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    BüchenbeurenKirchenasyl in Büchenbeuren wird nicht gebrochen: Land will Abschiebung von Flüchtling verhindern

    Die Ausländerbehörde des Rhein-Hunsrück-Kreises hat die für Donnerstagmorgen vorgesehene Rücküberstellung von Sabriye Muhudin Mohamud aus Somalia zunächst abgesetzt. Der junge Mann, der sich in Büchenbeuren im Kirchenasyl befindet, muss also nicht um 7.30 Uhr zur Abholung vor den Räumen der evangelischen Kirche bereitstehen.

    Einen "Etappensieg" erreicht: Die beiden Pfarrer Sandra Menzel und Christian Hartung, die sich seit Februar für den jungen Flüchtling Sabriye Muhudin Mohamud einsetzen. Der junge Somalier sollte zunächst schon Donnerstagmorgen aus einem Kirchenasyl in Büchenbeuren heraus nach Italien abgeschoben werden. Das ist nun gestoppt.
    Einen "Etappensieg" erreicht: Die beiden Pfarrer Sandra Menzel und Christian Hartung, die sich seit Februar für den jungen Flüchtling Sabriye Muhudin Mohamud einsetzen. Der junge Somalier sollte zunächst schon Donnerstagmorgen aus einem Kirchenasyl in Büchenbeuren heraus nach Italien abgeschoben werden. Das ist nun gestoppt.
    Foto: Werner Dupuis

    Die Kreisverwaltung teilte am Mittwoch auf Anfrage mit, dass man sich an die Weisung des Integrationsministeriums halte. Dieses hatte angeordnet, bei laufenden Fällen dem noch ausstehenden Spitzengespräch auf Ministeriumsebene nicht vorzugreifen. Diese Weisung hatte die Kreisverwaltung am Montag erhalten und noch einmal am Mittwoch.

    „Das Integrationsministerium hat den Landkreis angewiesen, von einer Rückführung des jungen Mannes bis auf weiteres abzusehen und jegliche Zwangsmaßnahmen in Fällen des Kirchenasyls zu unterlassen“, erklärte Sprecherin Astrid Eriksson am Mittwoch in Mainz. Zunächst soll das Spitzentreffen zum Umgang mit Kirchenasyl abgewartet werden, zu dem die Regierung die christlichen Kirchen und die kommunalen Spitzenverbände eingeladen hat. Ein Ziel sei, die Auflösung von Kirchenasyl durch die Polizei verhindern.

    Mehr zu der Geschichte um den jungen Somalier Sabriye:

    Abschiebung: kein Schutz trotz Kirchenasyl?

    Pfarrerin Sandra Menzel dazu: „Ein Etappensieg. Für heute freuen wir uns mal, aber nach dem Spitzentreffen kann es schnell wieder anders aussehen.“ tor

    Nachdem das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) entschieden hatte, dass der Mann aus Somalia nach Italien muss - dort war er erstmals in Europa registriert -, wollte der zuständige Rhein-Hunsrück-Kreis dies einer Sprecherin zufolge umsetzen. Der Mann gebe sein Alter mit unter 18 Jahren an, obwohl er in den Unterlagen des BAMF nicht als minderjährig geführt werde.

    Nach der Abschiebung einer ägyptischen Familie aus Kirchenasyl in Ludwigshafen hatte Integrationsministerin Anne Spiegel (Grüne) vor Zwangsrückführungen aus Kirchenräumen gewarnt. Im März waren in Budenheim Kirchenräume durchsucht worden. dpa

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