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  • Freiendiez: Kirmes mit Tradition startet am Wochenende

    Diez-Freiendiez. Seit nun schon 163 Jahren ist die Freiendiezer Kirmes, ausgehend von der Einweihung der Jakobuskirche am 31. Oktober 1853, eine feste Tradition im Ort.

    Mit Plakaten und Transparenten wird für die Kirmes in Freiendiez geworben, die von Samstag bis Montag steigt. Zuvor wird der Festplatz vorbereitet, und es geht zum zünftigen Schlachtfest.  Foto: Lore Spies
    Mit Plakaten und Transparenten wird für die Kirmes in Freiendiez geworben, die von Samstag bis Montag steigt. Zuvor wird der Festplatz vorbereitet, und es geht zum zünftigen Schlachtfest.
    Foto: Lore Spies - lsp

    Als größte Zeltkirmes im Umkreis bildet sie auch das Ende der diesjährigen Kirmessaison. Ganz traditionell wird auch dieses Jahr dazu an vielen Häusern und markanten Punkten im Stadtteil die Freiendiezer Fahne zu sehen sein.

    Das Hauptprogramm geht von Samstag, 22. Oktober, bis Montag, 24. Oktober. Jedoch wird bereits zwei Tage vorher, am Donnerstagvormittag, der Festplatz für den Zeltaufbau vorbereitet, und ab 17 Uhr startet das traditionelle Schlachtfest im "Schmidt's". Der Kirmesfreitag beginnt mit dem Aufbau des Festzeltes im "Wirt" durch den Verein Freiendiezer und die Kirmesburschen. Um 17 Uhr ist dann Kirmesauftakt in den Freiendiezer Kneipen, gefolgt von der Kirmesparty ab 18 Uhr in der dieses Jahr erst wieder eröffneten Kultkneipe "Werners Keller" und der Disco im Stall bei "Schmidt’s" ab 21 Uhr.

    Der erste Tag des Hauptprogramms, der Samstag, startet um 9 Uhr mit dem Aufstellen der Kirmesbäume an den Freiendiezer Kneipen durch die Kirmesburschen und Kirmesmädchen. Zuletzt wird um 14 Uhr der Hauptbaum auf dem Festplatz auf dem "Wirt" gestellt. Weiter geht es um 17 Uhr mit dem traditionellen Kirmesabkaufspiel zwischen den alten und neuen Kirmesburschen und dem Anschießen der Kirmes durch den Schützenverein Diez um 19 Uhr. Daraufhin ist dann auch das Kirmeszelt geöffnet. Eine Stunde später folgt der Einmarsch der Kirmesburschen und -mädchen mit der Übergabe der Kirmespfeife und dem Eröffnungstanz. Der Abend wird musikalisch gestaltet von der Rockband Noisic.

    Der Kirmessonntag beginnt traditionell mit einem Gottesdienst um 10 Uhr mit den Freiendiezer Pfarrern und dem Männerchor Germania. Dabei bleibt die Kirche jedoch leer, denn sie kommt an der Freiendiezer Kirmes zu den Leuten, und daher wird auch der Gottesdienst im Festzelt in lockerer Atmosphäre gefeiert. Für Pfarrerin Kerstin Lüderitz gehört der Kirmesgottesdienst zu den schönsten Gottesdiensten im Jahr. Anschließend wird das Bierfass von Stadtbürgermeister Frank Dobra angestochen. Das gemütliche Beisammensein von Jung und Alt bei 100 Liter Freibier wird von dem Bad Camberger Unterhaltungsmusiker Thomas Okabsa begleitet.

    Um 12 Uhr gibt es leckere Erbsensuppe, serviert vom Malteser Hilfsdienst aus Niederhadamar. Der Sonntagnachmittag ist gefüllt mit einem bunten Familienprogramm mit dem Kirmestanz der Kirmesburschen und -mädchen, einer Tombolaverlosung und Tanzauftritten des Turn- und Sportklubs Oranien. Die Bewirtschaftung übernimmt an dem Tag der Kegelclub "Die Bube". Das Kirmestreiben geht ab 17 Uhr in den Freiendiezer Kneipen weiter. Dort findet auch am Montagmorgen ab 10 Uhr der traditionelle Frühschoppen statt. Ab 15 Uhr wird dafür auch wieder das Zelt auf dem Festplatz geöffnet sein. Mit der After-Work-Kirmesparty mit DJ Leo lassen die Freiendiezer ab 16 Uhr mit offenem Ende ihre Kirmes gebührend ausklingen.

    Am Dienstag wird ab 9 Uhr aufgeräumt und das Zelt wieder abgebaut. Helfer sind willkommen. Die Kirmes wird danach mit einem Trauerzug von der Jakobuskirche bis zur Aarbrücke in der Brückenstraße um 18 Uhr beerdigt und endet endgültig um 19 Uhr mit dem traditionellen Heringsessen gegen den möglichen Kater der vorangegangenen Tage im "Schmidt’s". Die Attraktionen auf dem Festplatz werden von Unternehmen aus Diez und Umgebung gesponsert.

    Besonders zu erwähnen ist die Aufstellung der Kirmesgesellschaft, die sich dieses Jahr komplizierter gestaltete als sonst. Die alten Kirmesburschen und Kirmesmädchen, alle Jahrgang 1994 bis 1998, haben alle bis auf einen Hinterbliebenen, Raphael Baetsch, aufgehört. So musste dieser fast im Alleingang versuchen, neue Leute für die Organisation der Freiendiezer Kirmes zu finden. Denn was ist eine Kirmes ohne Kirmesburschen und Kirmesmädchen?

    Zum Glück bekam er dabei Hilfe von seiner Schwester, deren Freund und einigen ehemaligen Kirmesburschen. Zusammen organisierten sie einen Infostand beim Gemeindefest der Jakobuskirche zur Gewinnung neuer Kirmesleute. Die Suche war dadurch sogar recht erfolgreich, sodass sich im August die zehn neuen Kirmesburschen und Kirmesmädchen zum ersten Mal im neu renovierten Vereinsheim trafen, um alle Themen rund um die Kirmes zu besprechen. Auch der Verein Freiendiezer freut sich über neue Unterstützer und Helfer.

    Wer nach dem Feiern noch nicht genug haben sollte, kann sich jetzt schon auf das Freiendiezer Jubiläumsjahr 2017 freuen. Erinnert wird dann am zweiten Septemberwochenende zum einen an die erste urkundliche Erwähnung von Freiendiez vor 800 Jahren und zum anderen an den Brand von 1817, der das ganze Dorf zerstörte. Das Programm verspricht jetzt schon ein buntes, fröhliches Festwochenende im nächsten Jahr. Meike Osebold

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