40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » Rhein-Hunsrück-Zeitung
  • » Kopie von Was zum Lernen - und viel zum Schauen: 200 Jahre Landkreis Bad Kreuznach [mit Fotogalerie]
  • Aus unserem Archiv

    Kopie von Was zum Lernen - und viel zum Schauen: 200 Jahre Landkreis Bad Kreuznach [mit Fotogalerie]

    Heimatkunde hört sich ein wenig verstaubt an. Doch wenn sich dahinter lebendige Geschichte und anschauliche Erinnerung verbirgt, macht Heimatkunde Spaß und Eindruck. 

    Von unserem Mitarbeiter Wilhelm Leyendecker

    Bad Kreuznach. Einen hochinteressanten Vortrag zum Thema "200 Jahre Landkreis Bad Kreuznach" hielt Dr. Michael Vesper bei der Frühjahrstagung des Vereins für Heimatkunde. Die Bildung des Landkreises Kreuznach, damals noch ohne Zusatz Bad, wurde am 14. Mai 1816 im Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Coblenz verkündet.

    Der erste Chef, der Kreis-Kommissar Peter Josef Damian Bitter, war von 1816 bis 1818 für rund 30 000 Einwohner in 56 Gemeinden zuständig. Die Stadt Kreuznach hatte damals nur 6500 Einwohner. Schon bald kamen 26 weitere Gemeinden hinzu, die Bevölkerung stieg auf 38 500 Einwohner. Der erste vom preußischen König ordentlich eingesetzte Landrat Ludwig Philipp Hout (ab 1818) hatte nur einen sehr bescheidenen Mitarbeiterstab. Neben dem Landrat selbst gab es lediglich eine Schreibkraft und einen Amtsboten.

    Trotz Notlagen, unter anderem Hungersnöte als Folge des Ausbruchs des indonesischen Vulkans Tambora, und Auswanderung verdoppelte sich die Bevölkerung bis 1871. 1932 kam dann der Kreis Meisenheim hinzu. Der Kreis zählte nunmehr 107 Ortsgemeinden mit rund 100 000 Einwohnern. Nach der Kommunalreform von 1969 sind es 121 Gemeinden mit 150 000 Einwohnern.

    Im Laufe der Jahre wuchsen die Aufgaben der Kreisverwaltung und damit auch ihr Personalbestand. 1892 wurde deshalb in der Salinenstraße das Kreisständehaus errichtet, das einige Jahrzehnte später dem jetzigen Neubau weichen musste. Erstaunlich ist, dass im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert die Stadt Kirn mit ihrer Lederindustrie das gewerbliche Zentrum des Kreises war. Der gut anlaufende Kurbetrieb in Bad Kreuznach wirkte sich damals eher hemmend auf Industrieansiedlungen aus, abgesehen von der Glashütte und den chemischen Werken Dr. Jacob. Industrie und Gewerbe profitierten außerdem vom Bau der Eisenbahnen, der Nahe-Strecke und später der Alsenz-Bahn.

    In den 20er-Jahren wurden sogenannte Bezirkslichtbildstellen eingerichtet mit dem pädagogischen Ziel, "die Verwendung des Lichtbildes als Lehrmittel und zur Volksbildung planmäßig zu fördern." Noch heute unterhält der Kreis das Kreismedienzentrum, aus dessen Fundus auch die Fotos stammen, die von der Bad Kreuznacher Fotografin Nellie Schmitthals auf großformatige Glasnegative gebannt wurden.

    Boppard Simmern
    Meistgelesene Artikel
    Online regional
    Bettina Tollkamp

    Bettina Tollkamp

    Chefin v. Dienst

     

    E-Mail

    Anzeige
    epaper-startseite
    Regionalwetter
    Sonntag

    9°C - 17°C
    Montag

    12°C - 17°C
    Dienstag

    14°C - 22°C
    Mittwoch

    15°C - 26°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Jahresrückblick 2016 der RHZ
    Anzeige