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  • Überraschungs-Special bei "Wer wird Millionär?": Oberfeller scheitert nur an Millionenfrage

    Oberfell/Köln. In Oberfell ist Thomas Schweisthal bekannt wie ein bunter Hund. Mit seiner Familie betreibt er eine stets gut besuchte Straußwirtschaft am Moselufer. Am Freitagabend hat er sich auch bei einem größeren deutschen Fernsehpublikum einen Namen gemacht. Denn Schweisthal räumte bei der RTL-Quizshow "Wer wird Millionär" mit Günther Jauch kräftig ab und gewann eine halbe Million Euro.

    Zwei, die sich gut verstanden: Moderator Günther Jauch und der Oberfeller Thomas Schweisthal, der 500 000 Euro gewann. RTL/Stefan Gregorowius
    Zwei, die sich gut verstanden: Moderator Günther Jauch und der Oberfeller Thomas Schweisthal, der 500 000 Euro gewann. RTL/Stefan Gregorowius
    Foto: RTL/Stefan Gregorowius

    Zu verdanken hat Schweisthal den Auftritt seiner Frau Birgit und seinem Sohn Matthias. Die hatten ihn nämlich für das "Überraschungs-Special" angemeldet - mit einem selbst gedrehten Video. Darin bezeichnete ihn sein Sohn als "größten Klugscheißer der Welt". Zum Beweis hatte er seinen Vater heimlich mit dem Handy gefilmt, als dieser sich vor dem Fernseher mächtig über falsche Antworten bei "Wer wird Millionär" aufregte. Das überzeugte RTL. Bei einem Dreh mit versteckter Kamera in der Koblenzer Kneipe "Spökes" wurde auch Schweisthal über seinen bevorstehenden Auftritt informiert.

    Der Oberfeller landete auf dem Stuhl gegenüber von Jauch - und bewies, dass er wirklich viel weiß. Oder wie Jauch konstatierte: "Das ist ein echter Klugscheißer. Die Betonung liegt auf klug." Souverän beantwortete Schweisthal eine Frage nach der anderen. Von Aufregung keine Spur. Oder doch? "Ich war wirklich nicht nervös", sagte er am Sonntag im Gespräch mit der RZ. "Ich habe das Geld einfach ausgeblendet", sagte er. "Ich habe immer nur auf meinen Monitor geschaut, war wie im Tunnel."

    Zwischendurch sorgte er aber im moselfränkischen Dialekt immer wieder für Lacher. Ob er sich denn auch für unangenehm halte, fragte ihn Jauch in Anlehnung an den Klugscheißervorwurf seines Sohnes. "Ich empfinde mich als angenehmen Zeitgenossen", antworte Schweisthal trocken. Das gefiel auch Jauch, der zwischenzeitlich zwar mal Witze darüber machte, dass sein Kandidat zu wenig reden würde, seine Sympathie für ihn aber offen zeigte. Bei einer Frage ("Was dient der erfrischenden Körperpflege?") half der Quizmaster kräftig nach, gab ihm mit einem Wortspiel quasi die Antwort (Body Mist) vor.

    Bei der Millionenfrage bewahrte er Schweisthal davor, auf 50 Euro abzurutschen. "Da hat er mir wirklich den Arsch gerettet", so der Oberfeller. "Welches europäische Land hat den niedrigsten höchsten Berg?", wollte Jauch wissen. Schweisthal schwankte zwischen Dänemark und dem Vatikanstaat, wollte Dänemark einloggen, wurde aber von Jauch aufgehalten. "Sie wissen schon, dass Sie nach Ihrer Antwort auch zum Loser-Special eingeladen werden können." Obwohl 500 000 Euro natürlich ein guter Trost sind, ärgerte sich Schweisthal später etwas über sich selbst, weil er noch vor Kurzem in Rom war. "Ich hatte die Information. Zu diesem Zeitpunkt war sie aber nicht abrufbar."

    Darüber, dass er bei "Wer wird Millionär?" auftreten würde, wussten nur wenige Bescheid. RTL verpflichtet die Kandidaten vor der Ausstrahlung zur Geheimhaltung. Die Sendung habe er zusammen mit seiner Clique gesehen. Wie viel er gewinnen würde, wussten aber nur die Familienmitglieder, die mit im Studio waren. "Am Freitagabend haben wir das Telefon abgestellt", sagte er. "Am Samstag hat es aber nicht still gestanden." Was er mit dem vielen Geld machen will, weiß er noch nicht. Die Reise über die Panamericana von Alaska nach Feuerland, über die er auch mit Jauch gesprochen hatte, muss aber noch warten. "So eine Reise braucht ja jahrelange Vorbereitung." Und dauert zudem rund ein Jahr. So wird Thomas Schweisthal die Gäste in seiner Straußwirtschaft wohl auch in diesem Jahr in bewährter Form bedienen. Und die Geschichte über seinen Auftritt wird er dabei sicherlich auch noch das ein oder andere Mal zum besten geben müssen. Volker Schmidt

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