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  • Analyse Kreis MYK: Dötsch und Weiland in Heimatorten stark

    Kreis MYK. Trotz deutlicher Verluste gegenüber dem Ergebnis von 2011 behält die CDU im Landkreis Mayen-Koblenz die Oberhand - wie unsere Wahlanalyse zeigt.

    Bequem ist sicher anders. Zum Glück hält man sich in der Wahlkabine wie hier in der Bendorfer Medardus-Schule nicht lange auf.
    Bequem ist sicher anders. Zum Glück hält man sich in der Wahlkabine wie hier in der Bendorfer Medardus-Schule nicht lange auf.
    Foto: Sascha Ditscher

    Von unserem Redakteur Volker Schmidt

    Das haben die Christdemokraten in der Region um Koblenz unter anderem ihren erfahrenen Direktkandidaten Josef Dötsch im Wahlkreis 10 (Weißenthurm/Bendorf) und Adolf Weiland im Wahlkreis 12 (Mayen) zu verdanken. Beide holten ihre Wahlkreise mit großem Vorsprung, mussten aber zum Teil erhebliche Verluste hinnehmen.

    Der Überblick: In allen Verbandsgemeinden des Kreises sowie in der verbandsfreien Stadt Mayen lag die CDU bei den Erststimmen vor der SPD. In Andernach und Bendorf hat dagegen die SPD die Nase vorn. In Andernach landeten die Sozialdemokraten sogar deutlich vor der CDU (39,8 zu 33,3 Prozent). Bei den Zweitstimmen sieht es für die SPD noch etwas besser aus. Dort liegt sie in der VG Pellenz sowie in Andernach und Bendorf vorn sowie in Mayen gleichauf mit der CDU. Die AfD etabliert sich in jeder VG und Stadt des Kreises als drittstärkste Kraft und fuhr bei den Zweitstimmen bis auf die VGs Rhein-Mosel, Vallendar und Vordereifel zweistellige Ergebnisse ein.

    VG Rhein-Mosel: Als Rhenser hatte Adolf Weiland in der VG Rhein-Mosel ein Heimspiel und wusste dies auch für sich zu nutzen. Das CDU-Landtagsmitglied konnte 47,5 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. In seiner Heimatstadt wählten ihn sogar 54,5 Prozent. Stärker war er nur in Macken (61,1 Prozent). Obwohl Weiland im Vergleich zu 2011 in fast allen Orten Verluste hinnehmen musste, lag er überall deutlich vor seiner Hauptkonkurrentin Martina Luig-Kaspari (SPD). Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Zweitstimmen. Dort legte die SPD aber in jedem Ort zu – in Lehmen sogar um 10,9 Prozentpunkte. Die Folge: In Brey, Winningen, Niederfell und Spay war sie sogar stärkste Kraft. Einen erheblichen Einbruch erlebten die Grünen, die bei den Erst- und Zweitstimmen zum Teil zweistellige Verluste gegenüber 2011 hinnehmen mussten. In Brey ging es bei den Zweitstimmen sogar um 14,4 Prozentpunkte nach unten. Drittstärkste Kraft wurde bei den Zweitstimmen auch in der VG Rhein-Mosel die AfD, die aber überall unter dem Landesergebnis blieb. Einen Direktkandidaten hatte die Partei im Wahlkreis 12 nicht aufgestellt.

    VG Weißenthurm: Ähnlich wie Adolf Weiland setzte sich auch Josef Dötsch als CDU-Direktkandidat in seiner Heimat mit 43,8 Prozent klar durch. Seine SPD-Konkurrentin Karin-Küsel-Ferber kam nur auf 30 Prozent. In seinem Heimatort Mülheim-Kärlich errang Dötsch mit 50,3 Prozent das beste Ergebnis. Am schlechtesten schnitt er in Weißenthurm (35,3 Prozent) ab, wo AfD-Direktkandidat Thomas Damson mit 19,2 Prozent der Erststimmen kräftig abräumte. VG-weit verlor Dötsch gegenüber 2011 4,4 Prozentpunkte, was ungefähr dem Verlust der CDU bei den Zweitstimmen (-4,1 Prozentpunkte) entspricht. Erhebliche Verluste mussten auch in der VG Weißenthurm die Grünen hinnehmen – in Bassenheim waren sie sogar um 12,7 Prozentpunkte schlechter als 2011. Die AfD lag bei den Zweitstimmen nur in zwei Orten der VG über dem Landesergebnis: in Weißenthurm (18,8 Prozent) und Bassenheim (13,1 Prozent).

    VG Vallendar: In Vallendar setzte sich Josef Dötsch (40,1 Prozent) als CDU-Direktkandidat im Wahlkreis 10 zwar ebenfalls deutlich durch. Der Abstand zu der aus Urbar stammenden Karin-Küsel-Ferber (33,4 Prozent) war hier aber geringer als in der VG Weißenthurm. Letztere erhielt in ihrer Heimatgemeinde, wo sie seit 2014 Bürgermeisterin ist, mit 46,3 Prozent auch die meisten Stimmen. Die ebenfalls aus Urbar stammende Grünen-Direktkandidatin Katharina Raue musste just in ihrem Heimatort die größten Verluste hinnehmen. Mit einem Minus von 16,3 Prozentpunkten gegenüber 2011 landete sie bei gerade einmal 5,7 Prozent. Bei den Zweitstimmen blieben die Grünen VG-weit sogar unter 5 Prozent. Die CDU lag hierbei mit 39,6 Prozent vor der SPD (34,1 Prozent). Die AfD blieb mit 7,7 Prozent deutlich unter dem Landesschnitt.

    Stadt Bendorf: Einen schweren Stand hatte Josef Dötsch in Bendorf. Dort blieb er mit 34,1 Prozent der Erststimmen sogar hinter Küsel-Ferber (35,7 Prozent) zurück. Bei den Zweitstimmen war der Rückstand der CDU noch größer (31 zu 36,7 Prozent). Die Grünen brachen auch hier sowohl bei den Erst- als auch den Zweitstimmen ein. AfD-Direktkandidat Thomas Damson, der in Bendorf Lehrer ist, holte mit 13,5 Prozent ein gutes Ergebnis, kam im Stadtteil Mülhofen sogar auf 17,5 Prozent.

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