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    RheinböllenKänguru "Mick" ist weiterhin auf der Flucht

    Das erlebt die Polizei auch nicht alle Tage: Gegen 4.31 Uhr am Montagmorgen melden besorgte Autofahrer eine ungewöhnliche Beobachtung im Industriepark Wiebelsheim. Ein Känguru würde im Scheinwerferlicht der Autos hin und her hüpfen. Wie Hauptkommissar Gottfried Nick von der Polizeiinspektion Boppard berichtet, machen sich seine Kollegen umgehend auf den Weg zur L 220, die parallel zur A 61 verläuft. „Da saß das Tier am Straßenrand. Allerdings haben die Kollegen es nicht geschafft, das Känguru einzufangen. Es hat sich natürlich gewehrt und ist offenbar ziemlich kräftig“, sagt Nick.

    Rheinböllen - Das erlebt die Polizei auch nicht alle Tage: Gegen 4.31 Uhr am Montagmorgen melden besorgte Autofahrer eine ungewöhnliche Beobachtung im Industriepark Wiebelsheim. Ein Känguru würde im Scheinwerferlicht der Autos hin und her hüpfen. Wie Hauptkommissar Gottfried Nick von der Polizeiinspektion Boppard berichtet, machen sich seine Kollegen umgehend auf den Weg zur L 220, die parallel zur A 61 verläuft. „Da saß das Tier am Straßenrand. Allerdings haben die Kollegen es nicht geschafft, das Känguru einzufangen. Es hat sich natürlich gewehrt und ist offenbar ziemlich kräftig“, sagt Nick.

    Da der Polizei die „Festnahme“ des Kängurus nicht glückt, bittet sie gegen 5.30 Uhr die Koblenzer Tierrettung um Unterstützung. Noch bevor die Tierrettung am Ort des Geschehens eintrifft, bauen Polizisten mit Paletten ein Gatter und treiben das Känguru hinein. „Es hüpfte aber wieder hinaus“, berichtete Hauptkommissar Nick von der Aktion. Auch ein Fangnetz zerreißt das Känguru, einen Käfig verbiegt es. Erst nach zweieinhalb Stunden kann das Tier in einer Box untergebracht und ins Tierheim Koblenz gebracht werden. „Im Fernsehen ist das immer so einfach“, sagt Martin Zimmermann, Chef der Koblenzer Tierrettung. Vergebens sucht er nach einem Chip, der den entscheidenden Hinweis auf die Herkunft des Kängurus geben kann. Doch wenig später herrscht Klarheit, als sich Michael Hoffmann vom Hochwildschutzpark Rheinböllen meldet. Im Hunsrück wird Känguru „Jack“ nämlich seit dem Wochenende vermisst. Gemeinsam mit seinem putzigen Artgenossen „Mick“ ist das zwei Jahre alte Tier in der Nacht zum Montag ausgebüxt. „Normalerweise gehen unsere Kängurus nicht auf Wanderschaft. Möglicherweise hat sich ein Fuchs in ihr Gehege geschlichen“, vermutet die Tierpflegerin Romina Link und betont: „Die Kängurus sind wahrscheinlich in Panik geraten und schnellstmöglich durch ein kleines Zaunloch abgehauen.“ Die gute Nachricht: Känguru „Jack“, das am Montagmorgen bei Wiebelsheim gefangen wird, bringt die Koblenzer Tierrettung bereits am Vormittag wohlbehalten nach Rheinböllen zurück.

    Die schlechte Nachricht: Von Känguru „Mick“ fehlt bis zum späten Montagabend jede Spurt. Zuletzt wird der graue Hüpfer von einem aufmerksamen Bürger in Wiebelsheim gesichtet. „Möglicherweise hält sich Mick im Waldstück bei Wiebelsheim auf“, erklärt Tierpflegerin Romina Link. Sie ist ist besorgt. Zwar könne das Känguru in der freien Wildbahn überleben, doch sei es dem Fuchs schutzlos ausgeliefert. Außerdem besteht die Gefahr, dass „Mick“ vor ein Auto hüpft – oder im schlimmsten Fall sogar auf der viel befahrenen Autobahn unterwegs ist. Die Suche nach dem kleinen Känguru geht weiter. Michael Hoffmann vom Hochwildschutzpark Rheinböllen bittet alle aufmerksamen Bürger um Hinweise (Telefon: 0152/031 631 50). Denn auch ihm ist es ein Herzensanliegen, den kleinen Ausreißer wieder wohlbehalten im Park begrüßen zu dürfen.  Von unseren Redakteuren Doris Schneider und 
Maximilian Eckhardt


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