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    KatzenelnbogenTalhof wird privat genutzt: Ziegen, Pferde und Schafe sind willkommen

    Auf den Talhof soll neues Leben einziehen. Menschen, Pferde, Schafe und Ziegen möchten dort ein neues Zuhause finden. Damit dabei alle geltenden Regeln beachtet werden, gab es eine Einwohnerversammlung und direkt danach eine Abstimmung im Stadtrat.

    Die Wohn- und Hallengebäude des Talhofs liegen noch im Dornröschenschlaf. Sie sollen schon bald eine neue Heimat für einen privaten Pferdehof sein. Dafür hat der Stadtrat grünes Licht gegeben. Archivfoto: Dagmar Schweickert
    Die Wohn- und Hallengebäude des Talhofs liegen noch im Dornröschenschlaf. Sie sollen schon bald eine neue Heimat für einen privaten Pferdehof sein. Dafür hat der Stadtrat grünes Licht gegeben. Archiv
    Foto: Dagmar Schweickert

    Relevante Probleme oder Bedenken gab es weder von Bürgern noch von Behörden. Auf dem Talhof ist eine rein private Tierhaltung geplant. Daher auch der offizielle Weg: Ein Hobbytierhalter braucht einen Bebauungsplan, während ein Landwirt die Gebäude einfach weiter nutzen könnte. Für die Grundstücke wurde daher ein Bebauungsplan aufgestellt und das frühzeitige Beteiligungsverfahren der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange durchgeführt.

    Andy Heuser vom Ingenieurbüro Karst stellte den Bebauungsplan sowohl in der Einwohnerversammlung als auch im Stadtrat vor. Er erläuterte, warum dieser überhaupt nötig war: „Es handelt sich um einen ehemals landwirtschaftlich genutzten Aussiedlerhof. Weil er nun rein privat für Tierhaltung genutzt werden soll, ist eine Überplanung notwendig.“ Der bisherige Besitzer verkaufe das Anwesen, der neue Besitzer habe genaue Vorstellungen für die Zukunft des Talhofs. An der Einwohnerversammlung nahmen nur drei Bürger, drei Ratsmitglieder und Stadtbürgermeister Horst Klöppel teil, die benötigte Öffentlichkeitsbeteiligung war damit jedoch bereits hergestellt.

    Landwirtschaft sei privilegiert, bei privater Nutzung sei jedoch eine Bauleitplanung notwendig, so Heuser. Grundsätzlich seien alle Beteiligten froh über die Anschlussnutzung, andernfalls seien die Gebäude ungenutzt womöglich dem Verfall anheimgegeben gewesen.

    Als Grundlage für den Bebauungsplan sind nun Nutzungs- und Gestaltungsentwürfe erarbeitet worden. Weideflächen mit einer Schilfkläranlage sind vorhanden, dazu Grünflächen, Wohn- und Hallengebäude. Vorgesehen ist ein klassischer, kleiner Pferdehof, auf dem, wie die künftige Nutzerin mitteilte, fünf Shetties, drei Haflinger und eine Trakehnermixstute untergebracht werden sollen. Die Tiere seien betagt, die Anzahl der Pferde werde mit Sicherheit nicht steigen.

    Außerdem ist ein Areal für die Haltung von Ziegen und Schafen vorgesehen. Anbaumöglichkeiten bestehen, sind aber noch nicht konkret geplant. „Höchstens in Form eines Wintergartens“, so Heuser. Vorgesehen seien außerdem für die Tiere ein Paddock oder Roundpen vor dem Stall. Insgesamt seien die Bebauungsmöglichkeiten sehr eng gefasst und es gebe klar definierte Vorgaben für Ausgleichsflächen in Form von Grünzonen. Die Winterpferdehaltung sei auf einer Freifläche am Stall möglich, sodass keine Überweidung zu befürchten sei.

    Bei der Behördenbeteiligung, so Heuser, sei „nichts wirklich Relevantes“ vorgetragen worden. Für den Wirtschaftsweg müsse den neuen Besitzern ein Fahrrecht eingeräumt werden. Auf jeden Fall sei keine große gewerbliche Nutzung für den Talhof vorgesehen, lediglich eine „funktionale und räumlich untergeordnete eingeschränkte gewerbliche Nutzung“ sei möglich, so Heuser.

    Für die Umnutzung des Talhofs hatte die untere Landesplanungsbehörde bei der Kreisverwaltung zuvor angeregt, einen Bebauungsplan aufzustellen. Die Grundstücke sind im Flächennutzungsplan der Stadt als Siedlungsfläche im Außenbereich sowie Acker- und Grünlandfläche ausgewiesen, sodass dieser anzupassen war und der Bebauungsplan aufgestellt werden musste. Bei der Fläche handelt es sich um ein Mischgebiet. Die Gebäude sollen erhalten bleiben. Der Rat stimmte dem vorgestellten Plan zu.

    Von unserer Redakteurin Dagmar Schweickert

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