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  • Neue Förderperiode: Leader startet jetzt am Mittelrhein durch

    Mittelrhein. Seit 15 Jahren läuft das Europäische Förderprogramm Leader am Mittelrhein - und wie: Über 100 Projekte wurden dank dieser speziellen Finanzhilfe für den ländlichen Raum realisiert. Projekte, von denen viele ohne den EU-Fördertopf sehr wahrscheinlich auf der Strecke geblieben wären.

    Das Welterbetal (hier bei Boppard/Filsen/Kamp-Bornhofen) voranbringen. Das sich die LAG Mittelrhein auf die Fahnen geschrieben.
    Das Welterbetal (hier bei Boppard/Filsen/Kamp-Bornhofen) voranbringen. Das sich die LAG Mittelrhein auf die Fahnen geschrieben.

    Von unserem Redakteur Wolfgang Wendling

    Keine Frage: Projekte wie Mittelrhein-Riesling-Charta, das Burgennetzwerk, die Vinothek von Matthias Müller in Spay, der Aussichtsturm Fünfseenblick in Boppard oder der Mittelrhein-Marathon, um nur einige zu nennen, haben sich als fruchtbar für das Mittelrheintal erwiesen. Und sie haben als Nebeneffekt zu einer Wertschöpfung von mehr als zehn Millionen Euro beigetragen.

    Die Erfolgsgeschichte Leader geht weiter. Auch in den nächsten Jahren soll die Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal vom Fördergeld der EU, kofinanziert durch das Land, nachhaltig profitieren. Insgesamt stehen 2,95 Millionen Euro an Geld von der EU, dem Land und an kommunalen Mitteln zur Verfügung, um die Region, die fast identisch mit dem Welterbe Oberes Mittelrheintal ist, weiter voranzubringen. Die kommunalen Mittel müssen die beteiligten vier Kreise sowie die Stadt Koblenz aufbringen. Es handelt sich um insgesamt 205.000 Euro. Verteilt auf die sieben Jahre Leader-Laufzeit sind das für jeden Kreis und die Stadt Koblenz weniger als 6000 Euro pro Jahr.

    Auf bewährte Strukturen zurückgreifen

    Die Weichen für die bis 2020 laufende Förderperiode sind gestellt. Die Leader-Akteure am Mittelrhein haben sich bereits im August in der Lokalen Aktionsgruppe für die nächste Etappe konstituiert (wir berichteten). Vieles kann auf den bewährten Strukturen der beiden vorangegangenen Förderperioden aufbauen. Für Kontinuität sorgt die Tatsache, dass die Geschäftsführung weiterhin bei der VG-Verwaltung in Oberwesel angesiedelt ist. Thomas Bungert, Bürgermeister der VG St. Goar-Oberwesel, wurde einstimmig als Vorsitzender der LAG Welterbe Oberes Mittelrheintal bestätigt. Geschäftsführer ist Philipp Goßler, bisher im Leader-Prozess für die rheinland-pfälzischen Streuobstwiesen zuständig.

    Stellvertretende Vorsitzende ist Nadja König-Lehrmann, Geschäftsführerin des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal. Bungert und Goßler sind sich im Gespräch mit unserer Zeitung sicher, dass durch diese personelle Entscheidung für den Co-Vorsitz die Kooperation mit dem Zweckverband noch enger wird. "Wenn der Zweckverband der Motor im Mittelrheintal ist, dann besorgen wir mit Leader den Treibstoff", sagt Goßler.

    Projekte, die zur Buga passen realisieren

    Was konkret getan wird, wer Projektträger ist, ob die Förderquote bei dieser oder jener Maßnahme 30, 50 oder 70 Prozent umfasst - das können die 28 Entscheider der LAG nun selbst festlegen. Einzige Bedingung: Die Projekte müssen zur "Lokalen integrierten ländlichen Entwicklungsstrategie" (Lile) passen und dürfen die Obergrenze pro Maßnahme von 300.000 Euro nicht übersteigen.

    Natürlich werden solche Projekte, von denen das gesamte Tal profitiert, mit höheren Zuschüssen bedacht als Vorhaben, die lediglich lokalen Charakter haben, machen Bungert und Goßler unmissverständlich deutlich. Für den LAG-Vorsitzenden ist es keine Frage, dass Leader bei dem Vorhaben, 2031 im gesamten Welterbetal eine Buga auf die Beine zu stellen, eine Rolle spielen wird. "Wir können Projekte unterstützen, die in die Buga hineinpassen." Bungert denkt an das bereits erarbeitete Projekt "Landschaftsgärten am Mittelrhein". Dafür müssten die Kommunen Flächen zur Verfügung stellen.

    Die 28 Personen der LAG Mittelrhein rekrutieren sich zu je einem Drittel aus öffentlichen Stellen, aus Wirtschafts- und Sozialverbänden sowie aus der Zivilgesellschaft (siehe Auslagerung unten). Innerhalb der Lile hat sich die LAG Mittelrhein vier Handlungsfeldern verschrieben: "Lebenswerte Siedlungsstrukturen", "Zukunftsfähige Tourismus- und Wirtschaftsstrukturen", "Erhalt und nachhaltige Entwicklung der Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal" sowie "Gesellschaft und Gemeinschaft im Welterbegebiet".

    Bungert und Goßler starten jetzt einen ersten Projektaufruf. Dabei sollen Fördergelder von 420 000 Euro zum Tragen kommen, darunter 303 000 EU-Mittel.

    Vorschläge an die LAG Mittelrhein, Rathausstraße 6, 55430 Oberwesel, Tel. 06744/911 25, E-Mail an p.gossler@st.goar-oberwesel.de

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