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  • Albrecht Schneider: Abschiedskonzert mit bewegenden Emotionen

    Diez. Ein großartiges Konzert, emotionale Sänger, ein begeistertes Publikum, Reden voll des Dankes und Lobes und ein bewegter Albrecht Schneider - so lautet das Fazit des Abschiedskonzerts von Albrecht Schneider.

    Das Abschiedskonzert von Albrecht Schneider beim Landesjugendchor, der in der Aula des Diezer Sophie-Hedwig-Gymnasiums auftrat, sorgte für große musikalische Momente und endete mit einem langen Applaus für den beliebten Musikpädagogen.  Foto: Theresa Stang
    Das Abschiedskonzert von Albrecht Schneider beim Landesjugendchor, der in der Aula des Diezer Sophie-Hedwig-Gymnasiums auftrat, sorgte für große musikalische Momente und endete mit einem langen Applaus für den beliebten Musikpädagogen.
    Foto: Theresa Stang - tsg

    Nach 20 Jahren beendete Albrecht Schneider seine - wie er sagte - "Karriere" als Gesamtleiter des Landesjugendchores (LJC) Rheinland-Pfalz. Unter dem Titel "Time to leave" sang der Chor ein letztes Mal unter seiner Leitung.

    Als Abschiedsort hatte Schneider die Aula des Sophie-Hedwig-Gymnasiums (SHG) Diez gewählt. Andreas Homburg - kommissarischer Leiter des SHG - begrüßte mit den Worten: "Es macht mich stolz, lieber Albrecht, dass du diesen Ort für dein Abschiedskonzert gewählt hast. Vielen Dank für viele schöne Stunden der Chormusik und Gestaltung bei Abiturfeiern. Du hast das Schulleben geprägt und das SHG über die Grenzen hinaus bekannt gemacht. Alles Gute für den Ruhestand."

    Eröffnet wurde das Konzert mit den Liedern "Herr nun lässest Du Deinen Diener in Frieden fahren" (Mendelssohn Bartholdy) und "Gebet" von Max Bruch, die Schneider persönlich dirigierte. Jan Schumacher - selbst ehemaliger Schüler Schneiders und langjähriges Mitglied des LJC - führte durch den Abend, an dem neben den Sängern auch mehrere Redner zu Wort kamen. Der Musikrat des Landes Rheinland-Pfalz Peter Stieber hob Schneiders "Leidenschaft, Akribie und Verantwortungsbewusstsein" hervor, mit der er den Chor geführt habe. Er sei ein "begeisterter Pädagoge" gewesen, der sich "einen offenen Geist" bewahrt habe. Stieber erinnerte an die zahlreichen Reisen und - insgesamt 75 - Arbeitsphasen, die den Chor in viele europäische Länder geführt hatten. Albrecht Schneider sei mit dem "Management und der Betreuung die Seele des Unternehmens" gewesen. "Künstlerisch habe er anderen den Vortritt gelassen", sodass die jungen Sänger andere Dirigenten-Handschriften erleben konnten. Als Höhepunkt hob er hervor, dass der LJC 2015 und 2016 Patenchor des SWR Vokalensembles Stuttgart gewesen sei, was zu großen Teilen auch der Verdienst von Schneider gewesen sei.

    Das Konzert wurde so abwechslungsreich und voller Spannung gestaltet, was neben der exzellenten Arbeit der Sänger der Auswahl der Stücke zu verdanken war. So wurden Gounods "Prière", Rossinis "Il Gondolieri", Offenbachs "Barcarolle" in sehr melodischer, andächtiger Art und Weise aufgeführt. Die Darbietung war ein wahrer Genuss für die Ohren.

    Außerdem kamen moderne Künstler wie Eric Whitacre und bekannte wie Brahms zur Aufführung. Ein wahrer Höhepunkt war das Stück "Singschule" von Albert Lortzing, bei welchem der Bariton Konstantin Paganetti solo sang und mit den Sängern ein Chortheater veranstaltete. Am Flügel begleiteten einfühlsam Andreas Frese und Christopher Schmitz. Als Dirigenten traten Schneiders Weggefährten Jan Schumacher, Volker Hempfling (Köln), Michael Reif (Köln), Andreas Ketelhut (Erfurt) auf. Schumacher stellte Schneiders "besondere und mitfühlende Sensoren für zwischenmenschliche Belange" heraus, mit denen er "dem Chor gedient" habe. Ohne seine "gefürchteten Wortwitze und seine Schlagfertigkeit" wäre nicht so viel gelacht worden, rühmte Schumacher. Ein weiterer Höhepunkt war Verdis "Gefangenchor", der überaus imposant und traurig zugleich dargebracht wurde. Mit zwei deutschen Volksliedern "Der Mond ist aufgegangen" und "Kein schöner Land" wurde der sehr unterhaltsame Nachmittag beendet. Die Sänger gaben zu, dass sie beiderseits froh aber auch emotional seien und es zeitweise sehr schwer falle, weiterzusingen. Die Zeit mit Albrecht Schneider wurde von seinen Sängern als menschlich und musikalisch prägend beschrieben, bei der sie eine "breite musikalische Bildung" erhalten hätten. Unter den Zuschauern war immer wieder freudiges Murmeln zu hören, und dass er "viel auf den Weg gebracht, viel geleistet und so manches Talent entdeckt habe", da viele aus den Reihen des Landesjugendchors musikalische Berufe übernommen hätten.

    Albrecht Schneider freute sich auf sein Lieblingslied "Rheinbergers Abendlied". Beendet wurde das fulminante Konzert mit dem Titel "Time to leave", den Schneider halb als Dirigent und halb als gerührter und bewegter Zuhörer genoss. Für die Zukunft sieht sich Schneider mit dem Kammerchor St. Peter Diez beschäftigt. Er verabschiedete sich von allen Sängern mit Handschlag, bevor er sich auf den inoffiziellen Teil freute. Schneider bekräftigte: "Ich hatte viel Spaß und hatte es mit Leuten zu tun, die Lust haben auf das, was sie machen - was man als Pädagoge nicht immer hat." Der nicht enden wollende Applaus war ebenso ein Zeichen für den gefühlvollen und inspirierenden Abend wie die Tatsache, dass mehrere Zuschauer mit glänzenden Augen die Aula verließen. Theresa Stang

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