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Herzspezialist aus Frankfurt in Kirn gut angekommen

Kirn. Der Nachfolger von Dr. Nalenz freut sich über starke Resonanz und großes Einzugsgebiet - Naim Abujarour betreibt mit Dr. Berno Wischmann Herz- und Gefäßzentrum

Naim Abujarour ist Herzspezialist, nimmt selbst auch weiterhin Kathederuntersuchungen vor. In Kirn sei er freundlich aufgenommen worden, freut er sich.
Naim Abujarour ist Herzspezialist, nimmt selbst auch weiterhin Kathederuntersuchungen vor. In Kirn sei er freundlich aufgenommen worden, freut er sich.
Foto: Armin Seibert

Zum Jahresbeginn hat der Internist und Kardiologe Naim Abujarour im Herz- und Gefäßzentrum Kirn in der Sulzbacher Straße seine Arbeit aufgenommen. Er betreibt zusammen mit Internist und Diabetologe Dr. Berno Wischmann die Gemeinschaftspraxis, aus der Dr. Michael Nalenz aus Altersgründen ausgeschieden war (wir berichteten). Ja, er sei angekommen in Kirn, freut sich Abujarour, der als Oberarzt für Kardiologie und Angiologie im St. Katharinen-Krankenhaus Frankfurt unter Leitung von Professor Siefert tätig war. Einige Jahre hat der Facharzt für innere Medizin und Notfallmedizin auch in Simmern gewohnt. „Ich kenne die Gegend und wollte in diese Richtung zurück“, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Als er von der frei werdenden Arztstelle in Kirn hörte, griff er zu. Aber das nicht, ohne es einmal mit der Anfahrt auf der Straße ausprobiert zu haben. Er fährt jetzt täglich auf der B 41 von Gau-Algesheim nach Kirn. Er wohnt nämlich mit seiner Frau in Rheinhessen - wie muss in die anderen Richtung auf die Arbeit. Da trifft man sich in der Mitte. Das Pendeln nach Kirn sieht der 43-Jährige nicht als großes Problem. Frankfurt sei wesentlich schlimmer gewesen. Aber dort ist er nach wie vor ab und zu tätig, denn Herzkatheder-Untersuchungen möchte er auch weiterhin selbst durchführen. Künftig möchte er das aber auch am Idar-Obersteiner Klinikum für seine Patienten anbieten.

Naim Abujarour ist acht Wochen nach dem Start in Kirn überrascht. Nein, er habe nicht mit diesem Patientenzustrom gerechnet, gibt er zu. Bis nach Nussbach, Rammelsbach, Argenthal oder Idar-Oberstein reicht das Einzugsgebiet der Praxis. Patienten berichten, dass sie in Idar-Oberstein oder Bad Kreuznach gar keine Termine bekommen, oder teils über ein Dreiviertel Jahr vertröstet werden. „Da könnte ich schon tot sein“, sagte uns eine Patientin.

Die Kirner Praxis wird vor allem auch von jüngeren Patienten besucht. Naim Abujarour hat in Kirn kräftig investiert, viele neue Geräte angeschafft, die alle Herz- und Gefäßuntersuchungen ermöglichen. Etwa bei der Spiroergometrie, wo neben Herzfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffaufnahme oder Kohlendioxydproduktion 45 weitere Parameter ermittelt und aufgezeichnet werden können. Oft seien es keine dramatischen Dinge, aber wer Herzrhythmusstörungen habe, der sei doch mitunter arg beunruhigt, weiß der Experte. Manche kämen auch einfach nur in die Praxis, um sich eine zweite Meinung einzuholen, wenn sich größere Eingriffe abzeichnen. In der Praxis kann das gut geklärt werden, sagt Abujarour Ulltraschalluntersuchungen, Stressechokardiografie und Untersuchung aller Gefäße gehören zum Angebot.

In Frankfurt hatte es Naim Abujarour mit Patienten aus ganz Deutschland und Europa zu tun. „In Kirn gehen die Uhren ein bisschen anders“, sagt er und ist optimistisch, dass er sich noch besser einleben wird. Derzeit macht ihm und dem Praxisteam die Umstellung von Papier auf EDV noch ein bisschen Zusatzstress. „Ich wollte kein Papier mehr sehen in der Praxis“, scherzt der Herzspezialist. Aber so eine Umstellung sei schon ein großer Schritt.

Als wir für eine Pressetermin am Freitagvormittag in die Praxis kamen, war das Wartezimmer voll. Das Telefon läutete unentwegt. Hochbetrieb. Dr. Berno Wischmann ist vor allem für die hausärztliche Versorgung zuständig, macht auch weiterhin Hausbesuche, betreut die Zuckerpatienten.

In Frankfurt hatte Abujourar überwiegend in einem engen hoch spezialisierten Bereich gearbeitet. Jetzt bietet er alles an, er ist auch ausgebildeter Notarzt. Aber die speziellen handwerklichen Fähigkeiten, die man benötigt, um Herzkatheder zu setzen, will er sich auf jeden Fall erhalten und macht das daher bei seinen Patienten weiterhin selbst.

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Kolumnen von

Gerhard Engbarth

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