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  • Bei Amazon in Koblenz arbeiten schon bald 3000 Leute

    Koblenz/Kreis MYK. Die ersten 200 Mitarbeiter haben im neuen Amazon-Logistikzentrum bereits ihre Arbeit aufgenommen, und Woche für Woche unterschreiben bis zu 300 weitere Lagerarbeiter ihre Verträge. Das Ziel steht: Zum Weihnachtsgeschäft, bei dem die Maschinerie des Internet-Versandriesen auf Hochtouren läuft, sollen bis zu 3000 Menschen am Koblenzer Kreuz arbeiten. Doch nur ein Bruchteil von ihnen wird zu diesem Zeitpunkt einen unbefristeten Arbeitsvertrag in der Tasche haben.

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    So groß wie 17 Fußballfelder: In der Nähe des Koblenzer Autobahnkreuzes hat das Internetkaufhaus Amazon ein gigantisches Logistikzentrum hochgezogen - für den Größenvergleich sind die gelben Lkw-Anhänger am unteren Bildrand hilfreich. Bis zu 3000 Menschen werden dort arbeiten.
    So groß wie 17 Fußballfelder: In der Nähe des Koblenzer Autobahnkreuzes hat das Internetkaufhaus Amazon ein gigantisches Logistikzentrum hochgezogen - für den Größenvergleich sind die gelben Lkw-Anhänger am unteren Bildrand hilfreich. Bis zu 3000 Menschen werden dort arbeiten.
    Foto: Andreas Jöckel

    "Bis jetzt wurden 233 Mitarbeiter unbefristet eingestellt, 913 Mitarbeiter im Versandbereich haben einen Vertrag, der bis zum 31. Dezember befristet ist", sagt Dominik Mono, Arbeitsvermittler im Amazon-Projektteam der Koblenzer Arbeitsagentur. Danach will Amazon entscheiden, wen das Unternehmen langfristig an sich bindet - und wer nach dem Saisongeschäft gehen muss. Ob die Mitarbeiter, die ab dem nächsten Jahr zum festen Stamm gehören sollen, dann unbefristete Verträge erhalten oder zum Beispiel Jahresverträge, konnte sowohl bei der Arbeitsagentur als auch bei Amazon niemand mit Sicherheit sagen. "In der Regel" würden Mitarbeiter unbefristet eingestellt, so eine Sprecherin. Von Anfang an wurde als Ziel genannt, in den ersten drei Jahren insgesamt 1000 feste Mitarbeiter einzustellen plus 2000 Saisonkräfte in der Vorweihnachtszeit.

    Die Gewerkschaften sind auf der Hut und wollen die Arbeitsbedingungen bei Amazon genau unter die Lupe nehmen: fehlende Tarifverträge, fehlende Betriebsräte, fehlende Zuschläge - um nur einige der Kritikpunkte zu nennen. Doch Amazon hält dagegen, betont, entsprechende Befürchtungen seien unbegründet. Und auch die Koblenzer Arbeitsagentur, die seit Monaten intensiv an der Vermittlung der Amazon-Beschäftigten arbeitet, ist davon überzeugt, dass die Arbeitsbedingungen beim Versandriesen fair sind.

    Die Frage, die die Koblenzer DGB-Chefin Gabi Weber aufwirft - ob die Löhne so gering sind, dass sie vom Amt aufgestockt werden müssen -, kann man nicht pauschal beantworten, sagt Dominik Mono. Im Einzelfall könne dies sein, etwa wenn ein Mitarbeiter viele Kinder hat. "Aber die meisten können sich aus der Hilfsbedürftigkeit lösen", sagt er mit Blick auf die vielen Geringqualifizierten und Arbeitslosen, die bei Amazon einen Job finden. Anders als andernorts zahlt die Arbeitsagentur in den ersten Wochen auch nicht weiter Hartz IV an die Mitarbeiter, betont Mono. Auch unbezahltes Probearbeiten gebe es nicht.

    Tausende haben sich in den vergangenen Monaten bei der Arbeitsagentur über eine Tätigkeit bei Amazon informiert. Zeitweise gab es an vier Tagen in der Woche jeweils fünf Infoveranstaltungen für je 80 Leute. Im nächsten Schritt kamen die Interessierten in ein Testcenter, von denen an fünf Tagen in der Woche je sechs bis sieben Veranstaltungen für je 20 Teilnehmer angeboten wurden. 2700 Menschen wurden so auf ihre Eignung getestet, 1800 wurden als geeignet eingestuft. Sie werden jetzt zu "Orientation Days" (Orientierungstagen) eingeladen, an denen auch die Verträge unterzeichnet werden, sagt Mono. Geplant ist, dass wöchentlich bis zu 300 neue Mitarbeiter eingestellt werden.

    "Unklar ist nur, wer noch abspringt", sagt der Arbeitsvermittler. Deshalb gilt: Interessenten können sich weiter bei der Arbeitsagentur bewerben. Möglichst bis Ende November soll das Einstellungsverfahren dann abgeschlossen sein.

    Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

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