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    Bad NeuenahrZum 20. Mal: Großer Andrang beim Berufsinfomarkt

    Es war viel Betrieb am Samstag in der Berufsbildenden Schule (BBS) in Bad Neuenahr. Der Markt der beruflichen Bildung, kombiniert mit einem Tag der offenen Tür, fand zum 20. Mal an der mit 2720 Schülern größten Schule des Kreises Ahrweiler statt.

    Auch die Metallinnung zeigte beim Berufsinfotag in Bad Neuenahr, was die Metallverarbeitung an Herausforderungen zu bieten hat.
    Auch die Metallinnung zeigte beim Berufsinfotag in Bad Neuenahr, was die Metallverarbeitung an Herausforderungen zu bieten hat.
    Foto: Vollrath

    Von unserer Mitarbeiterin Gabi Geller

    Auch diesmal nutzten zahlreiche junge Menschen - meist in Begleitung der Eltern - die Chance zur beruflichen Orientierung.

    Die Besucher erhielten einen Überblick über die unterschiedlichen Bildungsangebote der BBS, die vom berufsbegleitenden Unterricht im Rahmen der dualen Ausbildung bis zur Vollzeitschule reichen. Die verschiedenen Unterrichtsklassen präsentierten ihr Fach und ihre Arbeit, die Lehrer standen für Fragen und Demonstrationen zur Verfügung. Zudem waren zahlreiche Betriebe, Dienstleister und Behörden vor Ort und gaben einen Einblick in die tägliche Praxis des jeweiligen Berufes. Auch erfuhren interessierte Jugendliche, welche schulischen Voraussetzungen notwendig sind, um eine Ausbildung in der gewünschten Branche zu beginnen.

    Für Schulleiter Hans-Werner Rieck war es der letzte Berufsinfomarkt seiner Laufbahn. Er geht bald in den Ruhestand. Er unterstrich ein weiteres Mal sein wichtiges Anliegen, nämlich die Gleichwertigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung und die herausragende Qualität der dualen Ausbildung: "Berufliche Bildung ist keine Sackgasse." Denn mit einem Meistertitel in der Tasche steht auch einem Handwerker das Studium offen und einem Gesellen bei entsprechendem Notendurchschnitt ebenfalls.

    Trotzdem wird es für Handwerksbetriebe immer schwieriger, geeignete Azubis zu finden. Die Fokussierung von Eltern und Jugendlichen auf eine akademische Ausbildung hat sich zum Problem entwickelt. "Da sagt man: Wenn du das Studium nicht schaffst, dann kannst du ja immer noch Handwerker werden. Den Zahn muss man den Leuten ziehen, denn beim Handwerk handelt es sich heute um hoch technisierte Berufe", machte Kreishandwerksmeister Frank Wershofen klar.

    Auch die vielen jungen Flüchtlinge würden Nachwuchsproblem und Fachkräftemangel so schnell nicht lösen. "Die müssen erst die Sprache lernen, wir reden also von mehreren Jahren." Den "Akademisierungswahn" mit Abitur und Studium um jeden Preis kritisierte auch Kreislehrlingswart Rolf Genn. Zurzeit erlernen im Kreis Ahrweiler 665 Lehrlinge einen Handwerksberuf, berichtete er. Darunter seien zahlreiche Studienabbrecher. "Die strömen ins Handwerk. Wir haben Lehrlinge, die sind weit über 30 Jahre alt."

    Nicht für alle Ausbildungsplätze im Handwerk finden sich geeignete Bewerber, genau so sieht es im Bereich Industrie, Handel und Gastronomie aus. Bernd Greulich von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz sagt: "In den gerade für den Tourismus im Kreis Ahrweiler bedeutenden Berufen des Gastgewerbes hat die Zahl der Eintragungen (Anm. d. Redaktion: von Ausbildungsverhältnissen) um 20 Prozent abgenommen." Dem Trend entgegen wirkt der Markt der beruflichen Möglichkeiten der BBS in Bad Neuenahr. Dort fand am Samstag manch junger Besucher die entscheidende Orientierungshilfe zur beruflichen Zukunft.

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