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  • Bopparder Krankenhaus schließt Geburtshilfe

    Boppard. Im Bopparder Krankenhaus kommen ab 1. Juli keine Kinder mehr zur Welt. Das Stiftungsklinikum schließt seine Geburtshilfeabteilung zum 30. Juni. Geringe Geburtenzahlen und erhebliche künftige Personallücken haben zu dem Schritt geführt. Träger und Geschäftsführung bedauern diesen Schritt und haben in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium die Schließung zur Jahresmitte beschlossen.

    „Ich bin ein Bubberder“ gilt ab 1. Juli nicht mehr, wenn in Boppard die Geburtshilfeabteilung schließt. Ambulante Versorgung im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) und operative Eingriffe gewährleistet aber weiterhin Khaled Tbaileh (links).
    „Ich bin ein Bubberder“ gilt ab 1. Juli nicht mehr, wenn in Boppard die Geburtshilfeabteilung schließt. Ambulante Versorgung im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) und operative Eingriffe gewährleistet aber weiterhin Khaled Tbaileh (links).
    Foto: Suzanne Breitbach

    Boppard - Im Bopparder Krankenhaus kommen ab 1. Juli keine Kinder mehr zur Welt. Das Stiftungsklinikum schließt seine Geburtshilfeabteilung zum 30. Juni. Geringe Geburtenzahlen und erhebliche künftige Personallücken haben zu dem Schritt geführt. Träger und Geschäftsführung bedauern diesen Schritt und haben in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium die Schließung zur Jahresmitte beschlossen.

    Seit den 80er-Jahren war die Fachabteilung immer wieder von der Schließung bedroht. Bereits 1996 wurde die Geburtshilfe am Krankenhausstandort in Oberwesel geschlossen. Nun ist es traurige Gewissheit: Am Mittelrhein erblicken Säuglinge demnächst nicht mehr das Licht der Welt. Sie müssen nach Koblenz oder Bingen ausweichen. Wer dennoch im Rhein-Hunsrück-Kreis sein Kind zur Welt bringen möchte, dem bleibt nur noch die Hunsrück-Klinik in Simmern. Eine Alternative ist eine Hausgeburt, die zahlreiche Hebammen im Kreisgebiet anbieten.

    Das Stiftungsklinikum Mittelrhein war und ist bestrebt, für seine Patienten eine qualitativ hochwertige Versorgung anzubieten. Dies galt bis zuletzt auch für die werdenden Mütter, die vertrauensvoll gern zur Entbindung den Krankenhausstandort Boppard nutzten. Der Mangel an Ärzten, die bereit sind, 150 Bereitschaftsdienste und mehr im Jahr zu leisten und die rückläufigen Geburtenzahlen haben dazu geführt, dass eine Fortführung der Geburtshilfe nach dem 30. Juni nicht mehr erfüllt werden kann. Bis dahin sollen noch rund 18 Kinder in Boppard zur Welt gebracht werden.

    Nicht von der Schließung betroffen ist die gynäkologische Praxis im Medizinischen Versorgungszentrum Mittelrhein. „Dieser Bereich und die stationäre Versorgung mit gynäkologischen Operationen bleiben weiterhin erhalten“, erläutert Dr. Johann Paula, Geschäftsführer des Stiftungsklinikums Koblenz, die geplanten Änderungen zur Jahresmitte. „Alle weiteren Fachabteilungen des Standortes Boppard bleiben in vollem Umfang bestehen“, betont Paula. Die Geschäftsführung hat Gespräche mit den betroffenen sechs Hebammen aufgenommen, um sozialverträgliche Lösungen zu finden oder die Fachkräfte an andere Standorte zu vermitteln. sub

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