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  • OberweselAus aller Welt: Junge Experten erkunden das Welterbetal

    Die Unesco besucht das Mittelrheintal. Anlass dazu ist das ist das "Young Experts Forum", das im Vorfeld der 39. Unesco-Welterbesitzung vom 18. bis zum 29. Juni in Koblenz und Bonn stattfindet. Im Vorfeld des Treffens erforschen junge Menschen aus aller Welt das Tal.

    Nach getaner Arbeit konnte gefeiert werden – Winzer Bernhard Praß kredenzte dazu Charta-Wein.
    Nach getaner Arbeit konnte gefeiert werden – Winzer Bernhard Praß kredenzte dazu Charta-Wein.
    Foto: Werner Dupuis

    Von unserem Reporter Werner Dupuis

    Lebensfreude, Neugierde, kulturelles Interesse und das Bestreben, die Situation im eigenen Land und Umfeld nachhaltig zu verbessern, kennt keine Grenzen. Das beweisen 32 junge Menschen aus 31 Ländern am Mittelrhein. Von Freitag bis zum heutigen Montag sind sie in verschiedenen Gruppen auf beiden Seiten des Rheins unterwegs, um beispielhaft Techniken und Maßnahmen zur Erhaltung und Pflege von Welterbestätten am Beispiel des Oberen Mittelrheintals kennenzulernen und bei Arbeitseinsätzen praktische Erfahrung zu sammeln.

    Im Vorfeld der 39. Unesco-Welterbesitzung sind die jungen Experten unterwegs, um den letzten Tag des Jugendforums vorzubereiten. Denn dies ist der erste Tag der Unesco-Konferenz. Dann werden die "Young Experts" eine Deklaration in Bonn übergeben, die maßgeblich geprägt ist von den Erfahrungen und Erkenntnissen aus den Arbeitseinsätzen am Rhein.

    "Nachhaltiges Management von Welterbestätten" lautet das Thema des Workcamps. Was dies praktisch bedeutet, können die 32 Frauen und Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren bei der praktischen Arbeit, den sogenannten "Hands-on-Activities", erfahren. Auf dem Fußweg zur Loreley von St. Goarshausen werden zwei Abschnitte der Trockenmauern wieder aufgebaut. Im Blüchermuseum in Kaub beseitigt man gemeinsam Schäden an Fenstergauben. Zwei wertvolle Biotopflächen unterhalb der Martinskirche in Oberwesel und zwischen Niederburg und Urbar werden entbuscht und nach Jahren des Wildwuchses wieder gemäht.

    Unterstützt wurden Studenten der Uni Mainz und aus dem benachbarten Hochschule Rhein-Main in Wiesbaden von den „Young Experts“ beim Bauforschungsprojekt in der Werner-Kapelle in Bacharach.
    Unterstützt wurden Studenten der Uni Mainz und aus dem benachbarten Hochschule Rhein-Main in Wiesbaden von den „Young Experts“ beim Bauforschungsprojekt in der Werner-Kapelle in Bacharach.
    Foto: Werner Dupuis

    Gemeinsam mit Studenten der Architektur und Kunstgeschichte der Uni Mainz und der Hochschule Rhein-Main in Wiesbaden beteigen sich die die jungen Experten auch an einer Bauuntersuchung an der Werner-Kapelle in Bacharach. Mithilfe neuester, lasergestützter Vermessungstechnik werden die historischen Mauern neu vermessen. Die dabei gewonnen Daten und Aufzeichnungen ergänzen und aktualisieren vorhandene Baupläne und Beschreibungen.

    Unterstützt wird das "Young Experts Forum" unter anderen auch durch Winzer der Mittelrhein-Riesling-Charta. Ganz im Sinne des Welterbegedankens sollen schließlich der landschaftsprägende Steillagen-Weinbau erhalten und Rieslingweine erzeugt werden, die zur Spitzenklasse zählen. Jede verkaufte Flasche unterstützt den Charta-Fonds, der der Erhaltung der Kulturlandschaft dient. Statt in ihren eigenen Weinbergen zu arbeiten, mähen Peter Stahl aus Dellhofen und seine Kollegen gemeinsam mit den jungen Helfern eine steil abfallende Fläche unterhalb des idyllisch auf einem Plateau gelegenen katholischen Pfarrhauses von Oberwesel. Vor Jahren weideten hier Ziegen - seitdem sie dem landwirtschaftlichen Strukturwandel zum Opfer gefallen sind, verwildert der Bereich. Charta-Chef Bernhard Praß könnte sich vorstellen, hier an einer der landschaftlich reizvollsten Parzellen des Tals einen Weinberg anzulegen.

    Im Welterbegarten an der Martinskirche erleben die Unesco- Nachwuchsexperten neben der Arbeit auch die mittelrheinische Gastfreundschaft. Die Riesling-Charta lädt sie ein, Praß und seine Winzerkollegen kredenzen die Weine, und eine deftige regionale Küche stillt den Hunger nach einem anstrengenden Arbeitstag.

    Unesco-Forum am Mittelrhein: Junge Experten nehmen Bacharacher Werner-Kapelle unter die Lupe Kommentar: Mittelrheiner, nehmt euch ein Beispiel daran
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