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  • Es bleibt dabei: Kevag lässt Buskunden nur noch vorn einsteigen

    Koblenz. Aus Sicht der Kevag hat sich in der Versuchsphase gezeigt: Wenn in Bussen nur noch vorn eingestiegen werden darf (was abends sowieso der Fall war), fahren deutlich weniger Menschen schwarz. Da gleichzeitig anfängliche Probleme wie zum Beispiel größere Verspätungen beigelegt werden konnten, bleibt die Regel bestehen, sagt Hansjörg Kunz, Geschäftsführer der Kevag Verkehrs-Service GmbH, auf Anfrage.

    „Bei Kontrollen konnten wir feststellen, dass die Schwarzfahrerquote im Mittel über alle Linien von fast 5 auf aktuell 2,5 Prozent gesunken ist“, berichtet Kunz. Die Schwarzfahrer waren auch ein Hauptgrund für die Einführung der Neuregelung, die andere Busunternehmen in Koblenz und der Region schon längst umgesetzt haben, beschreibt Sven Przetak, stellvertretender Sprecher des Fahrgastbeirats, der die Regel nicht nur begrüßt, sondern sogar gefordert hat: „Warum sollen die Ehrlichen immer die Dummen sein? Es gab viele Fahrgäste, die der Meinung sind, wenn sie bezahlen, sollen es alle anderen auch.“ Und die einfachste Lösung dafür sei eben, dass der Fahrer selbst kontrolliert.

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    Ein weiteres Argument für den alleinigen Einstieg vorn sei die größere Sicherheit. „So kann der Fahrer gut im Blick behalten, wie die Situation ist“, sagt der Vertreter des Fahrgastbeirats. Anfängliche Probleme mit größeren Verspätungen haben sich weitgehend gelegt, so die Kevag. „Das spielt sich ein“, ist auch Sven Przetak überzeugt: „Leute mit Zeitkarten können vorn links vorbeigehen, während der Fahrer rechts Tickets ausstellt.“ Zwar gebe es immer wieder mal Verspätungen, aber erstens lägen die im Rahmen von ein, zwei Minuten, sagt Przetak. Und zweitens seien die meisten Verspätungen nicht auf das Einsteigen vorn, sondern auf die Verkehrssituation und Baustellen zurückzuführen, so Hansjörg Kunz von der Kevag.

    Und nicht nur die Verantwortlichen begrüßen die Regelung überwiegend, auch viele Busgäste finden sie gut, wie eine kleine Stichprobe an der Bushaltestelle zeigt: „Ich finde es gut, dass man nur noch vorn einsteigen kann. Dadurch gibt es weniger Schwarzfahrer“, sagt zum Beispiel Agnes Gaida. Eine ältere Dame sieht das genauso: „Schön wäre es wirklich, wenn die Fahrgäste ihr Geld oder die Fahrkarten schon raussuchen würden, bevor sie in den Bus steigen“, fügt sie hinzu.

    Aber es gibt auch andere Stimmen: „Der Bus kommt oft zu spät. Vor allem morgens. Dadurch kommen wir manchmal zu spät zur Schule, und dafür zeigen die Lehrer kein Verständnis“, sagen zwei Schülerinnen. Und ein anderer Fahrgast kritisiert sogar, dass es nun keine Möglichkeit mehr gibt, ohne Ticket einzusteigen: „Man kann nicht mehr schwarzfahren. Das finde ich nicht gut. Ich habe keine Monatskarte, weil ich nicht so oft Bus fahre. Aber wenn ich mal ins Rauental muss, das sind gerade drei Stationen, dann finde ich den Fahrpreis von 2,40 Euro einfach zu hoch. An sich finde ich es zwar richtig, dass man für die Fahrt bezahlen soll. aber es ist einfach zu teuer.“

    Von Denise Remmele und Doris Schneider

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