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    LiebshausenMithilfe eines Hunsrücker Imkers: Autobahnpolizei verhaftet Bienenschwarm

    Ungewöhnlicher Einsatz für die Autobahnpolizei Enmmelshausen auf der A61: Eine Streife bemerkte auf dem Parkplatz Struth bei Liebshausen ein herrenloses Bienenvolk, das sich an einem Begrenzungsstein versammelt hatte. Mithilfe eines Imkers aus Ravengiersburg gelang es den Beamten schließlich die Insekten fachgerecht zu "verhaften".

    Imker Peter Grebert aus Ravengiersburg bändigte den Bienenschwarm, der sich am Autobahnparkplatz Struth versammelt hatte.
    Imker Peter Grebert aus Ravengiersburg bändigte den Bienenschwarm, der sich am Autobahnparkplatz Struth versammelt hatte.

    Als die Streifenbeamten am Montagabend gegen 16.50 Uhr den Bienenschwarm bemerkten und sahen, dass immer neue Bienen hinzukamen, informierten sie zunächst die Emmelshausener Wache. Die dortigen Polizisten nutzten den Internetsuchdienst Google, um Bienenkundige aus der Region zu finden.

    Dort stießen sie auf die Internetseite www.schwarmboerse.de, ein Angebot des gemeinnützigen Vereins Mellifera, dessen Mitglieder sich der artgerechten Bienenhaltung verschrieben haben. In kürzester Zeit fanden die Beamten dort gleich die Adressen von fünf Imkern, die im Umkreis von 15 Kilometern rund um Liebshausen als Ansprechpartner in Sachen Bienen verfügbar sind.

    Beim dritten Anruf hatten die Polizisten den Imker Peter Grebert aus Ravengiersburg in der Leitung, der sofort losfuhr und 20 Minuten später am Autobahnparkplatz Struth ankam. Er beruhigte die Bienen und sicherte den Schwarm in einem mitgebrachten Fangkasten.

    Für den Ravengiersburger Imker, der zwei Bienenschwärme hält, war es der erste Einsatz als Schwarmfänger: "Das ist jetzt die Schwarmzeit, in der die eine Hälfte eines Bienenvolks mit ihrer alten Königin davonfliegt und sich ein neues Zuhause sucht." Grebert vermutet, dass die Bienen aus dem Wald an den Autobahnparkplatz gelangten, vielleicht weil ein Imker der Region dort einen Schwarm hält, um Waldhonig herzustellen.

    Die Bienen haben übrigens inzwischen ein neues Zuhause gefunden - ebenfalls über die Schwarmbörse im Internet vermittelt. Da Grebert selbst keinen Platz mehr für ein weiteres Bienenvolk hat, bot er den Autobahnfund online an. Ein Imker aus dem Saarland erklärte sich bereit, das Volk zu übernehmen, und holte den Schwarm bereits am Dienstagnachmittag ab. mko

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