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  • Baustelle Europabrücke leidet unter dem Wetter

    Koblenz. Dass es in den vergangenen Tagen gar nicht weiterging an der Vorlandbrücke, das wäre gelogen. Aber seit drei Wochen hat das Wetter die Arbeiten doch entscheidend aufgehalten. Denn die Abdichtung mit Epoxidharz steht an und damit die Versiegelung der Brücke, und diese Arbeiten können nur bei Trockenheit und einigen Plusgraden erfolgen, erklärt Norbert Wagner vom Tiefbauamt.

    Momentan sind die Arbeiter mit der Schalung für die Kappe beschäftigt, auf der später Rad- und Fußweg Platz finden. Das schlechte Wetter hat die Arbeiten verzögert.
    Momentan sind die Arbeiter mit der Schalung für die Kappe beschäftigt, auf der später Rad- und Fußweg Platz finden. Das schlechte Wetter hat die Arbeiten verzögert.
    Foto: Doris Schneider

    Von unserer Redakteurin Doris Schneider

    Jetzt endlich fürs kommende Wochenende sind Bedingungen vorausgesagt, die die Arbeiten zulassen. Ob nun der Zeitplan noch haltbar ist, nach dem die Europabrücke noch im Frühling wieder komplett für den Verkehr freigegeben werden soll, ist allerdings fraglich. "Wird eng", sagt Wagner und zuckt mit den Schultern.

    Am Freitag nun wird die glatte Betonfahrbahn, die vor knapp vier Wochen gegossen wurde, vorbereitet. Wie bereits bei der ersten Hälfte der Brücke werden von einer Art Sandstrahlgerät in irrem Tempo kleine Eisenkügelchen auf den Boden "geschossen". Sie rauen den Boden auf und werden dann von dem Magneten im Gerät wieder "eingefangen". Vermutlich einen Tag später kann die erste Harzschicht aufgetragen werden. Der flüssige Stoff wird auf den Boden gegossen und verteilt. Er dringt in jede Pore ein. Wenn die Schicht trocken ist, was je nach Temperatur schneller oder langsamer geht, folgt die zweite Harzschicht - dann ist die Brücke dicht. Das wird - wenn alles gut geht - am Montag oder Dienstag der Fall sein.

    Parallel dazu laufen schon seit einiger Zeit die vorbereitenden Arbeiten, damit die Kappe gegossen werden kann. Auf der Außenseite der Brücke wird dann später der kombinierte Fuß- und Radweg wieder entstehen, den viele in der Bauzeit schmerzlich vermisst haben.

    Und dann? Dann kommt der Fahrbahnbelag drauf, und auch der Übergang zwischen dem Stück der Fahrbahn vor der Brücke und dem neu gebauten Teilstück muss geschaffen werden. Denn die Brücke muss in der Lage sein, verkehrs- und temperaturbedingte Ausdehnungen und Zusammenziehungen auszugleichen. Das gelingt mit Stahlplatten, die wie Finger ineinandergreifen. Auf dem neuen Stück, auf dem der Verkehr schon rollt, sieht man das gut. Im Gegensatz zu anderen Methoden wie einem Lamellenübergang mit Gummiprofil ist diese Lösung extrem geräuscharm und hat praktisch keine Verschleißteile, so Norbert Wagner. Einmal wird dann noch der Verkehr auf die rechte Fahrbahn umgelegt, da der Belag auf der anderen Seite zurzeit noch provisorisch ist. Und dann steht die komplette Wiedereröffnung an - wann genau, ist wie gesagt noch unklar.

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