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  • Fastnachtshit: Als das Humba nach Oberwesel kam

    Oberwesel. Das "Humba Tätärä", einer der wohl bekanntesten Schlager der rheinischen Fastnacht, wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Neben der Mainzer Hofkapelle war es das Blasorchester der Kolpingsfamilie Oberwesel, das diesen Hit zuerst als Marschmusik spielte.

    Die von Jakob Schneider handgeschriebene Note des „Humba tätärä“.
    Die von Jakob Schneider handgeschriebene Note des „Humba tätärä“.

    Zu verdanken ist es der Freundschaft zwischen dem Oberweseler Dirigenten Gerhard Meyer und dem Leiter der Mainzer Hofkapelle Jakob Schneider. Das haben die Recherchen des Oberweselers Werner Klockner ergeben.

    Das Blasorchester der Kolpingsfamilie unter Leitung von Gerhard Meyer beim Rosenmontagszug in Oberwesel.
    Das Blasorchester der Kolpingsfamilie unter Leitung von Gerhard Meyer beim Rosenmontagszug in Oberwesel.

    Als der singende Dachdeckermeister Ernst Neger 1964 in der legendären Fernsehsendung "Mainz wie es singt und lacht" das von dem blinden Komponisten Toni Hämmerle für Klavier und Gesang komponierte "Humba Tätärä" sang, musste die Fernsehsitzung über eine Stunde überzogen werden, weil das närrische Publikum nicht aufhörte "Humba Humba" zu singen.

    Für den Leiter der Mainzer Hofkapelle Jakob Schneider war schnell klar, dass dieser Schlager ein Hit werden würde. Und so arrangierte Schneider den Fastnachtsschlager auch für Blasmusik. Gerhard Meyer, langjähriges Mitglied des Polizeimusikkorps Rheinland-Pfalz, spielte als Baritonist auch zeitweilig in der Mainzer Hofkapelle. Jakob Schneider stellte den handgeschriebenen Notensatz des "Humba Tätärä" seinem Musikfreund Meyer für dessen Blasorchester zur Verfügung.

    So konnten die Oberweseler Musiker zum Erstaunen der vielen Besucher beim Oberweseler Rosenmontagszug das "Humba" spielen. Bei den älteren Musikern ist noch in guter Erinnerung, dass am Schaarplatz regelrecht die "Hölle" los war: immer wieder Humba blasen. Bis heute spielen die Kolpingmusiker nach Originalnoten diesen Hit und gewiss auch beim kommenden Rosenmontagszug, dann zum 50. Jubeltag.

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    Bettina Tollkamp

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