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    HunsrückMinisterin Höfken hält Windpark für sinnvoll

    Umweltministerin Ulrike Höfken unterstützt den Bau von acht Windkraftanlagen bei Ellern und am Hochsteinchen und bekräftigt, dass Natur- und Landschaftsschutzbelange umfassend geprüft und berücksichtigt worden seien. Auch ein Konflikt mit dem möglichen Nationalpark Soonwald, wie von Naturschutzvertretern befürchtet, bestehe nicht, da sich die Standorte außerhalb der potenziellen Nationalparkfläche befänden, erklärte Ministerin Höfken.

    Umweltministerin Ulrike Höfken betont, es bestehe kein Konflikt zwischen dem Windpark im Soonwald und einem Nationalpark.
    Umweltministerin Ulrike Höfken betont, es bestehe kein Konflikt zwischen dem Windpark im Soonwald und einem Nationalpark.
    Foto: Werner Dupuis

    „Solange das Nationalparkgebiet noch nicht feststeht, werden wir als Eigentümer auf keiner der möglichen Flächen Windkraftanlagen zulassen“, kündigt Höfken an. Zudem seien die Flächen vorbelastet durch die benachbarte Autobahn sowie die Bundesstraße 50.

    Zur vorzeitigen Rodung der Standorte bei Ellern erklärte Höfken, eine solche Genehmigung aufgrund von Naturschutzbelangen sei übliches und sinnvolles Verfahren. Die Rodungen sollten nicht in die Zeit der Jungenaufzucht von Wildkatzen fallen. Das habe ein Wildkatzengutachten vorgegeben. „Alle bisherigen Prüfungen ergaben, dass das Projekt genehmigungsfähig ist“, so Höfken.

    „Das Ziel der Landesregierung, Windkraftanlagen an windstarken und zugleich naturverträglichen Standorten zu konzentrieren, ist hier sinnvoll und planvoll umgesetzt worden“, so die Ministerin. „Die Energiewende kann nur realisiert werden, wenn an solchen gut geeigneten Standorten investiert wird. Nur so können wir dem Klimawandel erfolgreich begegnen und damit letztlich auch einen Beitrag zum Schutz des heimischen Waldes und der dort lebenden Tier- und Pflanzenwelt leisten.“

    Für die Standorte auf den Höhen von Katzenkopf und Hochsteinchen seien umfangreiche Fachgutachten erstellt und Auswirkungen auf Mensch, Natur und Umwelt geprüft worden. Dazu gehörten ornithologische Bewertungen sowie Gutachten zum Landschaftsbild und zu einer möglichen Beeinträchtigung von Fledermäusen oder Wildkatzen sowie eine Umweltverträglichkeitsprüfung.

    Die Natur und Umweltverträglichkeit sowie auch ein ausreichender Abstand zum FFH-Gebiet seien festgestellt worden. Beim späteren Betrieb der Anlagen können diese zum Schutz von Fledermaus und Kranich abgeschaltet werden. Zusätzlich würden Schutzmaßnahmen für die Wildkatze ergriffen, so die Ministerin. „Alle relevanten Fachstellen und Behörden waren am Planungsprozess beteiligt. Die Ergebnisse der Gutachten wurden durch das Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht geprüft und nahmen direkt Einfluss auf die Planungen“, so Höfken.

    Um die Quartiere von Fledermäusen zu schützen, seien zum Beispiel die Standorte der Anlagen versetzt worden, eine Anlage sei deshalb nicht gebaut worden.

    Dass der Windpark in unmittelbarer Nähe zu einem möglichen Nationalpark Soonwald stehe, darin sieht die Ministerin keinen Widerspruch. In der Verbandsgemeinde Stromberg steht man dem von der Landesregierung angedachten Projekt laut Ratsbeschluss interessiert gegenüber.

    Staatssekretär Thomas Griese setzte seinen Werbefeldzug für einen Nationalpark bei einer Info-Veranstaltung am Dienstagabend in Seibersbach fort. Griese machte unmissverständlich klar: Man befinde sich in der Phase der Interessenbekundung der Regionen – die in diesem Jahr abgeschlossen werden soll. Das Ja oder Nein zum Parkprojekt muss vom Kreistag ausgehen, ein Veto-Recht einzelner Gemeinden gibt es nicht.

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