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  • Bopparder Kant-Gymnasium spendete mehr als 75.000 Euro: Schüler machen sich laufend für MS-Kranke stark

    Boppard. Seit zehn Jahren engagieren sich die Schüler des Kant-Gymnasiums Boppard in einem Spendenlauf zugunsten der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG). "Run for Help - Hurra die Schule rennt", heißt das jährliche Laufspektakel, das die Schulgemeinschaft bewegt.

    Große Freude bei der Übergabe der Spendengelder des Kant-Gymnasiums an (von rechts) Dieter Korfmann (DMSG Landesverband Rheinland-Pfalz) und die beiden Botschafterinnen der Selbsthilfegruppe Anne Petermann (Boppard, zweite von rechts) und Birgit Tang (Lahnstein, dritte von rechts): stolze 8000 Euro helfen den MS-Kranken im Land weiter.
    Große Freude bei der Übergabe der Spendengelder des Kant-Gymnasiums an (von rechts) Dieter Korfmann (DMSG Landesverband Rheinland-Pfalz) und die beiden Botschafterinnen der Selbsthilfegruppe Anne Petermann (Boppard, zweite von rechts) und Birgit Tang (Lahnstein, dritte von rechts): stolze 8000 Euro helfen den MS-Kranken im Land weiter.
    Foto: Suzanne Breitbach

    Eine gewaltige Laufleistung haben die Kantianer in diesem Zeitraum erbracht: 22.014,1 Kilometer sind sie gerannt und haben Sponsoren gefunden, die sie mit kleinen Geldbeträgen unterstützen. 75.067,95 Euro sind in den vergangenen zehn Jahren zusammen gekommen. Damit gehört das Kant-Gymnasium Boppard unter die "Top 5" in Rheinland-Pfalz.

    "Das Bopparder Gymnasium gehört zu den treuen und langjährigen Schulen, die uns unterstützen. Als Dank und Anerkennung überreiche ich heute eine Urkunde und einen Läufer als Symbol für die tatkräftige Unterstützung", sagte Dieter Korfmann vom Landesverband Rheinland-Pfalz der DMSG.

    Mehr Sozialkompetenz im Schulleben

    Zwei Wochen hat sich die Schulgemeinschaft im Rahmen des Sportunterrichtes klassenweise an dem Hilfslauf beteiligt. Sport- und Biologielehrer Volker Monnerjahn und die Fachschaft Sport waren es vor mehr als zehn Jahren, die mehr Sozialkompetenz ins Schulleben integrieren wollten. Die Schüler wurden für das Thema sensibilisiert. Seitdem ist die Nervenkrankheit in den Klassenstufen 9 und 12 Teil des Lehrplans an der Schule, und es gibt intensive Gespräche mit Selbsthilfegruppen.

    Obwohl die Schülerzahlen in den vergangenen Jahren spürbar gesunken sind, ist der Spendenbetrag, den Volker Monnerjahn im Namen der Schulgemeinschaft an Dieter Korfmann von der DMSG übergeben konnte, über dem Durchschnitt. In der Zeit vom 26. September bis zum 7. Oktober kamen insgesamt 8000 Euro zusammen, die in neun Briefumschlägen in Münzen und Scheinen im Rahmen einer kleinen Feierstunde übergeben werden konnten. 254 Schüler beteiligten sich am Spendenlauf, bei dem 3193,7 Kilometer erlaufen wurden.

    Hervorzuheben für die größte Laufleistung sind Paul Morschhäuser (8b), Lea Meckel (6a) und Sarina Wise (6a), die mit 40 Kilometern fast einen Marathon zugunsten der MS-Kranken liefen. Eifrigste Sammler waren Ella Neyer (6a) mit 17 Spendern, Lea Meckel (6a), Paul-Marius Muders (8c) und Clara Wagner (6a).

    Telefonhotline für Kinder eingerichtet

    Als Klassengemeinschaft mit dem höchsten Sammelbetrag und der höchsten Laufleistung aller Klassen wurde die 6a gelobt. Mit 21 Laufkarten waren die Klasse 5a und 8c stark unterwegs. Eine gehörige Portion Motivation gab es von Sportlehrer Frank Steinert, der über die Distanz von 700 Kilometer seine Schüler unterstützte. Er lief nicht mit, sondern spendete pro gelaufenen Kilometer 10 Cent pro Schüler bei der Laufaktion am Kant-Gymnasium.

    Im Rahmen der Feierstunde erläuterte DMSG-Geschäftsführer Dieter Korfmann ein neues Projekt. Eine Kinderhotline wurde eingerichtet, die jeden Dienstagabend freigeschaltet ist. Es ist eine spezielle Telefonhotline für Kinder und Jugendliche, die sich mit dem Thema der Multiplen-Sklerose-Erkrankung eines Familienmitglieds auseinandersetzen müssen. Hier können sie bei Fragen, Ängsten und Nöten anrufen unter Telefon 06131/961 610.

    In Boppard gibt es eine neue Selbsthilfegruppe für MS-Kranke, die sich jeden zweiten Dienstag im Monat um 18.30 Uhr bei der Stiftung Bethesda, Mainzer Straße, trifft.

    Suzanne Breitbach

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    Chefin v. Dienst

     

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