40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » Rhein-Hunsrück-Zeitung
  • » Hochwildschutzpark Rheinböllen: Nicht jedes Jungtier zeigt sich gleich
  • Aus unserem Archiv

    RheinböllenHochwildschutzpark Rheinböllen: Nicht jedes Jungtier zeigt sich gleich

    Während die jungen Ziegen, Hochlandrinder und Wildschweine im Hochwildschutzpark Rheinböllen bereits wenige Tage nach der Geburt gemeinsam mit ihrer Herde beziehungsweise Rotte durch ihre weitläufigen Gehege ziehen und somit von den Besuchern des Parks bewundert werden können, gehen andere Parkbewohner mit ihrem Nachwuchs behutsamer um.

    Die Erdmännchen werden es vorerst nicht zulassen, dass jemand, der nicht zum Tierpflegerteam gehört, sich ihren Jungtieren nähert. Der Erdmännchennachwuchs ist erst wenige Tage alt und kann in den ersten Lebenswochen weder sehen noch hören. Entsprechend wachsam sind die erwachsenen Tiere. Selbst Tierpflegerin Valérie Vandamme nähert sich den Erdmännchen in ihrer Behausung nur behutsam. "Wenn sie ihren Nachwuchs bedroht sehen, schleppen sie ihn an einen anderen Ort im Gehege." Für die völlig hilflosen Erdmännchenbabys wäre das lebensgefährlich: In ihrer Kinderstube sorgt eine Lampe dafür, dass es der Nachwuchs so mollig warm wie im südlichen Afrika hat, wo die Verwandtschaft in freier Wildbahn lebt. Außerdem ist der Boden unter der dünnen Sandschicht beheizt, so dass der Rheinböllener Erdmännchennachwuchs auch dann nicht auskühlt, wenn er versehentlich aus dem wärmenden Lichtkegel der Lampe rutscht.

    Während die erwachsenen Tiere in diesen Tagen die milderen Temperaturen nutzen, um sich wieder mehr im Außengehege aufzuhalten, wird es noch eine Weile dauern, bis die Besucher des Hochwildschutzparks auch die jüngsten Mitglieder der Familie kennenlernen können.

    Auch die jungen Füchse Jonas und Rambo werden sich in den kommenden Tagen, wenn viele Familien einen österlichen Ausflug in den Tierpark unternehmen, nicht unbedingt blicken lassen. Beide Tiere wurden von ihren jeweiligen Müttern allein gelassen und hätten in freier Wildbahn keine Chance zu überleben. Jonas wurde sich vermutlich selbst überlassen, weil er auf einem Auge blind ist. Rambo wurde mitten in Berlin verwaist aufgefunden. Der junge Stadtfuchs hat ein Nervenleiden, das dazu führt, dass er beim Laufen immer wieder leicht mit dem Kopf zuckt.

    An Tierpflegerin Vandamme haben sich die Füchse gewöhnt und verlassen bereitwillig ihre mit Stroh eingedeckte Behausung, um mit ihr zu spielen. Die Rufe und Bewegungen fremder Menschen veranlassen die Findelkinder allerdings zu einer rasanten Flucht in ihre Hütte. Ganz anders empfangen die benachbarten Zwergotter die Besucher des Wildparks: Mit schrillem Quietschen rennt die gesamte Gruppe jedem entgegen, der sich dem Außengelände nähert. Sie recken sich auf ihren Hinterfüßen an denen die Schwimmhäute deutlich zu erkennen sind, nach oben - aus Neugierde und weil sie hoffen, einen Leckerbissen zu ergattern.

    Dabei ist das Füttern der Zwergotter streng verboten. Die Raubtiere, deren wild lebende Verwandten in Asien entlang von Flüssen und Küsten zu finden sind, vertragen das im Park käuflich zu erwerbende Wildfutter nicht und können daran eingehen. Die Zwergotter dürfen daher nichts zu fressen bekommen - auch wenn sie noch so eindringlich betteln.

    Der Rheinböllener Hochwildschutzpark öffnet täglich von 9 bis 19 Uhr, ab April bis 20 Uhr. Weitere Infos im Internet unter www.hochwildschutzpark.de

    Osternachwuchs: Rheinböllener Hochwildschutzpark erwachtRechtzeitig zu Ostern: Tierischer Nachwuchs in Rheinböllen - Hochwildschutzpark füllt sich mit neuem Leben
    Boppard Simmern
    Meistgelesene Artikel
    Online regional
    Bettina Tollkamp

    Bettina Tollkamp

    Chefin v. Dienst

     

    E-Mail

    Anzeige
    epaper-startseite
    Regionalwetter
    Donnerstag

    16°C - 24°C
    Freitag

    10°C - 20°C
    Samstag

    10°C - 17°C
    Sonntag

    11°C - 18°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Jahresrückblick 2016 der RHZ
    Anzeige