40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » Rhein-Hunsrück-Zeitung
  • » 10 Millionen Euro Gesamtkosten: Boppards Burg wird zu neuem Leben erweckt
  • Aus unserem Archiv

    Boppard10 Millionen Euro Gesamtkosten: Boppards Burg wird zu neuem Leben erweckt

    Es ist eines der ehrgeizigsten Projekte, das die Stadt Boppard je angepackt hat: die grundlegende Sanierung der Kurfürstlichen Burg. Nur dank großzügiger finanzieller Hilfe des Bundes und des Landes in Höhe von 5,8 Millionen Euro ist die Verwirklichung des Projektes möglich geworden.

    Die Kurtrierische Burg in Boppard gehört neben dem Kloster Marienberg und der Severuskirche zu den Wahrzeichen der Stadt Boppard. Die seit geraumer Zeit laufende Generalsanierung neigt sich allmählich ihrem Ende zu. Foto: Suzanne Breitbach
    Die Kurtrierische Burg in Boppard gehört neben dem Kloster Marienberg und der Severuskirche zu den Wahrzeichen der Stadt Boppard. Die seit geraumer Zeit laufende Generalsanierung neigt sich allmählich ihrem Ende zu.
    Foto: Suzanne Breitbach

    Dabei muss die Stadt selbst noch etliche Millionen in die Hand nehmen. Und wie das häufig so ist bei historischen Gemäuern: Wegen nicht vorhersehbarer bautechnischer Gegebenheiten hat sich das Projekt erheblich verteuert. Die Gesamtkosten liegen bei über 10 Millionen Euro, wovon die Stadt Boppard 5,4 Millionen zu tragen hat. Dennoch: Die Stadt ist zufrieden mit dem derzeitigen Verlauf der Arbeiten und mit dem, was schon alles erfolgreich umgesetzt werden konnte, wie Angela Wolf, Leiterin des Geschäftsbereiches Planen & Bauen in der Stadtverwaltung, gegenüber unserer Zeitung mitteilt.

    Nach der Fertigstellung des Rohbaus wurde in diesem Jahr mit den Innenputzarbeiten, Metallbau-, Stahlbau- und Schlosserarbeiten, der Verlegung des Massivholzdielenbelages, den haustechnischen Installationsarbeiten, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärarbeiten sowie Elektroarbeiten begonnen. Zudem sind die Zimmererarbeiten, die Dachdeckerarbeiten am Neubau, die Außenputzarbeiten, der Außenanstrich - bis auf den Ostflügel -, der Einbau neuer Fenster sowie der Glasfassade am Neubau abgeschlossen.

    Zurzeit erfolgt die aufwendige, denkmalgerechte Restaurierung der "Kölner Decken", eine nur sehr selten aufzufindende Ausführung von Stuckdecken aus dem 17. Jahrhundert, die anschließend mit Kalkputz versehen werden. Auch die Dachdeckerarbeiten sind voll im Plan. Mit dem ersten Abschnitt hatte die Lothar Henzler Dachdecker-Klempner GmbH nach der Fertigstellung im Frühjahr 2012 bei dem bundesweit ausgeschriebenen "Sanierungspreis 13" in der Kategorie "Dach" den ersten Platz belegt. Eine besondere Herausforderung waren die Dachgauben. "Wir haben es mit insgesamt 78 Sattelgauben zu tun, die alle mit einer ausgehenden Kehle gedeckt werden. Die Kombination aus modernen Materialien und traditionellen Oberflächen, erstellt in alt bewährter Handwerkstechnik, machen den besonderen Reiz dieser Sanierung aus", so Michael Weitzsch, Geschäftsführer bei der Henzler GmbH. Wie alle Arbeiten an der Kurfürstlichen Burg finden auch die Dachdeckerarbeiten in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde statt.

    2009 hatte die Stadt Boppard von Bund und Land im Rahmen des Konjunkturprogramms "Weltkulturerbe" jeweils einen Förderbescheid über 2,9 Millionen Euro erhalten. Bedingung: Die Stadt muss ebenfalls 2,9 Millionen investieren. Der so gesetzte Kostenrahmen von 8,7 Millionen Euro ließ sich jedoch nicht halten, nachdem im Zuge der Bauarbeiten erhebliche und im Vorfeld nicht bekannte Schäden sowohl am Turm als auch am Südflügel festgestellt wurden. Dies führte zu Mehrkosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro.

    Sowohl Sabine Naujack als auch Angela Wolf wiesen die im Stadtrat erhobenen Behauptungen, dass Handwerkerrechnungen nicht beglichen würden oder dringend erforderliche Arbeiten aufgrund der Haushaltslage nicht durchgeführt werden könnten, entschieden zurück. "Wir liegen sowohl finanziell als auch zeitlich im Rahmen: Die Arbeiten gehen planmäßig weiter", so Naujack und Wolf unisono.

    "Die Sanierung der Kurfürstlichen Burg läuft hervorragend; es ist sehr beeindruckend, was in den letzten drei Jahren aus diesem imposanten Gebäude gemacht wurde, nachdem es zuvor viele Jahre im Dämmerschlaf verharrte. Wir rechnen im Sommer 2014 mit dem Abschluss der Arbeiten", so Beigeordneter Heinz Bengart. ww

    Stadt will Rechtsmittel einlegen: Boppard wehrt sich gegen Bescheide zur Millionen-RückzahlungSanierung der Bopparder Burg: Bund und Land fordern Gelder zurückMuss Boppard Millionen an Zuschüssen für Burgsanierung zurückzahlen?Aufträge rechtswidrig vergeben: Gutachten zur Burg-Sanierung spaltet den Bopparder Stadtrat
    Boppard Simmern
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Online regional
    Bettina Tollkamp

    Bettina Tollkamp

    Chefin v. Dienst

     

    E-Mail

    Anzeige
    epaper-startseite
    Regionalwetter
    Samstag

    9°C - 17°C
    Sonntag

    10°C - 17°C
    Montag

    12°C - 19°C
    Dienstag

    13°C - 22°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Jahresrückblick 2016 der RHZ
    Anzeige