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  • Die Mehrheit tendiert zur Beltheimer Schule

    Lahr. Sowohl eine ortsinterne Umfrage, als auch eine Erhebung der Verbandsgemeinde Kastellaun ergab in Lahr, dass die Mehrheit der Eltern ihre Kinder lieber in die Grundschule Beltheim, anstatt nach Lieg schicken möchten.

    Die Windkraft sorgt auch in Lahr für ein Haushaltsplus.
    Die Windkraft sorgt auch in Lahr für ein Haushaltsplus.
    Foto: Archivbild Thomas Torkler

    Ortsbürgermeister Hans-Peter Färber hatte zum Lahrer Gemeindetag geladen. Und fast 30 Prozent der 175-Einwohner-Gemeinde waren gekommen. Jedes Jahr im März wird in Lahr Rück- und Ausschau gehalten. Der Ortsbürgermeister informierte über Veranstaltungen wie den Seniorentag, die Wallfahrt nach Schönstatt, Aktionen mit den Senioren wie Waffelbacken am Biotop oder die Fahrt nach Beilstein.

    Nach der im vergangenen Jahr in mehreren Modellgemeinden, zu der auch Lahr gehört, durchgeführten Umfrage wurde angeboten, über das Bürgermobil einzukaufen. "Diese Möglichkeit würde aber bisher kaum genutzt, so Färber." Dies zeige, dass die Versorgung in Lahr noch gesichert sei. Es gibt die Metzgerei im Dorf, mobile Lebensmittelhändler und mehrere Bäcker fahren die Gemeinde an. Und die Nachbarschaftshilfe funktioniere noch bestens, so Färber.

    Der Ortsbürgermeister betonte, eine kleine Gemeinde wie Lahr komme ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer nicht aus. Er dankte allen, die geholfen haben, die Traumschleife "Dünnbach-Pfad" herzurichten sowie allen, die dazu beigetragen haben, das Biotop neu zu gestalten. Färbers Dank galt auch allen Vereinen und Gruppen der Gemeinde, wie der Feuerwehr, dem Verein der Dorfgemeinschaft, der Frauengemeinschaft und nicht zuletzt dem Gemeinderat für die konstruktive Unterstützung.

    Drei große Themen im Mittelpunkt

    Drei große Themen haben die Ortsgemeinde in jüngster Vergangenheit sehr beschäftigt. Die Kommunalreform wurde zwar bereits 2014 beendet, doch es gibt noch einige Nachwirkungen: Zum Jahresbeginn wechselte Lahr zum Forstamt und zum Forstzweckverband Kastellaun. Es habe zwar im Fusionsvertrag gestanden, dass sich im Bereich des Forstes vorerst keine Änderung ergeben soll. Dennoch habe er den Wechsel unterstützt, da der Fusionsvertrag von den Verantwortlichen in Treis-Karden und Cochem noch vor seinem Inkrafttreten gebrochen worden sei. Den drei gewechselten Ortsgemeinden bzw. der VG Kastellaun wurden die Anteile an der Breitbandgesellschaft Cochem noch vor dem Wechsel entzogen.

    Färber kam auch auf das sensible Thema Grundschule zu sprechen. Um beim Verbandsgemeinderat Kastellaun Stellung beziehen zu können hatte er die betroffenen Lahrer Eltern der noch nicht schulpflichtigen Kinder sowie die Eltern der Erstklässler befragt, um sich ein Meinungsbild zu verschaffen. Bei der von der Ortsgemeinde inoffiziell befragten Eltern hatten sich überraschenderweise nur ein Drittel der Eltern für Lieg ausgesprochen. Bei der dann folgenden offiziellen Befragung durch die VG Kastellaun haben sich 41,2 Prozent der Eltern von noch nicht schulpflichtigen Kinder aus Lahr und Zilshausen für Lieg und 58,8 Prozent für Beltheim ausgesprochen. Färber zeigt Verständnis für die Verantwortlichen in Lieg, die sich für den Erhalt ihrer Schule einsetzen. Gleichwohl könne er auch die Interessen der Mehrheit der Eltern und auch die des VG-Rates Kastellaun nachvollziehen.

    Mitauslöser des Ganzen war die Aufforderung der VG Cochem an die VG Kastellaun, den Großteil der Kosten der maroden Lüftungsanlage der Lieger Sporthalle zu übernehmen. Man müsse nun die Entscheidung des Verbandsgemeinderates Kastellaun und letztendlich die der ADD abwarten. Möglicherweise ergibt sich auch ein Kompromiss.

    Schneller surfen als die Städter

    Zum Abschluss gebracht wurde auch das Thema DSL. Lahr wie auch die Nachbargemeinden sind seit einem Jahr an das schnelle Internet angeschlossen. Es sind Übertragungsraten von bis zu 100 Mbit/s möglich. Von solchen Werten könnten viele Nutzer in Ballungsräumen nur träumen.

    Abgeschlossen wird laut Färber demnächst auch das Thema Windrad. In den kommenden Tagen sollen, soweit das Wetter mitspielt, die Flügel hochgezogen werden. Damit kann die Windenergieanlage Lahr bald ans Netz gehen. Der Abteilungsleiter der Finanzverwaltung der VG Kastellaun, Werner Hoff, erläuterte anschaulich, wie sich die Einnahmen und Ausgaben im Lahrer Haushalt zusammensetzen. Obwohl es keine größeren Investitionen gegeben habe, habe der Haushalt schon seit vielen Jahren im Minus abgeschlossen. So gehe es sehr vielen Gemeinden, die keine Einnahmen aus der Windkraft generieren können. Erst durch die Einnahmen aus der Windkraft habe sich das Bild gravierend gewandelt.

    Ungewöhnlich und erfreulich sei, dass die Gemeinde den Vertrag so abgeschlossen habe, dass die Pacht bereits seit Baubeginn vereinnahmt werden konnte, was zu einem deutlichen Plus des noch zu beschließenden Haushalts 2016 führen werde. Sogar eine Rücklage könne noch gebildet werden.

    Zum besseren Haushaltsbild gegenüber den Vorjahren trägt auch der deutlich günstigere Umlagesatz der VG Kastellaun bei. Allein dadurch spart Lahr jährlich 12 000 Euro. Weitere 2000 Euro günstiger ist die Oberflächenentwässerung durch die jetzt günstigeren Sätze.

    Bei Speis' und Trank ließen die Lahrer ihren der Gemeindetag dann gemütlich ausklingen.

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    Bettina Tollkamp

    Bettina Tollkamp

    Chefin v. Dienst

     

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