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  • Westerwald-Lahn zieht mehr Touristen an

    Rhein-Lahn. Urlaub im Westerwald - für immer mehr Menschen wird die Region zwischen Lahn, Rhein und Sieg zu einem bevorzugten Reiseziel. Zwar meldet auch das Land Rheinland-Pfalz für das Jahr 2015 steigende Zahlen bei Gästen und Übernachtungen. Doch nirgends ist das Plus so deutlich wie in der Ferienregion Westerwald-Lahn.

    Winter im Westerwald: Auch wenn sich in der aktuellen Saison die weiße Pracht nur selten sehen ließ, haben die Schneefälle vor Jahresfrist den Tourismus deutlich angekurbelt.  Archivfoto: Westerwald Touristik-Service
    Winter im Westerwald: Auch wenn sich in der aktuellen Saison die weiße Pracht nur selten sehen ließ, haben die Schneefälle vor Jahresfrist den Tourismus deutlich angekurbelt. Archiv
    Foto: Westerwald Touristik-Service - Dominik Ketz

    Von unserem Chefreporter Markus Kratzer

    627 845 Gäste, die im vergangenen Jahr hier Urlaub machten, bedeuten einen Anstieg von 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In ganz Rheinland-Pfalz bedeuten 9 430 947 Gäste "nur" ein Plus von 3,4 Prozent.

    Eine ähnliche Entwicklung errechnete das Statistische Landesamt bei den Übernachtungszahlen. Hier legte Westerwald-Lahn im Vergleich zu 2014 um 5,7 Prozent zu. Heißt: Hotels, Pensionen, Ferien- und Schulungsheime, Gasthöfe und Campingplätze zählten im vergangenen Jahr 1 753 096 Übernachtungen. Landesweit wurde 2015 erstmals die 25-Millionen-Grenze überschritten, der Anstieg betrug hier 2,8 Prozent.

    Für Christoph Hoopmann, Geschäftsführer beim Westerwald Touristik-Service, sind die Zahlen sehr erfreulich. "Wir hatten 2014/2015 einen guten Winter mit viel Schnee. Diese Zuwächse haben wir über das ganze Jahr hinweg mitnehmen können", erläutert er im Gespräch mit unserer Zeitung. Auch die Zahl derer, die dem närrischen Treiben entfliehen wollen, ist seiner Meinung nach gestiegen, da sich entsprechende Wellness-Arrangements einiger Hotels bei Karnevalsmuffeln wachsender Beliebtheit erfreuen. Doch es sind nicht nur punktuelle Erfolge, die Hoopmann ins Feld führt. "Wir ernten jetzt auch die Früchte unserer regionalen Tourismusstrategie, die neben dem Wandern auch das Radwandern in den Mittelpunkt des Angebotes rückt.

    Allerdings warnt der Tourismusexperte davor, die gute Bilanz aus dem Jahr 2015 für selbstverständlich zu nehmen, zumal die weiße Pracht im Winter 2015/2016 Schnee- und Skifreunde nur selten in den Westerwald einlud. "Wir müssen und werden alles daransetzen, das gute Ergebnis auch in diesem Jahr zu halten", gibt Hoopmann die Marschrichtung vor. Erkenntnisse darüber, wie sich das Wachstum von fast sechs Prozent auf einzelne Gegenden der Tourismusregion verteilen, werden erst in einigen Wochen vorliegen.

    Auch positive Zahlen aus dem Rheintal schwappen in den Rhein-Lahn-Kreis über. In dieser Tourismusregion stieg 2015 die Zahl der Gäste auf 1 212 654 und damit um 5,5 Prozent an. 2 568 295 Übernachtungen bedeuten ein Mehr von 3,8 Prozent im Vergleich zu 2014. Damit liegt das Wachstum auch in dieser Region noch deutlich über dem Landesschnitt.

    Nach den Regionen Westerwald-Lahn und Rheintal folgen bei den Gästezahlen Mosel-Saar und Rheinhessen (beide plus 4,7 Prozent), Naheland (4,6) und die Pfalz (3,6) auf den nächsten Plätzen. Schlusslicht unter den neun Regionen ist die Eifel, die als einzige mit -4,3 Prozent bei den Gästen ein negatives Ergebnis einfuhr.

    Bei den Übernachtungszahlen muss das Rheintal dem Naheland (plus 4,0 Prozent) den zweiten Platz überlassen. Es folgen die Pfalz (2,8), die Ahr (2,6) und die Eifel (2,5). Am Ende der Skala rangiert der Hunsrück (0,1), wo die Zahlen fast stagnieren.

    Für Stefan Zindler, Geschäftsführer der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH, kommt der Erfolg der Region Westerwald-Lahn nicht von ungefähr. "Hier stimmen die Mischung und die Infrastruktur, gute Betriebe gehen als Zugpferde voran", sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Gerade dadurch, dass der Westerwald die "aktiven Themen" Wandern und Radfahren bediene, profitiere man von einer steigenden Nachfrage, so Zindler.

    Landesweit tragen fast alle Betriebsarten zu dem neuen Übernachtungsrekord bei. Ganz vorne rangieren die Hotels garnis mit einem Zuwachs von 7,1 Prozent, gefolgt von den Pensionen (6,4), den Ferien- und Schulungsheimen (4,9) sowie den Camping- und Reisemobilplätzen (4,8). Letztere verzeichnen bei den Gästezahlen den größten Zuwachs, der mit 10,0 Prozent sogar im zweistelligen Bereich liegt. Es folgen die Hotel garnis (plus 8,3 Prozent), die Pensionen (7,6) und die Gasthöfe (7,1 Prozent). In die Statistik fließen alle Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Fremdenbetten ein.

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