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    Diez/MainzProzess: Mordete Diezer Häftling dreifach?

    Ein Zweifachmörder aus der JVA Diez steht in Mainz vor Gericht. Er soll einen dritten Mord begangen haben.

    Fast nichts, was es auf dem riesigen Kram- und Textilmarkt nicht zu kaufen gibt.
    Fast nichts, was es auf dem riesigen Kram- und Textilmarkt nicht zu kaufen gibt.
    Foto: Hosser

    Er sitzt wegen zweier Morde seit Jahrzehnten hinter Diezer Gittern, jetzt soll ihm ein weiteres Kapitalverbrechen nachgewiesen werden: Vor dem Mainzer Landgericht muss sich ein 70-jähriger Gewalttäter wegen eines weiteren Mordes verantworten.

    Mehr als 40 Jahre nach dem Tod eines Gastwirts in Worms steht der Häftling aus Diez seit Dienstag wieder einmal vor Gericht. Er soll den Gastronomen 1971 heimtückisch von hinten angegriffen und erschlagen haben, um an Goldmünzen und Bargeld zu kommen. Zum Prozessauftakt vor dem Landgericht bestritt der Angeklagte die Tat: „Ich war es nicht." Licht ins Dunkel könnte eine Zeugin aus Australien bringen. Sie will 1971 mitbekommen haben, dass ihr Vater die Mordwaffe – eine schwere Bauklammer – versteckt hat. Die Frau hatte sich 2009 gemeldet, Ende 2012 erhob dann die Staatsanwaltschaft Mainz Anklage.

    Der Angeklagte soll laut Staatsanwaltschaft in der Nacht auf den 30. März 1971 in einem Lokal mit einem unbekannten Kumpanen den Wirt von hinten mit der Bauklammer erschlagen haben. Die Täter nahmen Goldmünzen und Bargeld im Wert von 750 Mark mit. Der Angeklagte kam deshalb bereits 1971 in Untersuchungshaft. Nachdem ein Zeuge damals sein Alibi bestätigt hatte, wurde das Verfahren zunächst eingestellt – bis sich die Zeugin aus Australien mit den Hinweisen auf die Tatwaffe meldete. Der Prozess wird heute fortgesetzt.

    Der 70-Jährige verbüßt wegen zweier weiterer Morde seit 1979 eine lebenslange Haft, die er in der Justizvollzugsanstalt Diez absitzt. Zu den Vorwürfen der abgeschlossenen Verfahren äußerte er sich nicht, das Gericht verlas daher die Mordurteile von 1980 und 2013, bei denen jeweils eine besondere Schwere der Schuld festgestellt worden war.

    1979 tötete er eine Frau durch 29 Messerstiche in ihre Brust. Die Leiche zerstückelte er. Zwei Monate vorher war in Hagen eine 18-Jährige sein Opfer geworden. Der heute 70-Jährige hatte sie damals auf der Straße angesprochen und war abgewiesen worden. Er würgte und vergewaltigte sie und legte die Frau tot unter ein geparktes Auto. Mit einem Gen-Abgleich wurde der Mann 2010 als Täter identifiziert. 2013 gestand er vor dem Landgericht Hagen.

    Diez
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