40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » Rhein-Hunsrück-Zeitung
  • » Illegal abgestellte Autos machen Ärger
  • Entsorgung Verwaltungen betreiben hohen Aufwand bei der Bearbeitung und Beseitigung der Fahrzeuge

    Illegal abgestellte Autos machen Ärger

    Rhein-Hunsrück. Verlassene Autos mit demontierten Kennzeichen sind keine Seltenheit im Rhein-Hunsrück-Kreis. Die Ordnungsämter müssen sich mit diesen Spezialfällen regelmäßig beschäftigen.

    Die Ordnungsbehörde Boppard hat einen Wildparker ausfindig gemacht. Mit einem roten Aufkleber wird der Halter des Autos aufgefordert, innerhalb einer Frist das Auto von der Parkfläche zu entfernen, sonst droht der Abschlepphaken. Und das wird teuer.
    Die Ordnungsbehörde Boppard hat einen Wildparker ausfindig gemacht. Mit einem roten Aufkleber wird der Halter des Autos aufgefordert, innerhalb einer Frist das Auto von der Parkfläche zu entfernen, sonst droht der Abschlepphaken. Und das wird teuer.
    Foto: Suzanne Breitbach

    Für Hinweise aus der Bevölkerung sind die Behörden dankbar. Oft sind es auch die Politessen, Vollzugsbeamten oder die Polizei, die beim Dienstgang Autos entdecken, die sich wochenlang zum Ärgernis der Parkplatzsuchenden nicht bewegen. Gerade in Zeiten, in denen der Parkraum immer knapper wird.

    Die Kennzeichen sind demontiert, der Lack stumpf, das Blech angerostet. Ein trauriges Ende für den treuen Gefährten im öffentlichen Verkehrsraum. Einsam und verlassen hat der letzte Halter das Autowrack im öffentlichen Verkehrsraum geparkt.

    Kommune bleibt auf Kosten sitzen

    Mit einer Handvoll verlassener Autos hat sich die Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel in den vergangenen drei Jahren beschäftigt. Auf den Kosten für die Entsorgung der Fahrzeuge ist die Kommune sitzen geblieben. 150 Euro fürs Abschleppen und 100 Euro für die Entsorgung hat jedes Auto verursacht. Auf und davon haben sich die Halter gemacht und ihre Autos im öffentlichen Bereich einfach abgestellt.

    Ähnlich ist es in der Verbandsgemeinde Emmelshausen. Ein bis drei Dauerparker werden hier Jahr für Jahr gemeldet. „Der letzte Fahrzeughalter wird ermittelt. Das Gespräch mit dem Halter wird gesucht, um das Auto aus dem öffentlichen Parkraum zu entfernen oder zu entsorgen. Das hängt vom Zustand des Autos ab“, sagt Dieter Liesenfeld von der Verbandsgemeindeverwaltung Emmelshausen.

    Haben die Behörden ein solchen Fahrzeug aufgespürt, geht es an die Recherche. Sind noch die polizeilichen Kennzeichen montiert? Gibt es weitere Hinweise auf den Halter des Fahrzeugs? „Aufschluss gibt es oft auch über die Fahrgestellnummer“, sagt Vollbezugsbeamter Rainer König aus Boppard, der gerade wieder ein Auto entdeckt hat. Er bringt am Fahrzeug einen auffällig roten Aufkleber mit dem Dienstsiegel der Verwaltung an. „Innerhalb einer bestimmten Frist wird der Halter aufgefordert, sein Auto zu entfernen“, erläutert der Bopparder Vollbezugsbeamte die Vorgehensweise.

    In der Regel werden die Autos dann endlich bewegt. Tut sich daraufhin immer noch nichts, kommt auf die Kommune deutlich mehr Arbeit zu. Dann sorgt das Ordnungsamt für das Entfernen aus dem öffentlichen Verkehrsraum. „Per Abschleppunternehmen geht es dann zum Zwischenparken auf das Gelände des Bauhofes, bis der Eigentümer sein Fahrzeug abholt und die entstandenen Auslagen erstattet“, klärt Hans-Joachim Bach von der Stadtverwaltung auf.

    Fünf bis zehn Fälle pro Jahr landen auf dem Schreibtisch des Ordnungsamtes der Verbandsgemeinde Simmern. Hier wird ebenfalls versucht, den Halter zu ermitteln und den Wert des Fahrzeugs festzustellen.

    Enormer Aufwand für Verwaltung

    Acht Autos im Durchschnitt beschäftigen die Verbandsgemeinde Rheinböllen im Jahr. Oft wirkt die Anordnung in Form eines Aufklebers auf der Fensterscheibe Wunder. Selten waren weitere Schritte für das Ordnungsamt in Rheinböllen nötig. Dennoch ist der Aufwand bis zur Entfernung des Fahrzeugs aufwendig und mühsam.

    Hat der Eigentümer sein Eigentum aufgegeben und ist nicht mehr auffindbar, wird das Wrack aus dem öffentlichen Verkehrsraum entfernt und je nach Zustand der Autoverwertung zugeführt. Das Auto wird von einem zertifizierten Verwertungsbetrieb ausgeschlachtet. Bevor die Demontage beginnt, werden alle Restflüssigkeiten (Öle, Bremsflüssigkeit, Kraftstoff usw.) abgelassen. Funktionsfähige Teile werden demontiert, bevor das Auto in der Presse landet.

    Zwischen 160 und 240 Euro kostet das Abschleppen und Verschrotten je nach Fahrzeugtyp. Auch hier gilt es, die der Verwaltung entstandenen Kosten beim Fahrzeughalter zurückzufordern, wenn es auch für das Altfahrzeug einen geringen Schrottpreis gibt. Steht das Wrack allerdings auf einer Privatfläche, kann die Kommune nichts unternehmen.

    Von unserer Reporterin Suzanne Breitbach

    Rhein-Hunsrück-Zeitung bei Facebook
    Online regional
    Bettina Tollkamp

    Bettina Tollkamp

    Chefin v. Dienst

     

    E-Mail

    Anzeige
    epaper-startseite
    Regionalwetter
    Donnerstag

    11°C - 19°C
    Freitag

    10°C - 18°C
    Samstag

    10°C - 15°C
    Sonntag

    10°C - 16°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Jahresrückblick 2016 der RHZ
    Anzeige