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    BoppardBiogasanlage im Industriegebiet Hellerwald in Boppard stinkt Firmen

    Den Mitarbeitern der Firma Ehrhardt und Partner stinkt es gewaltig an ihrem Arbeitsplatz. Sie fühlen sich durch die Gerüche, die die Biogasanlage in unmittelbarer Nachbarschaft seit geraumer Zeit produziert, belästigt.

    Die Mitarbeiter und die Geschäftsführung der Firma Ehrhardt und Partner sowie des Tochterunternehmen EBL sind über die Geruchsbelästigung im Industriegebiet Hellerwald verärgert.
    Die Mitarbeiter und die Geschäftsführung der Firma Ehrhardt und Partner sowie des Tochterunternehmen EBL sind über die Geruchsbelästigung im Industriegebiet Hellerwald verärgert.
    Foto: Suzanne Breitbach

    160 Mitarbeiter der Firma Ehrhardt und Partner stinkt es gewaltig an ihrem Arbeitsplatz im Industriegebiet Hellerwald. Sie fühlen sich durch die Gerüche, die die Biogasanlage in unmittelbarer Nachbarschaft seit geraumer Zeit produziert, belästigt. Der Jauchegeruch ist so intensiv und penetrant, dass Geschäftsführer Marco Ehrhardt einen Rechtsanwalt einschaltete und Kontakt mit dem Gewerbeaufsichtsamt bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord aufgenommen hat.

    Viel Verständnis haben die Firmen Ehrhardt und Partner und das Tochterunternehmen EBL bislang für den Probelauf und die Hochlaufphase der neu gebauten Biogasanlage gezeigt. "Aber diese Phasen sind längst vorbei. Es soll nicht riechen, wurde uns vor dem Bau der Biogasanlage versprochen", erinnert sich Marco Ehrhardt. Auf Anfrage unserer Zeitung teilte die Gewerbeaufsicht Koblenz mit, dass sich zwei weitere Betriebe durch den Betrieb der Biogasanlage im Hellerwald und der damit entstehenden Geruchsbelästigung gestört fühlen.

    Die Inbetriebnahme der Anlage wurde bei der SGD Nord mit Datum vom 29. Oktober 2012 angezeigt. Die Genehmigung für die Biogasanlage und die Aufbereitungsanlage erteilte die Kreisverwaltung in Simmern. Dem Mainzer Wirtschaftsministerium musste der Bau der Biogasanlage angezeigt werden. Überwachungsbehörde ist die SGD Nord. Nach Eingang der Beschwerden hat die SGD Nord Gespräche mit den Beteiligten geführt und Untersuchungen vor Ort aufgenommen. Fazit: "Mögliche Ursachen wurden seitens der SGD Nord festgestellt, die zwischenzeitlich teilweise behoben wurden. Die restlichen Verbesserungen werden in Kürze erwartet", äußerte sich Behördensprecherin Sandra Hansen-Spurzem gegenüber unserer Zeitung.

    Die Beschwerden über die Geruchsbelästigung haben ihre Berechtigung. Denn im Genehmigungsverfahren wurde auf der Grundlage einer gutachterlichen Untersuchung eine Geruchsimmissionsprognose vorgelegt, die eine unzulässige Beeinträchtigung der Anwohner durch Gerüche von der Biogasanlage ausschließt.

    Die Energieversorgung Mittelrhein (EVM) als Betreiber der Anlage muss gewährleisten, dass niemand unter dem Gestank der Biogasanlage leidet. Die EVM räumt ein, dass es Probleme gibt. Eine Ursache für die Geruchsbelästigung liege in der Tatsache begründet, dass die Dächer der Gär-Restelager mit fehlerhaften Folien ausgestattet worden seien, äußerte sich Unternehmenssprecher Christian Schröder. Ein Dach sei bereits ausgetauscht, die beiden anderen folgen. Zudem sei auch die Abgasnachbehandlung der Anlage für die Geruchsemissionen verantwortlich. Der fehlerhafte Betrieb der RTO-Anlage habe dazu geführt, "dass die Gewerbebetriebe im Industriegebiet Hellerwald Unannehmlichkeiten erdulden mussten". Zwischenzeitlich seien die Probleme abgestellt. "Im ersten Jahr der Inbetriebnahme sind solche Störungen nicht völlig vermeidbar", meint EVM-Sprecher Schröder.

    Suzanne Breitbach

    Koblenz
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