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    KoblenzBilanz: Keine Unfallhäufung in Koblenz durch die Buga

    3,5 Millionen Besucher strömten 2011 zur Buga. Und sorgten damit auch für mehr Unfälle im Koblenzer Stadtverkehr? "Nein. Der Veranstaltungsverkehr hat die Unfallzahlen in Koblenz nicht in die Höhe getrieben", stellt Michael Wilbert, Leiter der Polizeiinspektion Koblenz 2, fest.

    Der Fahrradparkplatz am Rheinufer während der Bundesgartenschau: Auch, weil so viele Besucher zu Fuß oder mit dem Drahtesel kamen, blieb das befürchtete Verkehrschaos während der Gartenschau aus. Und es kam auch nicht zu mehr Unfällen. Das Foto stammt von unserer Leserin Ingrid Weber.
    Der Fahrradparkplatz am Rheinufer während der Bundesgartenschau: Auch, weil so viele Besucher zu Fuß oder mit dem Drahtesel kamen, blieb das befürchtete Verkehrschaos während der Gartenschau aus. Und es kam auch nicht zu mehr Unfällen. Das Foto stammt von unserer Leserin Ingrid Weber.
    Foto: Archiv

    Koblenz. 3,5 Millionen Besucher strömten 2011 zur Buga. Und sorgten damit auch für mehr Unfälle im Koblenzer Stadtverkehr? "Nein. Der Veranstaltungsverkehr hat die Unfallzahlen in Koblenz nicht in die Höhe getrieben", stellt Michael Wilbert, Leiter der Polizeiinspektion Koblenz 2, fest.

    Im Rahmen der Erstellung des Verkehrslagebildes, in dem die Polizei das Unfallaufkommen im Stadtgebiet genau analysiert hat, konnte kein ursächlicher Zusammenhang zwischen den von 2010 auf 2010 gestiegenen Unfallzahlen und der Bundesgartenschau festgestellt werden - trotz des durch die Bundesgartenschau erheblich gestiegenen Verkehrsaufkommens.

    Um dies so genau sagen zu können, wurde für die Auswertung der Gesamtunfallzahlen zunächst eine Modalsplit-Analyse für den Buga-Anreiseverkehr durchgeführt. Das bedeutet: In der Verkehrsstatistik wurde zunächst eine Verteilung des Transportaufkommens auf die verschiedenen Verkehrsmittel (Modi) vorgenommen. Durch Befragungen von Buga-Gästen auf dem Ausstellungsgelände und den Besucherparkplätzen konnte ermittelt werden: 37 Prozent der Buga-Gäste sind mit eigenen Pkw angereist und 19,5 Prozent mit dem Reisebus. Etwa 29 Prozent nutzten derweil öffentliche Verkehrsmittel, circa 14 Prozent kamen zu Fuß. Das bedeutet: Rund die Hälfte der Besucher sorgte durch die eigene Pkw- und Reisebusnutzung für zusätzliche Verkehrsströme. "Zu dem ohnehin stetig steigenden Verkehrsaufkommen in der Stadt Koblenz kam während des Buga-Zeitraums also zusätzlicher Individualverkehr hinzu", fasst Michael Wilbert zusammen.

    In einem zweiten Schritt hat die Polizei dann den Veranstaltungszeitraum vom 15. April bis 16. Oktober 2011 etwas genauer unter die Lupe genommen. Und dabei gab es keine großen Überraschungen: Zwar sind die Gesamtunfallzahlen im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2010 von 2737 auf 2796 Unfälle leicht gestiegen. "Dieser Anstieg ist aber nur die Fortsetzung des Trends der Jahre seit 2008 und stellt damit statistisch keine Besonderheit dar."

    Vielmehr zeigt die Statistik gerade im Veranstaltungszeitraum der Buga einen deutlichen Rückgang der schweren Verkehrsunfälle um 22,4 Prozent. 45-mal krachte es von Mitte April bis Mitte Oktober im Jahr 2011, also während der Bundesgartenschau. Im Jahr davor lag die Zahl dagegen bei 58 schweren Verkehrsunfällen.

    Lediglich "lokale Verschiebungen des Unfallgeschehens" lassen sich aus polizeilicher Sicht in Bezug auf die Buga feststellen, wie Wilbert weiter erklärt. So war zum Beispiel eine leichte Häufung von Unfällen auf den Zufahrten zum Bereich des Parkplatzes "Messeplatz" am Wallersheimer Kreisel zu verzeichnen. Dennoch kann laut Michael Wilbert aus verkehrlicher Sicht das Fazit zur Buga lauten: "Obwohl es in den Buga-Monaten viele Besucher und damit auch mehr Verkehr in der Stadt gab, sind die Unfallzahlen zumindest aus diesen Grund nicht nennenswert angestiegen."

    Zudem habe es auch kaum "kritische Schnittmengen" zwischen dem täglichen Pendler- und Berufsverkehr und dem Buga-Veranstaltungsverkehr gegeben. Wilbert resümiert: "Aus polizeilicher Sicht kann das Verkehrsgeschehen zur Buga daher mit Ausnahme weniger und zudem temporär begrenzter Belastungsspitzen, zum Beispiel am Wochenende oder an Feiertagen, als absolut harmonisch und kaum beeinträchtigend bezeichnet werden."

    Von unserer Mitarbeiterin Annette Hoppen

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