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    KoblenzAktionswoche "Ein Leben retten" in Koblenz: Ärzte informieren über Druckmassage bei Herzstillstand

    Im Rahmen der Aktionswoche "Ein Leben retten" informierten Notärzte im Kemperhof ebenso wie im Evangelischen Stift in Koblenz und im Paulinenstift in Nastätten darüber, was zu tun ist, wenn man einen Menschen leblos vorfindet.

    Notarzt Rainer Oster (rechts) erklärt Ralf Nink, einem der Besucher der Informationsveranstaltung im Kemperhof, wie man eine richtige Herzdruckmassage setzt.
    Notarzt Rainer Oster (rechts) erklärt Ralf Nink, einem der Besucher der Informationsveranstaltung im Kemperhof, wie man eine richtige Herzdruckmassage setzt.
    Foto: Peter Karges

    Von unserem Mitarbeiter Peter Karges

    Fast jeden Tag kämpfen die Notärzte in Koblenz um das Leben eines Menschen, der einen Herzstillstand erlitten hat. Oft stünden ihre Chancen wesentlich besser, wenn bis zu ihrem Eintreffen Passanten, Freunde oder Angehörige Wiederbelebungsmaßnahmen unternommen hätten. Im Rahmen der Aktionswoche "Ein Leben retten" informierten Notärzte im Kemperhof ebenso wie im Evangelischen Stift in Koblenz und im Paulinenstift in Nastätten darüber, was zu tun ist, wenn man einen Menschen leblos vorfindet.

    Nach einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin werden in Deutschland nur in 15 Prozent der Fälle von Laien Wiederbelebungsmaßnamen durchgeführt, bevor der Rettungsdienst kommt. Eine fatale Quote, denn oftmals hätten schwere Schädigungen oder sogar der Tod des Patienten vermieden werden könne, wenn sofort gehandelt worden wäre. Richtiges Handeln bedeutet, wie Notarzt Rainer Oster verdeutlichte, zuerst zu prüfen, ob der Patient noch atmet. "Wird keine Reaktion, keine Atmung festgestellt, ist sofort der Notruf 112 abzusetzen und dabei der genaue Standort durchzugeben", betont Oster. Anschließend beginnt der Laie mit der Reanimierung. "Sie drücken im Takt 100-mal pro Minute ungefähr fünf Zentimeter tief den Brustkorb des Patienten ein", erläutert der Notfallmediziner und Anästhesist. Bei einem erwachsenen Patienten sollte man dabei mit beiden Händen und ausgestreckten Armen drücken, um überhaupt die nötige Kraft aufzubringen. "Sie können dem Patienten in diesem Moment nicht wehtun, denn er ist schon tot. Falsch machen können Sie in diesem Moment nur etwas, wenn Sie nicht kräftig drücken", so Oster. Neben dem Drücken kann auch eine Mund-zu-Mund-Beatmung gespendet werden. Dabei gilt der Intervall: 30-mal drücken, zweimal Atemspende. Die Nase des Wiederzubelebenden muss dabei zugehalten werden, wenn man ihn über den Mund beatmen möchte. Sinn der Druckmassage ist, dass das Herz des Patienten in Gang kommt und der Blutkreislauf wieder zirkuliert, damit das Gehirn wieder versorgt wird. "Hirnschäden nach einem Herzstillstand beginnen bereits nach drei bis vier Minuten", erläuterte Hermann Reitze, Chefarzt am Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein.

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