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  • Koblenz: DEG beteiligt Mitarbeiter am Wachstum

    Koblenz. Wer seine Mitarbeiter fördert und ihnen Langzeitperspektiven gibt, wird am Ende den größten Erfolg haben. Das sieht man zumindest bei der DEG "Alles fürs Dach" so. Derzeit investiert das Koblenzer Unternehmen kräftig, um sein weitverzweigten Niederlassungsnetz zu modernisieren.

    Der Blick richtet sich nicht mehr nur auf die Dachbedeckung, sondern angesichts energetischer Zwänge aufs ganze Dach. Und deshalb beliefert die DEG das gesamte Dachhandwerk - also auch Zimmerer. Der Handel mit Holz hat inzwischen einen Anteil von 40 Millionen Euro pro Jahr erreicht.
    Der Blick richtet sich nicht mehr nur auf die Dachbedeckung, sondern angesichts energetischer Zwänge aufs ganze Dach. Und deshalb beliefert die DEG das gesamte Dachhandwerk - also auch Zimmerer. Der Handel mit Holz hat inzwischen einen Anteil von 40 Millionen Euro pro Jahr erreicht.
    Foto: -

    Von unserem Mitarbeiter Reinhard Kallenbach

    Nach eigenen Angaben hat sich die eingetragene Genossenschaft zum Marktführer im Großhandel für das Dachdeckerhandwerk entwickelt - und das europaweit. Derzeit investiert das Koblenzer Unternehmen kräftig, um sein weitverzweigten Niederlassungsnetz zu modernisieren. Im Zuge der Maßnahmen werden ganze Standorte neu errichtet.

    Die größte Investition der Genossenschaft ist auf den ersten Blick nicht zu sehen: die Investition in die Mitarbeiter. Denn bei der DEG sind durchlässige Laufbahnen Geschäftsprinzip. Keiner weiß das besser als Volkmar Sangl, der seit 2003 dem Vorstand angehört und heute gemeinsam mit Arno Maus und Kai-Uwe Heuer als geschäftsführender Vorstand verantwortlich zeichnet. Er selbst hat als Auszubildender im Traditionsbetrieb angefangen und sich hochgearbeitet. "Auch heute noch kommt der Führungsnachwuchs ausschließlich aus den eigenen Reihen. Damit sind wir immer bestens gefahren", betont Volkmar Sangl und verweist auf die unterschiedlichsten Qualifizierungsmodelle des Großhändlers. Und die wissen offenbar auch die Mitarbeiter zu schätzen. Dafür spricht die Tatsache, dass das Nachrichtenmagazin "Focus" die DEG gemeinsam mit der Essener Apothekergenossenschaft Noweda in der Kategorie "mittelgroße Unternehmen" zum besten Arbeitgeber Deutschlands kürte. Der Auszeichnung lag eine Untersuchung zugrunde, die auf Mitarbeiterbefragungen beruht.

    Foto: ka

    Die Genossenschaft, die allein 2012 einen Umsatz von rund 480 Millionen Euro erwirtschaftete, meldet eine Fluktuation von weniger als 1 Prozent. Ein Traumwert. Und sie bildet aus: Berufskraftfahrer, Lagerfachkräfte, Bürokaufleute sowie Groß- und Außenhandelskaufleute. Für die Auszubildenden gibt es eine reizvolle Alternative zum Studium: Die Ausbildung nach dem Mittelrhein-Modell.

    Klassische Lehre im Betrieb und Studium an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) Koblenz. Die DEG bietet dieses Modell bereits seit 1989 an - also seit einer Zeit, in der noch niemand vom dualen Studium sprach. Da das VWA-Diplom inzwischen durch einen Bachelorabschluss ausgebaut werden kann, ist das Mittelrhein-Modell aktueller denn je, zumal sich für Absolventen schon allein wegen der Größe des Betriebs reizvolle Perspektiven ergeben. Aber auch für die gewerblichen Mitarbeiter - sie bilden die Hälfte des Personalstamms - hat sich die DEG etwas einfallen lassen: ein neues Beteiligungsmodell, eine Genossenschaft in der Genossenschaft. Diese hat zwar aus Rücksicht auf andere Mitglieder und Kunden nur eine Stimme in den Gremien, ermöglicht aber Mitarbeitern, kräftig von den Dividenden zu profitieren. Und die liegen mit 5 bis 6 Prozent über dem, was Kleinsparer in der Regel erzielen können. In der Praxis sieht das so aus: Die Mitglieder der "internen" Genossenschaft kaufen sich mit mindestens 500 Euro ein und können dann beliebig aufstocken - etwa durch Umwandlung von Überstunden oder Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld.

    Bis das Rentenalter erreicht wird, kommt über das Beteiligungsmodell eine beträchtliche Summe zusammen, sodass jeder zwar bis 67 arbeiten kann, aber nicht muss. Motiv, dieses Modell einzuführen, war die Erfahrung, dass Berufskraftfahrer und Lagerfachkräfte nicht so lange arbeiten können, wie es dem Gesetzgeber vorschwebt. Durch das Ansparen können Härtefälle im Alter vermieden werden. "Die Fahrer klettern 50- bis 60-mal täglich auf ihren Bock. Das schafft kaum einer, bis er 65 Jahre alt ist. Und vom Ruhestand sollen alle noch etwas haben, betont Volker Sangl und ergänzt: "Wir behüten unsere Mitarbeiter wie eine Familie - von der Lehre bis zur Rente."

    Netzwerk für das Dachdeckerhandwerk

    Die Genossenschaft DEG "Alles für das Dach" wurde 1947 gegründet und hat sich nach eigenen Angaben zu Europas führendem Großhändler in der Bedachungsbranche entwickelt. Insgesamt betreibt das Unternehmen 55 Niederlassungen in Deutschland, Luxemburg und in der Tschechischen Republik. Die Lagerflächen haben eine Gesamtgröße von 300 000 Quadratmetern. Insgesamt beschäftigt die Genossenschaft mehr als 1000 Mitarbeiter. Die DEG ist Mitglied der Zedach-Gruppe, einer Wirtschaftsorganisation des Dachdeckerhandwerks, der insgesamt sechs Genossenschaften mit 130 Verkaufsstellen in Deutschland und den angrenzenden Nachbarländern. Insgesamt 2000 Beschäftigte erwirtschaften jährlich einen Umsatz von rund 1 Milliarde Euro.

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