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    KoblenzBetriebshof nimmt pünktlich seinen Dienst auf

    Der neue Betriebshof der Stadt wird seinen Dienst wie geplant aufnehmen: Bereits ab Januar 2015 können sich die Koblenzer mit Fragen rund um ihren Müll in der künftigen Anlaufstelle in der Hans-Böckler-Straße 8 einfinden, sich beraten lassen oder Sperrmülltermine vereinbaren.

    Von unserem Redaktionsleiter Ingo Schneider

    2500 Umzugskartons sind gepackt und werden nach und nach in die neuen Räume gebracht - wobei wie bei jedem Umzug vieles auch aussortiert wird. Im Januar wird aber auch noch der Betrieb am alten Standort in der Schlachthofstraße aufrechterhalten. Der Umzug auf das fünf Hektar große Gelände soll im Februar insgesamt abgeschlossen werden. Anfang März wird es dann eine große Eröffnung mit einem Tag der offenen Tür für die Bevölkerung geben. Damit kommt dann die 28,5 Millionen Euro teure und trotzdem nahezu geräuschlose Großbaustelle wie geplant zum Abschluss. Wie überhaupt fast alles planmäßig und geräuschlos über die Bühne ging.

    "Wir bleiben im Budget von 28,5 Millionen Euro", betont Edgar Mannheim, Chef des Servicebetriebs, bei einem Rundgang mit der RZ. Knapp 1,3 Millionen Euro Zuschuss gab es vom Land, 387 000 Euro für den Stützpunkt der freiwilligen Feuerwehren auf dem Areal. So anspruchsvoll das Projekt auch war und ist: Katastrophen blieben auf der Baustelle aus. Bombenfunde aus dem Zweiten Weltkrieg ebenfalls. Man hatte sich, so Mannheim, aber auch im Vorfeld gemeinsam mit dem Kampfmittelräumdienst abgesichert - mit Luftbildauswertungen und der späteren genauen Untersuchung von sieben Verdachtsflächen.

    Insgesamt ist Marie-Theres Hammes-Rosenstein als zuständige Dezernentin mit dem Verlauf des Projekts sehr zufrieden. "Alle Beteiligten haben gute Arbeit geleistet", lobt die Bürgermeisterin. Sie findet es richtig, dass man sich mit der Konzeption und der Umsetzung des Betriebshofs Zeit gelassen hat. "Die gute Vorplanung hat sich auszahlt. Wir haben künftig einen der modernsten Betriebshöfe in Deutschland."

    Eines ist den Verantwortlichen ganz wichtig: Trotz der erheblichen Kosten wird man auf dem Gelände keine vergoldeten Wasserhähne finden - dafür einen funktionalen Zweckbau, im Bürotrakt mit Passivhausstandard und mit Solartechnik auf dem Dach, gefördert von der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Der Betriebshof bietet moderne Werkstätten, rund 150 Stellplätzen drinnen und draußen für den großen Fuhrpark. Und endlich gibt es dort auch anständige sanitäre Anlangen, Umkleide- und Sozialbereiche für die Mitarbeiter des Servicebetriebs - auf dem Gelände des alten Betriebshofs lag und liegt da mittlerweile vieles im Argen. Aber Luxus? Fehlanzeige.

    Was ist da nun entstanden in der Nähe des TÜV? Im neuen Betriebshof werden verschiedene Aufgaben und Einrichtungen zusammengeführt. In erster Linie wird er die neue Heimat des Kommunalen Servicebetriebs. Damit wird dort der klassische Bereich der Entsorgung samt Wertstoffhof untergebracht. Der neue Betriebshof wird damit ab der geplanten Eröffnung am 2. März auch die zentrale Abgabestelle für Sperrmüll und Co. - die Schadstoffsammelstelle bleibt allerdings in der Schlachthofstraße.

    Im Betriebshof wird auch alles rund ums Thema Straße zusammengeführt - von Straßenreinigung und Winterdienst über Beleuchtung, Straßenunterhaltung sowie -beschilderung und Parkraumbewirtschaftung bis hin zur Kanaleinlaufreinigung. Alle diese Aufgaben wurden zum Jahreswechsel 2013 gebündelt, als aus dem Entsorgungsbetrieb der neue Servicebetrieb wurde. Und auch weitere Einrichtungen werden dort Platz finden: So hat der Stützpunkt der freiwilligen Feuerwehren von Metternich, Neuendorf und Kesselheim vor gut einem Jahr den Betrieb aufgenommen. Er wurde jetzt auch an das Wärmenetz des Betriebshofs angeschlossen. Der Eigenbetrieb Grünflächen und Bestattungswesen wird das Gelände nutzen, das Ludwig Museum hat dort ein klimatisiertes Lager. Und: Die mobile Hochwasserschutzwand für Neuendorf ist dort untergebracht.

    Jetzt steht das Projekt kurz vor dem Abschluss. Beschlossen wurde der zentrale Betriebshof im Jahr 2005, die ersten Ideen für einen Umzug der Entsorger gab es bereits 1999. Jetzt, fast 15 Jahre später, freut sich Werkleiter Edgar Mannheim auf den Neuanfang für seinen Servicebetrieb.

    Wertstoffhof wird ab März länger geöffnet sein Betriebshof nimmt pünktlich seinen Dienst auf
    Koblenz
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