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    Rhein-HunsrückEinbrüche verunsichern die Menschen im Rhein-Hunsrück-Kreis

    Die dunkle Jahreszeit hat gerade erst begonnen, da haben Einbrecher im Rhein-Hunsrück-Kreis bereits fette Beute gemacht: Am zweiten Wochenende im November verschafften sich unbekannte Täter Zugang zu zwei Einfamilienhäusern in Mastershausen und Bell.

    Foto: picture alliance

    Von unserer Redakteurin Martina Koch

    In Mastershausen nahmen sie einen kompletten Tresor mit, in dem sich ein fünfstelliger Geldbetrag befand, in Bell entwendeten sie Schmuck und Bargeld im Wert eines fünfstelligen Eurobetrags.

    Dass die Einbrecher jeweils in Haushalten zuschlugen, in denen es vergleichsweise viel zu holen gab, ist keinesfalls Zufall, erklärt Kriminalhauptkommissar Bernd Hoffmann: "Das wird oft im Vorfeld ausbaldowert. Die Täter schauen sich in den Gemeinden um." Im Fokus der Einbrecher liegen dabei nach wie vor die Ortschaften entlang der A 61 oder B 50: "Die Täter sind hier schnell am Tatort - und nach dem Einbruch auch schnell wieder weg."

    Die Ganoven stammen in der Regel nicht aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis, weswegen es durchaus sinnvoll sein kann, Autos mit fremden Kennzeichen, deren Fahrer sich auffällig verhalten, der Polizei zu melden. "Den ein oder anderen wichtigen Hinweis haben wir durch aufmerksame Nachbarn schon bekommen", erinnert sich Hoffmann. "Es könnten aber auch noch mehr sein."

    Um Hunsrücker, die durch die Einbrüche der vergangenen Wochen verunsichert sind, kümmert sich der Bereich Zentrale Prävention im Polizeipräsidium Koblenz. Jürgen Quirnbach und seine Kollegen beraten Hausbesitzer und Mieter rund um den Schutz vor Einbrechern: am Telefon, bei Infoveranstaltungen in den Gemeinden, in einer Präventionsausstellung in Koblenz sowie persönlich direkt in dem Heim, das es zu beschützen gilt. Diese Angebote sind für den Ratsuchenden kostenlos.

    Bereits 700-mal waren die Beamten in dieser Saison zu Beratungsgesprächen bei Hausbesitzern vor Ort - doppelt so oft wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Anscheinend wissen viele Menschen im Bereich der Polizeidirektion nicht so recht, wie sie ihr Heim vor Einbrechern schützen können. Die Beamten untersuchen in den Häusern systematisch die Haupteinstiegswege für Verbrecher und schlagen maßgeschneiderte Lösungen für einen besseren Schutz vor - mit Erfolg: "Inzwischen bleibt es in 30 bis 40 Prozent der Fälle bei einem Einbruchsversuch", weiß Quirnbach. Im Schnitt verwenden die Täter nämlich nicht mehr als drei bis vier Minuten auf ein Objekt. Schaffen sie es in dem Zeitraum nicht, in das Gebäude einzudringen, lassen sie in der Regel von ihrem Vorhaben ab.

    Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen nehmen die Polizeiinspektionen Simmern (Tel. 06761/9210) und Boppard (06742/8090) entgegen. Unter der Nummer 0261/1031 können Hausbesitzer und Mieter Kontakt mit dem Beratungszentrum im Polizeipräsidium Koblenz aufnehmen. Weitere Infos im Internet unter www.polizei.rlp.de

    Boppard Simmern
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