen in Sachen Tempoverstöße doch mehr zu tun ist.

    In Bendorf-Stromberg beispielsweise ist im morgendlichen Berufsverkehr ein Blitzer in der 30er-Zone in Höhe der Kirche stationiert. "Eigentlich wird hier häufig geblitzt. Und die Stelle war ja auch für heute publiziert worden. Und trotzdem haben wir 18 Autos mit zu hoher Geschwindigkeit gemessen", wundert sich hier in den Morgenstunden Sabine König von der Koblenzer Verkehrsdirektion. Mit 46 Kilometer pro Stunde ist just bis zu diesem Augenblick der schnellste Autofahrer in die Kontrolle gerauscht - dann blitzte es auch noch beim Pressetermin. 54 km/h zeigt das Messgerät an. "Das bedeutet ein Bußgeld von etwa 80 Euro plus Gebühr, also rund 100 Euro insgesamt", rechnet Sabine König vor. Der ertappte Autofahrer nimmt es relativ gefasst. "Das gilt übrigens für alle Verkehrsteilnehmer, die wir anhalten mussten. Alle waren einsichtig. Die meisten wussten auch von dem Blitzmarathon heute, haben aber einfach nicht mehr daran gedacht", gibt Polizeikommissar Markus Klose im Bendorfer Höhenstadtteil zu Protokoll.

    Die gleiche Erfahrung macht ebenfalls in den Morgenstunden Polizeihauptkommissar Francisco Bannes, der mit seinen Kollegen von der PI 1 in der Hohl auf der Koblenzer Karthause Position bezogen hat. 50 Kilometer pro Stunde darf hier eigentlich gefahren werden, bei Regen nur 30 - und es regnet kräftig am Donnerstagmorgen. Die Folge: Insgesamt 30 Autofahrer fahren mit überhöhter Geschwindigkeit in die Radarfalle.

    An die eigene Nase gefasst

    "Richtig sauer war aber eigentlich keiner", erklärt Bannes. Viele hätten sich stattdessen an die eigene Nase gefasst und sich, wenn denn überhaupt, über ihr eigenes Fehlverhalten geärgert. "Und bei denjenigen, die das zuerst nicht gemacht haben, haben wir mit unserer Erklärung etwas nachgeholfen. Die Überzeugungsarbeit hat dann zumeist auch schnell Wirkung gezeigt", meint der Polizist schmunzelnd. Allerdings hat es auf der Karthause auch nur wenige Autofahrer in Sachen Strafe so richtig schmerzlich getroffen. "Der Tagesschnellste war mit 59 Kilometer pro Stunde unterwegs", bilanziert Bannes. Abzüglich der Toleranz macht das noch eine Geschwindigkeitsübertretung von 26 km/h - macht 100 Euro plus drei Punkte in Flensburg.

    Und wie sieht es mit der Wirkung des Blitzmarathons für die Zukunft aus? Bannes Kollegin Jutta Pauli ist zuversichtlich: "Ich glaube schon, dass so ein Tag auch nachhaltig wirkt", ist die Polizeihauptkommissarin überzeugt. hoa

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