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    LimburgArchitekt vermacht Stadt Limburg 180 Bilder von Willy Bungarten

    In den Sommermonaten zeigen die städtischen Kunstsammlungen Werke der beiden Maler Willy Bungarten und Adam Wolf, die mit Limburg eng verbunden waren. Die Eröffnung der Ausstellung verlief besonders feierlich, denn sie bildete zugleich den Rahmen für eine großzügige Stiftung. Der Limburger Architekt und Kunstfreund Franz Josef Hamm hat der Stadt 180 Arbeiten von Bungarten vermacht. Hamm ist ein Bewunderer seines aus Bonn stammenden Berufskollegen Bungarten. „Hamm hat das künstlerische Lebenswerk Bungartens sozusagen für uns entdeckt“, bedankte sich Bürgermeister Martin Richard.

    Limburg - In den Sommermonaten zeigen die städtischen Kunstsammlungen Werke der beiden Maler Willy Bungarten und Adam Wolf, die mit Limburg eng verbunden waren. Die Eröffnung der Ausstellung verlief besonders feierlich, denn sie bildete zugleich den Rahmen für eine großzügige Stiftung. Der Limburger Architekt und Kunstfreund Franz Josef Hamm hat der Stadt 180 Arbeiten von Bungarten vermacht. Hamm ist ein Bewunderer seines aus Bonn stammenden Berufskollegen Bungarten. „Hamm hat das künstlerische Lebenswerk Bungartens sozusagen für uns entdeckt“, bedankte sich Bürgermeister Martin Richard.

    Die Brüder Heribert und Hermann Wolf hatten der Stadt bereits im Dezember 521 Kunstwerke ihres Vaters Adam Wolf geschenkt und damit gleichnamige Stiftung beträchtlich erweitert. Daraus werden nun erstmals Exponate der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dass die Sopranistin Dorothee Laux in Begleitung des Gitarristen Martin Reuß bei ihrer musikalischen Untermalung der Feierstunde das „Mädchenlied“ von Otto Julius Bierbaum zu Gehör brachte, hatte seinen Grund darin, dass es von Bungarten vertont wurde. Das schmucke Notenblatt ist neben seinem Porträt in der Eingangshalle des Historischen Rathauses ausgestellt.
    In seinem Einführungsvortrag meinte Hamm: „Willy Bungarten muss das Lahntal sehr geliebt haben, und das nicht erst, als er sich nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Runkel niedergelassen hatte.“ Mit seiner Bonner Künstlergruppe „Lese“ sei er vor dem Krieg schon mehrmals hier gewesen, um zu zeichnen und zu malen. Hamm erwähnte, dass Bungarten parallel zu seinem Kölner Studium als Bautechniker am dortigen Konservatorium Gesang studierte und sich mit der bekannten Pianistin Elly Ney anfreundete. Durch mehrere Wettbewerbserfolge und die Qualität seiner gebauten Entwürfe sei die Fachwelt auf Bungarten aufmerksam geworden. Sein Bezug zu Limburg ergibt sich aus seiner freien Mitarbeit von 1923 bis 1925 beim hiesigen Stadtbauamt. Danach hatte er sich mit einem Planungsbüro in Runkel selbstständig gemacht. Seine spätere Ehefrau Grete hatte in Runkel eine Schneiderwerkstatt eröffnet. Sie war zuletzt Erste Kreisbeigeordnete der CDU im Oberlahnkreis. Sie hatte Hamm eine Mappe mit Zeichnungen und Bildern ihres verstorbenen Mannes „zu treuen Händen“ übergeben.
    Adam Wolf, der aus Hochheim am Main stammt und in Hausen/Westerwald starb, kam 1927 nach Limburg, wo er bis zu seiner Pensionierung 1963 an der Tilemannschule unterrichtete. Er arbeitete mit Öl und Aquarell, nutzte Pastellkreise und Buntstifte, aber auch Bleistift, Tusche, Kohle und Kreide. André Kramm, Vorsitzender des Förderkreises der Freunde der Bildenden Kunst in Limburg, bedankte sich in einem Grußwort für den bedeutenden Zuwachs. „Jeder hat Bilder seiner Heimat im Kopf, und wenn er von einer Reise wiederkehrt, weiß er, wo er zu Hause ist.“ Heribert Wolf und Franz Josef Hamm zeigten ihre Heimatverbundenheit darin, dass sie mit den Schenkungen ihren Bildbesitz der Nachwelt erhielten. Die gestifteten Werke zeigten unter anderem Sehenswürdigkeiten in der Heimat, bei Bungarten-Bilder entlang der Lahn von Wetzlar bis Dausenau. flu

    Die Ausstellung ist bis zum 18. September zu sehen. Geöffnet ist montags von 8.30 bis 12 Uhr, dienstags von 7 bis 12 Uhr, mittwochs von 8.30 bis 14 Uhr, donnerstags von 8.30 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr, donnerstags von 8.30 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr, freitags bis 16 Uhr. An Samstagen und Sonntagen ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 2 Euro pro Person.

    Diez
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