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  • Forum: Neuen Arbeitsplätzen auf die Sprünge helfen

    Rhein-Lahn. "Gut beraten ...?" war das zehnte Rhein-Lahn-Forum Existenzgründung und -sicherung im Bad Emser Kreishaus überschrieben. Landrat Frank Puchtler begrüßte dazu viele Gäste, die sich von Experten Tipps und Anregungen holten, um sich entweder selbstständig zu machen oder um eine Unternehmensnachfolge vorzubereiten.

    Sorgten für viele Informationen beim 10. Rhein-Lahn-Forum zur Existenzgründung (von links): WFG-Geschäftsführer Wolf-Dieter Matern, Landrat Frank Puchtler, Steffen Lau, Mathias Wollweber, Marcus Lorenz, Hagen Laux, IHK-Regionalgeschäftsführer Richard Hover, Frank Kaltheier (stellvertretender Vorsitzender der Bezirksgruppe Rhein-Lahn-Westerwald des Steuerberaterverbandes Rheinland-Pfalz), Jürgen Schäfer (HWK Koblenz), Franzi Burk (Vorsitzende der Bezirksgruppe Rhein-Lahn Westerwald des Steuerberaterverbandes Rheinland-Pfalz), Jörg Bunzel (ISB Rheinland-Pfalz), Vanessa Auer (WFG Rhein-Lahn).  Foto: Bernd-Christoph Matern
    Sorgten für viele Informationen beim 10. Rhein-Lahn-Forum zur Existenzgründung (von links): WFG-Geschäftsführer Wolf-Dieter Matern, Landrat Frank Puchtler, Steffen Lau, Mathias Wollweber, Marcus Lorenz, Hagen Laux, IHK-Regionalgeschäftsführer Richard Hover, Frank Kaltheier (stellvertretender Vorsitzender der Bezirksgruppe Rhein-Lahn-Westerwald des Steuerberaterverbandes Rheinland-Pfalz), Jürgen Schäfer (HWK Koblenz), Franzi Burk (Vorsitzende der Bezirksgruppe Rhein-Lahn Westerwald des Steuerberaterverbandes Rheinland-Pfalz), Jörg Bunzel (ISB Rheinland-Pfalz), Vanessa Auer (WFG Rhein-Lahn).
    Foto: Bernd-Christoph Matern

    Als Kreis mit vielen pendelnden Arbeitnehmern sei es sehr wichtig, "dass wir auch hier bei uns Arbeitsplätze anbieten können", sagte Puchtler und dankte den Teilnehmenden für ihre Bereitschaft, sich sowohl finanziell als auch zeitlich engagieren zu wollen. Das von der Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft (WFG) Rhein-Lahn initiierte Forum wolle dabei nicht allein Wege für erfolgreiche Schritte in die Selbstständigkeit aufzeigen, sondern tue dies partnerschaftlich mit Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer, Nassauischer Sparkasse, Volksbank und dem Steuerberaterverband. Für eine Existenzgründung bedürfe es ebenfalls starker Partner. Aus deren Reihen begrüßten Puchtler und WFG-Geschäftsführer Wolf-Dieter Matern an diesem Nachmittag die Referenten im Kreishaus.

    Auf die Bedeutung eines gut bedachten "Businessplans" wies Steffen Lau von der Mittelstandsberatung "Böker, Paul & Jung" hin. Kritische Fragen dürften beim Verfassen nicht ausgespart und sollten ehrlich beantwortet werden. "Der Plan muss den Kapitalgeber überzeugen", so Lau, "schon die Zusammenfassung des Businessplans sollte Begeisterung wecken". Hilfreiche Tools zur Existenzgründung stellte Marcus Lorenz von der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg vor und sorgte damit für etwas Orientierung in der Fülle an Internetinformationen. Vor allem die Branchenbriefe der Bank, die Erkenntnisse über die Wettbewerber der Branche bieten, sowie Lernprogramme im Existenzgründungsportal des Bundeswirtschaftsministeriums sprach Lorenz an; außerdem nannte er die Checklisten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und deren Fördermittelrechner als hilfreich.

    Sich in die Situation des Kreditgebers zu versetzen, riet Hagen Laux von der Nassauischen Sparkasse, als er den Gästen im Kreishaus praktische Tipps zur Vorbereitung auf das Bankengespräch gab. "Wir sind nicht ganz so schlimm wie in der TV-Sendung Höhle der Löwen", sagte Laux. Die Fördergelder sollten nie Grund für die Existenzgründung sein. "Maßgeblich für den Erfolg ist eine zündende Idee und die Einstellung des Existenzgründers!" Die vielfältigen Fördermöglichkeiten der Investitions- und Strukturbank (ISB) Rheinland-Pfalz stellte Jörg Bunzel von "Venture Capital" vor und verwies auf die Partnerschaft mit Hausbanken. Betriebsberater Jürgen Schäfer von der Handwerkskammer Koblenz stellte als Alternative zur Gründung eines Unternehmens die Vorteile sowie die Nachteile einer Betriebsnachfolge als Schritt in die Selbstständigkeit vor. Faustformeln für den Kaufpreis, Methoden zur Bewertung und Übernahmevarianten durch Kinder oder Mitarbeiter nannte der Volkswirt. Frank Kaltheier vom Steuerberaterverband Rheinland-Pfalz erinnerte an steuerliche Fragen bei Existenzgründung und Betriebsübernahmen; insbesondere stellte er anhand praktischer Rechnungen die steuerlichen Unterschiede zwischen Personenunternehmen und Kapitalgesellschaften vor.

    Der Marketing- und Kommunikationsprofi der Firma "eberle & wollweber" Mathias Wollweber machte den Forums-Besuchern schließlich Mut, auch anzufangen und mit dem Existenzstart nicht zu lange zu warten. In seinen "10,5 Regeln des erfolgreichen Marketings" wies er aufs stimmige Drumherum von Produkten hin, welchen Charakter sie haben, wie sie optisch wirken und welche Geschichten sich etwa zu ihnen erzählen lassen. Regel 10,5 war seine Aufforderung "Leg los!", anstatt auf einen küssenden Prinzen zu warten.

    "Gefüttert" mit vielen hilfreichen Informationen gingen die Teilnehmenden am Ende des Tages nach Hause. Vielleicht können manche von ihnen einmal selbst als erfahrene Referenten zur Existenzgründung auftreten, wie Landrat Frank Puchtler zu Beginn hoffte.

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    Markus Eschenauer

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    Markus Eschenauer

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