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    KatzenelnbogenFreibad Katzenelnbogen: Trotz saftiger Einbußen wertvoll für die Stadt

    Im Stadtrat sorgt der Busverkehr erneut für Diskussionen. Die Anwohner am Marktplatz beschweren sich über Lärm durch wartende Busse.

    18.05.2016 Mayen Hausen Bombe Entschärfung
Andreas Walz
    18.05.2016 Mayen Hausen Bombe Entschärfung Andreas Walz
    Foto: Andreas Walz

    Von unserer Redakteurin Dagmar Schweickert

    Das Wetter war richtig gut, die Besucherzahlen auch besser als in manch anderem Jahr. Trotzdem weist die Bilanz des Katzenelnbogener Freibads „unterm Strich wieder ein saftiges Minus“ von 83 000 Euro für die Stadt auf, wie Stadtbürgermeister Horst Klöppel in der Stadtratssitzung mitteilte.

    „Aber das Schwimmbad ist einfach ein Mehrwert für die Bürger, deshalb werden wir dieses Minus auch weiter einplanen“, unterstrich Klöppel. Die Gesamteinnahmen des Freibades betrugen rund 41 000 Euro, die Ausgaben rund 152 500 Euro. Die 111 000 Euro an Verlusten verteilen sich zu 70 Prozent auf die Stadt und 30 Prozent auf die Verbandsgemeinde. Nachdem die Ursache für erhebliche Wasserverluste während der vergangenen Saison gefunden wurde, hat nun eine Fachfirma die Undichtigkeit am Beckenrand begutachtet und einen Vorschlag zur Reparatur unterbreitet. „Das klang vernünftig und nicht zu kostspielig“, erklärte Klöppel.

    Als nach wie vor „unbefriedigend“ bezeichnete der Stadtbürgermeister die aktuelle Situation des Busverkehrs. „Am Marktplatz halten bis zu sieben Busse auf einen Schlag“, so Klöppel. Einige Anwohner hätten sich bereits beschwert, weil die Busfahrer bei den derzeitigen Temperaturen während ihrer Pause den Motor laufen ließen, was ab sechs Uhr morgens erheblichen Lärm verursache, „ganz davon abgesehen, dass die Fahrzeuge natürlich ein Verkehrshindernis darstellen“, so Klöppel weiter. Die Stadt sei mit der Kreisverwaltung in Verbindung, die daran arbeite, die Probleme zu beseitigen. Demnächst soll eventuell ein Ortstermin mit einem Vertreter der Kreisverwaltung stattfinden. Der Beigeordnete Peter Schleenbecker (SPD) berichtete: „Ich habe selber kürzlich fünf Busse fotografiert, die am Marktplatz warten, weil sie in der Innenstadt nicht mehr halten können.“ Schleenbecker berichtete, als er im Kreisausschuss kürzlich nachgefragt habe, sei ihm geantwortet worden, Horst Klöppel sei über die Änderung informiert. Der wusste jedoch nach eigener Aussage davon nichts.

    Die Schüler, die bisher an der Haltestelle vor der Bäckerei Zorn in der Stadtmitte eingestiegen sind, müssen nun 500 Meter den Berg hochlaufen, um dort einzusteigen, weil durch den neuen Fahrplan Probleme im Begegnungsverkehr der Busse entstehen würden, wenn sie an der bisherigen Haltestelle warten. Deshalb wurde sie zum Marktplatz verlegt.

    Markus Simon (FWG) ergänzte, die Busse würden auf dem Weg zu ihrer Wartestelle nicht den Kreisel nutzen, sondern den Seitenstreifen kaputt fahren. Markus Schmittel scheiterte mit seinem Versuch, zu beantragen, das Schild „Busdurchfahrt verboten“ aufzustellen. Horst Klöppel befürchtete mit Blick auf die bestehenden Verträge mit dem Busunternehmen: „Am Ende fahren die dann den Flecken gar nicht mehr an.“ Schließlich glätteten sich die Wogen. Der Bürgermeister mahnte zur Ruhe: „Jetzt warten wir mal ab, anstatt gleich wieder Knatsch zu machen.“ Und auch Peter Schleenbecker beschwichtigte die Gemüter: „Die Kreisverwaltung weiß ja jetzt Bescheid.“

    Zum Entwurf des Bebauungsplans „Lahnstraße – Im Grund II“ hob das Gremium den Satzungsbeschluss vom 17. September auf und beschloss, ihn erneut offenzulegen. Horst Klöppel berichtet außerdem, die angekündigten Messungen in der Borngasse hätten mittlerweile stattgefunden. Das Ergebnis: „Da fahren elf Fahrzeuge pro Tag.“ Verkehrslenkende Maßnahmen seien angesichts dieser Resultate nicht notwendig. Die avisierten Bodenschwellen für den Parkplatz Weiherwiese sind bestellt und sollen montiert werden.

    Der Forsthaushalt des vergangenen Jahres erfreute die Ratsmitglieder: „Im Forst gibt es ein positives Ergebnis“, erklärte Bürgermeister Horst Klöppel. 36 828 Euro Gewinn sind das Ergebnis von 47 441 Euro an Einnahmen aus Holzverkauf, Mieten, Pachten und weiteren Einnahmen sowie 10 612 Euro Ausgaben durch Sachaufwendungen, Unternehmereinsatz, Grundstücksbewirtschaftung, Versicherungen und Erstattungen sowie weiteren Ausgabenposten.

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