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  • Auf Horchheimer Friedhof gewütet: Wildschweine sind wieder auf Zerstörungstour

    Koblenz-Horchheim. Was sonst ein Ort der stillen Andacht und letzten Ruhe ist, wurde nun von Wildschweinen umgepflügt: Auf dem Friedhof in Horchheim sind eindeutige Wühl- und Fußspuren der Tiere zu finden.

    Dieses Bild dürfte bei einigen Bewohnern auf der rechten Rheinseite ungute Erinnerungen wecken: Schon im vergangenen Sommer gruben Wildschweine dort zahlreiche Gärten um, jetzt verwühlten sie mehrere Gräber auf dem Friedhof in Horchheim.
    Dieses Bild dürfte bei einigen Bewohnern auf der rechten Rheinseite ungute Erinnerungen wecken: Schon im vergangenen Sommer gruben Wildschweine dort zahlreiche Gärten um, jetzt verwühlten sie mehrere Gräber auf dem Friedhof in Horchheim.
    Foto: Felix Bartsch

    Von unserem Mitarbeiter Felix Bartsch

    Dabei wurden mehrere Gräber beschädigt, Pflanzen entwurzeln und Grablichter umgeworfen. Für die Hinterbliebenen ist dies eine äußerst unangenehme Situation. Das Wildschweinproblem auf der rechten Rheinseite ist schon länger bekannt, und die Stadt arbeitet weiterhin an einer Lösung.

    „Ich kenne mich damit aus beruflichen Gründen aus. Die Bilder lassen eindeutig auf Wildschweine schließen“, sagt ein 37-Jähriger, der den Vorfall direkt gemeldet hat. Sein Vater wurde auf dem Horchheimer Friedhof bestattet, das Grab blieb glücklicherweise unversehrt. „Es muss was unternommen werden, um die Tiere aus dem Ort rauszukriegen. Die sind ja schon sehr nah am Wohngebiet dran mittlerweile“, so der Trauernde weiter.

    Eine ältere Dame vor Ort hat von den Geschehnissen über Facebook erfahren und direkt selbst nach dem Rechten gesehen. „Es ist alles aufgewühlt, sehr viele Gräber“, sagt die Frau, deren Verwandten auf dem Friedhof beerdigt wurden, entsetzt. Ihr wurde von einer Bekannten berichtet, dass 36 Wildschweine dahinter stecken würden. So richtig glauben möchte sie diese Zahl allerdings nicht, schließlich wäre dann die Zerstörung noch deutlich heftiger ausgefallen, sagt sie.

    Dass Wildschweine in dieser Gegend vorkommen, ist nicht neu. Im vergangenen Sommer war wohl so viel Schwarzwild in den Stadtteilen auf der rechten Rheinseite unterwegs wie nie, monatelang gruben sie Gärten und Spielplätze um und standen in einigen Fällen sogar einem verschreckten Anwohner gegenüber. Die Stadt weiß um das Problem und arbeitet schon länger an einer Lösung.

    „Zurzeit wird die Bejagung in diesem Bereich intensiviert, um einen Jagddruck zu erzeugen, damit die Tiere diesen Bereich verlassen“, sagt Heiko Breitbarth von der Pressestelle der Stadt. Dabei wird darauf geachtet, keine Muttertiere zu erlegen, wohl aber wurden schon im vergangenen Jahr Frischlinge geschossen, um den Bachen das Gefühl zu geben, in dem Wohngebiet nicht mehr sicher zu sein. Im Herbst dann hieß es aus der Unteren Jagdbehörde der Stadt, dass sich die meisten Wildschweine zurückzogen hätten und im Wald verschwunden seien. Doch weg sind offensichtlich nicht alle Tiere, zeigt jetzt der Vorfall in Horchheim.

    Was den Friedhof in dem Stadtteil konkret anbelangt, will die Stadtverwaltung die Situation erst einmal genauer beobachten und beurteilen, sagt Sprecher Heiko Breitbarth. Immerhin haben Wildschweine an genau dieser Stelle zum ersten Mal ihr Unwesen getrieben. „Man wird je nach Entwicklung der Situation das Anbringen von Toren an den beiden Friedhofszugängen prüfen“, so Breitbarth. Zusätzlich zu der verstärkten Bejagung, will man den Wildschweinen auf diese Weise das Eindringen auf das Gelände erschweren.

    Problem auf der rechten Rheinseite: Die Wildschweine sind wieder daWildschweinplage auf der rechten Rheinseite: Tiere aus Wohngebieten vertriebenDer Mensch ist Schuld: Wie Wildschweine zu einer Plage werden Unterwegs im Wohngebiet: Wildschweine sollen Hauskater getötet haben Immer öfter ungebetener Besuch: Wildschweine verwüsten Koblenzer Gärten
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