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  • Claudia Schwarz tritt in den Unruhestand¶

    St. Goar. Die Tourismusorganisation Romantischer Rhein GmbH hat ihre langjährige Geschäftsführerin Claudia Schwarz offiziell verabschiedet. Ein klassischer Ruhestand ist jedoch keineswegs geplant.

    Der Mittelrhein als Mittelpunkt ihrer Arbeit: Claudia Schwarz erhielt von den Kollegen zum Abschied einen vom Rheingauer Künstler Michael Apitz gestalteten Rheinlauf. Bei der Romantischer Rhein Tourismus GmbH hat Jeanette Dornbusch (2. von links) ihre Nachfolge angetreten. Foto: Volker Boch
    Der Mittelrhein als Mittelpunkt ihrer Arbeit: Claudia Schwarz erhielt von den Kollegen zum Abschied einen vom Rheingauer Künstler Michael Apitz gestalteten Rheinlauf. Bei der Romantischer Rhein Tourismus GmbH hat Jeanette Dornbusch (2. von links) ihre Nachfolge angetreten.
    Foto: Volker Boch

    Lange Jahre hat Claudia Schwarz den Tourismus am Mittelrhein wesentlich mitgestaltet. Mit einem würdigen Festakt wurde die Geschäftsführerin der Romantischer Rhein Tourismus GmbH am Freitagnachmittag in St. Goar offiziell verabschiedet.

    Es war keine Überraschung, dass Claudia Schwarz ihren Gästen zu ihrem Abschied eine schöne Perspektive geben wollte. Hoch über St. Goar bot sich im Hotel Schloss Rheinfels ein imposanter Blick über das Tal der Loreley. Nach mehr als 40 Jahren Tourismusarbeit für diese Region war es ein sehr passender Blickwinkel auf das Wirken von Claudia Schwarz. „Dass sich der Rhein touristisch so entwickelt hat, wie es sich heute darstellt, haben wir Ihnen zu verdanken“, sagte Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne), die stellvertretend für viele politische Mitstreiter ihren herzlichen Dank aussprach.

    Unterdessen kam der Staatssekretär des Innenministeriums, Günter Kern (SPD), vor allem als Privatperson zum familiären und atmosphärischen Festakt hoch über St. Goar. Kern hat Schwarz und ihr Wirken viele Jahre lang begleitet, als Weiseler Bürger, als Chef der Verbandsgemeinde Loreley und als Landrat des Rhein-Lahn-Kreises. Er würdigte ihre Arbeit mit dem wahrscheinlich bestmöglichen Lob: „Es war nicht einfach, neue Ideen und Visionen ins Tal und in den Tourismus zu bringen“, sagte Kern, „dafür aber steht Claudia Schwarz.“ Sie habe mit Herzlichkeit und Nachhaltigkeit vieles auf den Weg gebracht und Visionen entwickelt, die dem Interesse des Tals dienten. Kern weiß sehr genau, wie unterschiedlich die verschiedenen Stoßrichtungen und Wünsche in der Region sein können, wie aufreibend die Arbeit miteinander sein kann. Besonders betonte er deshalb auch, dass Schwarz ihr Engagement für den Romantischen Rhein zehn Jahre lang ehrenamtlich neben ihrer Funktion als Leiterin der Touristinformation St. Goar wahrgenommen hat.

    Die Unterschiede zwischen Stadt und Dorf, zwischen den Zentren wie Bingen und Koblenz sowie den vielen kleinen Gemeinden mögen sehr groß sein, aber miteinander wurde vieles erreicht. Meilensteine wie der Welterbetitel, der Rhein-steig oder der Rheinburgenweg wurden in der Zeit des umfangreichen Wirkens von Claudia Schwarz gefeiert und viele weitere kleinere Dinge links und rechts des Rheins.

    Dass Großveranstaltungen wie Rhein in Flammen oder Tal total heute trotz aller punktueller Kritik fest etablierte Termine sind, hat auch damit zu tun, dass Menschen wie Claudia Schwarz für so manches Projekt gekämpft haben. Nur zu gern hätte sie zuletzt auch die gemeinsame Gästekarte für den Mittelrhein realisiert. Aber dieses Projekt zeigte einmal mehr, wie schwer es sein kann, die entscheidenden Bretter zu bohren. „Sie hat den Mut nie verloren“, sagte Kern auf der Rheinfels mit Blick auf eine im positiven Sinne immer engagierte Streiterin für das Tal.

    Am Tag des Abschieds bot sich auf der Rheinfels nicht nur ein Ausblick ins Tal, den Claudia Schwarz so liebt, sondern auch einmal mehr die Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie einzigartig diese Region ist und welches Potenzial das Weltkulturerbe birgt. Als Nachfolgerin ist Jeanette Dornbusch seit Anfang des Monats dabei, sich als Geschäftsführerin des Romantischen Rheins einzuleben. Sie wird am umfangreichen Netzwerk und dem guten Miteinander weiterarbeiten, das hier entstanden ist.

    Claudia Schwarz wird derweil Unruhestand betreiben, das hat sie neben allem Dank an ihre Begleiter, an Familie und Freunde auf der Rheinfels bekräftigt. „Es endet heute nicht, es geht auf einem neuen Weg weiter“, sagte sie. Das häusliche Arbeitszimmer wird gerade eingerichtet für die Vorsitzende der deutschen Unesco-Welterbestätten und der Touristikgemeinschaft Tal der Loreley.

    Schwarz wird sich weiter dafür engagieren, dass „ihr“ Tal nach vorn kommt. Wie schön es ist, das Mittelrheintal, zeigt ein Geschenk, das sie von den Kollegen zum Abschied erhielt: ein vom Rheingauer Künstler Michael Apitz gestalteter Rheinlauf. Dass Schwarz auf dieser Grafik selbst zu den Sehenswürdigkeiten gehört, überraschte auf der Rheinfels niemanden. Volker Boch

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    Bettina Tollkamp

    Chefin v. Dienst

     

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